Die Phoenix-Chroniken ist eine neue Buchreihe im Bereich der Urban Fantasy. Im Mittelpunkt steht Elizabeth Phoenix, ehemalige Polizistin, die nach dem Tod ihrer Pflegemutter Ruthie das Bewusstsein verliert und auf einmal von düsteren Visionen heimgesucht wird. In "Asche" lernen wir die Protagonistin kennen und begleiten Elizabeth in ihre erste Schlacht.
Eigentlich wartete Elizabeth gerade auf Verstärkung während der Mittagspause, da sie das Restaurant währenddessen niemals alleine bewältigen könnte. Auf einmal jedoch durchfährt sie die Gewissheit, zu ihrer Pflegemutter Ruthie zu fahren. Sie lässt alles stehen und liegen und macht sich auf den Weg, gerade noch rechtzeitig kommt sie an, um Ruthies letzte Worte zu vernehmen. Das Haus ähnelt einem Schlachtfeld, Ruthie liegt blutüberströmt auf dem Boden.
Elizabeth berührt Ruthie und auf einmal wird alles um sie herum schwarz. Erst im Krankenhaus wacht sie wieder auf, wo bereits zwei Kollegen des Morddezernates auf sie warten, um sie zu fragen, was geschehen ist und ob sie weiß, wo sich ihr Exfreund Jimmy Sanducci aufhält. Dieser ist dringend tatverdächtig, da zahlreiche Fingerabdrücke gefunden worden. Doch sie weiß von nichts. Sie kehrt nach Hause zurück und legt sich umgehend in ihr Bett. Als sie aufwacht, liegt sie dort nicht allein. Ein riesiger Mann befindet sich in ihrer Wohnung, der sich in einen Bären verwandelt. Elizabeth kann sich mit einem Silbermesser wehren, das unerklärlich auf ihrem Nachttisch liegt. Der Bär zerfällt zu Asche. Eine Menge Asche wurde auch neben Ruthies Leiche gefunden - Zufall? Jimmy weiß von diesen Gestaltwandlern, er hat das Messer beschafft und erzählt Elizabeth nun von Ruthies besonderer Gabe und seiner Aufgabe und dass Elizabeth nun diejenige sei, die Ruthies Gabe besitzt und entsprechend handeln muss. Nichts wird mehr so sein wie vorher und nichts ist, wie es scheint...
Elizabeth Phönix ist die Protagonistin dieser neuen Reihe, sie hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und muss für ihre neue Rolle noch sehr viel lernen. Dass sie hellseherische Kräfte hat, weiß sie schon lange, doch nun kommen nach und nach noch einige weitere Fähigkeiten hinzu, die sie auf unterschiedlichste Art und Weise erhält. Die Ich-Erzählerin lässt uns an ihrer Geschichte teilhaben und erzählt sehr offen aus ihrem Leben. "Asche" ist sehr dicht geschrieben, die Autorin hat wirklich viel in die Geschichte eingewoben, doch wirkt es nie überladen. Man findet Gestaltwandler, Vampire, Dhampire, Feen und einige mehr, doch nicht immer ist sofort klar, wer gut und wer böse ist. Ausführlich werden die Protagonisten charakterisiert und auch die Umgebung wird detailliert beschrieben. Ruthie erinnert ein wenig an Tante Dimity, Elizabeth an die Kautionsjägerin Stephanie Plum, jedoch auf Fantasy-Art, eine tolle Mischung! Handeland erzählt mitreißend, ein bisschen sexy und frech, auf jeden Fall äußerst unterhaltsam. Auf jeden Fall ein vielversprechender Auftakt, der neugierig auf die weiteren Teile macht!