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Die Physik des Christentums: Ein naturwissenschaftliches Experiment
 
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Die Physik des Christentums: Ein naturwissenschaftliches Experiment [Gebundene Ausgabe]

Frank J. Tipler , Helmut Reuter
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Piper (März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492047203
  • ISBN-13: 978-3492047203
  • Originaltitel: The Physics of Christianity
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 652.420 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Frank J. Tipler
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In Zeiten heftiger Diskussionen um Wissenschaft versus Religion bringt der renommierte Physiker Frank J. Tipler seine wissenschaftliche Disziplin und seinen persönlichen Glauben in einer aufregenden Versuchsanordnung zusammen. Er erklärt die kosmologische Singularität, also den Ursprung von allem außerhalb von Raum und Zeit, zum jüdisch-christlichen Gott. Und er will zeigen, dass die »Wunder« des Neuen Testaments, darunter die jungfräuliche Geburt, die Auferstehung und die Fleischwerdung, den physikalischen Gesetzmäßigkeiten nicht widersprechen. »Wir haben die Implikationen physikalischer Gesetzmäßigkeit zu akzeptieren. Wenn sie die Existenz Gottes implizieren, nun, dann gibt es Gott auch«, sagt Tipler, während manche seiner Kollegen das »Unsinn« finden und meinen, er habe »den Bogen überspannt« (Lawrence Krauss, New Scientist).

Über den Autor

Frank J. Tipler, geboren 1947 in Andalusia/Alabama, studierte Mathematik und Physik. Der Astrophysiker und Kosmologe arbeitete an zahlreichen Instituten, unter anderem auch mit Stephen Hawking und Roger Penrose zusammen. Seit 1987 ist er Professor für mathematische Physik an der Tulane University in New Orl

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genie und Wahnsinn 13. Mai 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Tipler ist seit 1987 Professor der mathematischen Physik an der Tulane University in New Orleans mit den Spezialgebieten Kosmologie, Allgemeine Relativitätstheorie, Elementarteilchenphysik und Komplexitätstheorie. Seine Fähigkeiten auf dem Gebiet der theoretischen Physik stehen außer Zweifel. Während sich der Wahn in seinem ersten Buch "Die Physik der Unsterblichkeit" noch in gewissen Grenzen hielt, hat er mit seinem neuen Buch nun völlig abgehoben. Generell ist dabei dem Autor der Vorwurf zu machen, dass er fundierte physikalische Theorien, physikalische Hypothesen und reine Spekulationen bis hin zur Esoterik nicht klar voneinander trennt. Jeder Nichtphysiker dürfte große Mühe haben, hier die Trennungslinien zu erkennen. So lässt er als Interpretation der Quantenmechanik nur die Vielweltentheorie gelten. In dieser Interpretation ist die Quantentheorie streng deterministisch. Allerdings werden derzeit auch noch immer andere Interpretationen der Quantentheorie diskutiert. Als absolut gültig gilt keine. Weiterhin hält er das Standardmodell der Elementarteilchentheorie für komplett und das Problem einer Quantentheorie der Gravitation für gelöst. Beides trifft so nicht zu. Voraussetzung für seine Omegapunkttheorie ist, dass das Universum mit einem "Big Crunch" endet, also wieder in sich zusammenstürzt. Neuere Beobachtungen zeigen eine beschleunigte Expansion, das gerade Gegenteil dessen was Tipler für seine Theorie braucht. Daneben fordert er, dass intelligentes Leben den ganzen Kosmos durchdringt und in der Lage ist, die gesamte Materie zu beherrschen. Die dazu notwendige Technik ließe jeden Science Fiction Autor vor Neid erblassen.

Völlig haarsträubend wird es aber dann, wenn Tipler versucht, die biblischen Wunder mit Hilfe der Physik zu erklären. So wird das Wandeln Jesu auf dem Wasser mit einem Neutrinostrahl erklärt, der direkt unter den Füßen Jesu erzeugt und nach unten gerichtet wurde. Die dafür notwendige Energie wurde angeblich durch direkte und vollständige Umwandlung von Materie in Energie erzeugt. Die Auferstehung wird erklärt durch eine Entmaterialisierung des Körpers von Jesus über den elektroschwachen Quanten-Tunneleffekt. Genauso "einfach" kann dann natürlich auch eine Materialisierung wieder stattfinden und das alles, obwohl die Wahrscheinlichkeit für die Entmaterialisierung auch nur eines einzigen Atoms über diesen Effekt so gering ist, dass man ihn wohl nie beobachten wird. Aber in der Manipulation der Wahrscheinlichkeit durch Gott liegt eben gerade das Wunder. Das Ganze erinnert stark an das "Beamen" das uns ja von der Fernseh-Serie "Raumschiff Enterprise" wohl bekannt ist. Mit der Baryonenvernichtung durch den elektroschwachen Tunneleffekt löst Tipler mal eben noch nebenbei unser Energieproblem und erfindet den Neutrino-Raketenantrieb. Natürlich hat er auch keinerlei Probleme die jungfräuliche Geburt Jesu zu erklären. Dazu zeigt er anhand der Genetik, dass Jesus ein Mann mit XX-Chromosomen sein muss und außerdem hat er natürlich nicht das Gen der Erbsünde. Die besonderen Gene von Jesus ließen sich natürlich "problemlos" durch Untersuchung des Turiner Grabtuches nachweisen, es hat halt nur noch keiner gemacht. Es werden daher noch Sponsoren gesucht!

Tipler kann sogar in die Zukunft sehen. So wird sich nach seiner Meinung die Menschheit noch dieses Jahrhundert selbst durch neuartige Bomben vernichten. Aber das macht weiter nichts, denn die künstliche Intelligenz überlebt, weil ihr die radioaktive Strahlung nichts anhaben kann. Roboter werden unsere Zivilisation weiterführen bis zum Omegapunkt, an dem wir alle wiedergeboren werden und in ewiger Glückseligkeit bis in alle Ewigkeit weiterleben werden. Also keine Panik!

Auch die Dreifaltigkeit des christlichen Glaubens findet ihre physikalisch fundierte Erklärung. Die Urknall-Singularität ist der Heilige Geist, die Endsingularität ist Gott der Vater und die Verbindung der beiden Singularitäten ist Jesus. Tipler reduziert insgesamt den christlichen Glauben zunächst auf die Physik und anschließend die Physik wieder auf die Religion. Da fragt man sich, warum so umständlich? Wahre Christen brauchen keine Physik für ihren Glauben. Daher sollten Christen angesichts der Tatsache, dass endlich mal ein Physiker ihren Glauben stützt, keine Lobgesänge anstimmen, denn die Beweiskraft von Tiplers Argumenten ist äußerst gering und könnte sich leicht ins Gegenteil verkehren.

Fazit: soviel konzentrierter Unfug ist selbst in den abgedrehtesten Science Fiction Romanen nicht anzutreffen. Mit diesem Buch beschädigt Tipler nicht nur die Physik, sondern auch das Christentum, aber am Meisten beschädigt er sich selbst, denn nach diesem Machwerk kann man ihn beim besten Willen nicht mehr ernst nehmen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Sofern man nach wissenschaftlichen Hintergründen sucht, ist man definitiv mit anderen Werken besser bedient. Manche Ausführungen basieren auf haarsträubenden Hypothesen ohne experimenteller Grundlage, auch die Folgerungsweise ist oft zu unpräzise und deshalb verwirrend, wenig bis nicht überprüfbar. Wer allerdings gerne etwas Phantasievolles zu erzählen hätte und sich amüsieren möchte, findet hier besseren Stoff als herkömmliche Fantasyliteratur hergeben würde. Sofern man seinen Wahrheitsanspruch aufgibt und gern in Gedanken mit der Realität spielt, findet man hier durchaus gute Unterhaltung. Mit den richtigen Erwartungen macht es Spaß, das Buch zu lesen.
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch verfolgt einen sehr radikalen Ansatz zur naturwissenschaftlichen Untermauerung von religiösen Überzeugungen. Der Inhalt ist wirklich hochspekulativ, zeigt aber dennoch ganz klar, daß sich Glaube und Vernunft keineswegs ausschließen. Letzten Endes, denke ich, ist es genau das, worum es Tipler eigentlich geht. Zu zeigen, daß Glaube auch aus Sicht der Physik Sinn macht. Für einen Naturwissenschaftler, der gleichzeitig auch Christ ist und nicht feige genug, um diese Tatsache zu verleugnen, ein zweifellos sehr erstrebenswertes Ansinnen. Da ich selbst Naturwissenschaftler und ebenso Christ bin, bin ich Tipler für seinen Mut überaus dankbar. Ihm Wahnhaftigkeit zu unterstellen zeugt jedenfalls nicht gerade von großer spiritueller Begabung, noch zeugt es von viel naturwissenschaftlichem Sachverstand. Da hilft es auch nicht, wenn man versucht sich hinter seinen akademischen Titeln zu verstecken. Meiner Meinung nach ohnehin ein eher peinliches Bestreben. Tipler tritt vehement für seinen Glauben ein und scheut sich darüber hinaus auch nicht, sich der Kritik seiner kleingeistigen Kollegen auszusetzen. Daher unbedingt fünf Sterne.
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