Zu Weihnachten habe ich von meiner besten Freundin "Physik der Liebe" geschenkt bekommen, weil ich selbst Physik studiere. Mit Begeisterung habe ich angefangen, das Buch zu lesen, denn die Idee, Beziehungsprobleme von der physikalischen Seite her zu betrachten und auch das Inhaltsverzeichnis klangen sehr interessant und vielversprechend, aber dann....
Das Buch selbst hat mich dann überhaupt nicht überzeugt. Man merkt deutlich, dass die beiden Autorinnen leider überhaupt keine Ahnung von Physik haben und nur ein paar Zitate aus den Schulbüchern ihrer Kinder bringen, die dann auch noch mehrfach wiederholt werden. Im Grunde genommen werde nur einige wenige physikalische Prinzipien zitiert, die Physik steht aber ansonsten völlig im Hintergrund.
Das Buch ist so aufgebaut, dass Beispiele von Personen, die Beziehungsprobleme haben, ausführlich erzählt werden und dann behauptet wird, dass die Frau zu viel Wärmeenergie in die Beziehung steckt, die ihr Mann/Freund dann in seine eigene mechanische Energie umwandelt, denn Energie geht in einem System (reibungsfrei) ja nicht verloren. Meist werden über Seiten hinweg Erfahrungsberichte geschildert und am Ende steht dann zum x-ten Mal ein physikalisches Zitat und dann kommen die Autorinnen immer zum gleichen Schluss: Die Frau investiert zu viel Energie, die ihr selbst dann zum Leben fehlt.
Ich kann das Buch wirklich nicht weiterempfehlen. Schon gar nicht an Leute, die Ahnung von Physik haben. Von der Idee hatte ich mir viel mehr versprochen, aber das Buch ist leider nichtmal witzig geschrieben. Es gibt wirklich viel lustigere Bücher zum Thema Beziehungskrisen. (z.B. "warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken"!)