Aus der Amazon.de-Redaktion
Am Tag ihrer Erstkommunion kann Sophie noch ganz auf Gott vertrauen. Auch wenn das elfjährige Mädchen die lateinischen Worte ihres eigenen Gebets nicht verstehen kann, so glaubt sie doch, dass das Leben im Schoß der Kirche glücklich werden kann. "Während sie durch den Irrgarten der labyrinthischen Verse schnurrte, fühlte sie sich, wie wenn sie durch das Buchsbaumlabyrinth lief, das Baron de Laterre im Schlosspark angelegt hatte", heißt es in Peter Pranges Roman
Die Philosophin: "Man schien ganz darin verloren, ohne Hoffnung, je ans Ende zu gelangen, doch wenn man einfach drauflos sauste, schaffte man es irgendwo doch."
Doch dann wird das Leben doch noch labyrinthischer als Sophie gedacht hat. Denn die Protagonistin lebt in einer gottlosen Zeit, die keine Autoritäten mehr anerkennen will, im Paris gegen Ende des 18. Jahrhunderts, am Vorabend der Französischen Revolution. Hier trifft Sophie den Aufklärer Denis Diderot, der gerade am größten und gewagtesten Buchprojekt der Geschichte arbeitet: der allumfassenden Enzyklopädie, die Kirche und Staat zu bedrohen scheint. Und schon ist Sophie mitten drin in einer Geschichte rund um Liebe, Verrat und persönliche Freiheit und um die Suche nach dem Glück des Lebens.
Sophie Volland stand jahrzehntelang an der Seite von Diderot, der zahlreiche Briefe an sie schrieb. Dass sie gelebt hat und nicht nur eine Fiktion des großen Denkers war, wissen wir nur aus ihrem Testament. Aus diesem dürftigen Material hat sich Bestseller-Autor Prange (Das Bernstein-Amulett, Die Principessa) einen faszinierenden Roman gemacht, der die Zeit des großen Umbruchs der Weltgeschichte anhand eines Einzelschicksals lebendig werden lässt. --Stefan Kellerer
Brigitte, 01.Oktober 2003
Peter Prange lässt die Kellnerin Sophie im 18. Jahrhundert in den Kreis der französischen Philosophen um Diderot und Rousseau geraten. Sie verliebt sich in Diderot und unterstützt ihn beim Schreiben seiner "Enzyklopädie". Am Ende aber verrät sie sein Werk - um ihm das Leben zu retten. Klingt schmonzettig, ist es aber nicht. Dieser Roman hat mir ein großes Stück Geistesgeschichte unterhaltsam näher gebracht. Bernhard Lill
BILD am Sonntag, 05. Oktober 2003
Eine außergewöhnlich starke, schöne und intelligente Heldin lässt den Leser nicht mehr los. Peter Prange steckt den Leser in die Tasche und lässt ihn erst wieder heraus, nachdem eine große Geschichte hinter ihm liegt.
Welt am Sonntag, 05. Oktober 2003
Er ist der Star des historischen Romans. Im letzten Jahr schrieb Peter Prange Die Principessa, einen opulenten Kunstkrimi um die Baumeister des barocken Rom. In seinem neuen Roman nimmt er sich die französische Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts vor: Diderot und Co, die gegen die Kirche für das Paradies auf Erden stritten. Kompetent und sinnlich führt Prange durch die Wirren der Aufklärung, verwebt Liebe und Philosophie zu einem prallen Opus über den Kampf um Diderots Enzyklopädie. Susanne Kunckel
Kurzbeschreibung
Paris, 1747. Von Gott und den Menschen verraten, gerät Sophie in die riesige Hauptstadt des Königreichs. Um zu überleben, arbeitet sie im Cafe "Procope", Treffpunkt der Freidenker und Aufrührer. Gegen ihren Willen verliebt sie sich in einen Gast: Denis Diderot. Der Philosoph plant das gefährlichste Buch der Welt seit der Bibel, eine Enzyklopädie mit dem ganzen Wissen der Menschheit - Sprengstoff für die morsche Monarchie. Schon bald begreift Sophie, dass es dabei um viel mehr geht als nur um ein Buch. Es geht um ihr eigenes Leben, ihr Recht auf Freiheit, Liebe und Glück.
Sophie ist von den neuen Ideen gleichzeitig fasziniert und verängstigt. Verfolgt von einem schrecklichen Kindheitserlebnis, bei dem sie ihre Mutter verlor, glaubt sie, dass Frauen wie sie weder lesen noch schreiben dürfen - und erst recht nicht lieben. Entsetzt wird sie Zeugin, wie die Bücher der Philosophen auf dem Scheiterhaufen brennen. Soll sie trotzdem ihrem Herzen folgen? Hin- und hergerissen zwischen Verstand und Gefühl, führt ihr Weg sie durch alle Schichten der Gesellschaft. Sie glaubt sich von ihrem Geliebten verraten und hält doch an ihrer Liebe fest. Als Vorleserin der Marquise de Pompadour, der ebenso schönen wie intelligenten Maitresse des Königs, begegnet sie am Hof von Versailles dem obersten Zensor Frankreichs. In ihm findet sie einen unerwarteten Verbündeten im Kampf für die Enzyklopädie - ohne zu ahnen, dass sie mit diesem Mann längst in einer geheimnisvollen, tragischen Beziehung steht ...
Über den Autor
Peter Prange, geboren 1955, studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie. Lebenskonzepte entwickeln und weiterentwickeln - das verbindet seine verschiedenen Tätigkeiten: als Autor von Romanen (u.a. "Das Bernstein-Amulett") und Sachbüchern, als Drehbuchautor und Unternehmensberater. Er lebt in Tübingen.Peter Prange, geboren 1955, studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie. Lebenskonzepte entwickeln und weiterentwickeln - das verbindet seine verschiedenen Tätigkeiten: als Autor von Romanen (u.a. "Das Bernstein-Amulett") und Sachbüchern, als Drehbuchautor und Unternehmensberater. Er lebt in Tübingen.