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Doch dann wird das Leben doch noch labyrinthischer als Sophie gedacht hat. Denn die Protagonistin lebt in einer gottlosen Zeit, die keine Autoritäten mehr anerkennen will, im Paris gegen Ende des 18. Jahrhunderts, am Vorabend der Französischen Revolution. Hier trifft Sophie den Aufklärer Denis Diderot, der gerade am größten und gewagtesten Buchprojekt der Geschichte arbeitet: der allumfassenden Enzyklopädie, die Kirche und Staat zu bedrohen scheint. Und schon ist Sophie mitten drin in einer Geschichte rund um Liebe, Verrat und persönliche Freiheit und um die Suche nach dem Glück des Lebens.
Sophie Volland stand jahrzehntelang an der Seite von Diderot, der zahlreiche Briefe an sie schrieb. Dass sie gelebt hat und nicht nur eine Fiktion des großen Denkers war, wissen wir nur aus ihrem Testament. Aus diesem dürftigen Material hat sich Bestseller-Autor Prange (Das Bernstein-Amulett, Die Principessa) einen faszinierenden Roman gemacht, der die Zeit des großen Umbruchs der Weltgeschichte anhand eines Einzelschicksals lebendig werden lässt. --Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anspruchsvolle Unterhaltung par excellence !,
Rezension bezieht sich auf: Die Philosophin (Gebundene Ausgabe)
Ein faszinierender Roman über die Philosophie und die Liebe!Die geneigte Leserschaft erlebt den Wandel Sophie Vollards vom quasi ungeschliffenen Rohdiamanten - mit großer Liebe zum geschriebenen Wort - zum funkelnden Edelstein: sie schreibt eigene Traktate zur ersten im Frankreich des Louis XV. erschienenen Enzyklopädie, sie redigiert und verändert den Inhalt, um die Enzyklopädie zu retten und zerstört damit scheinbar ihre Liebe: Die Geschichte beginnt damit, dass Sophie im Jahre 1747 als elfjährige die Hinrichtung ihrer Mutter miterleben muß. Angeblich wurde diese wegen Hexerei, ihrer Liebe zu einem Mann sowie aufgrund ihrer Liebe zu Büchern hingerichtet. Daher hat verbringt Sophie nahezu ihr ganzes Leben in Angst vor Büchern und vor der Liebe. Sophie wächst im Kloster auf, geht nach Paris und findet Arbeit im Café Procope. Einem Sammelpunkt der Dichter und Denker. Dort lernt sie Denis Diderot kennen und trotz aller Ängste und Bedenken zu lieben. Diderot gibt ihr nicht nur den Mut, ihrer Leidenschaft zu lesen, nachzukommen, sondern eröffnet ihr gewissermaßen auch das Tor zu ihrem eigenen Intellekt. Über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren begleiten wir die Ups and Downs der Beziehung zwischen Sophie und Diderot, ebenso wie das Gerangel um das Erscheinen der Enzyklopädie: Wissen ist Macht. Wer Wissen hat, hat Macht über das eigene Leben. Wenn das gemeine Volk zu viel Wissen hätte, würde nach Auffassung der katholischen Kirche - in Form des Beichtvaters der Königin, Pater Radominsky - das Gesetz Gottes außer Kraft gesetzt. Ergo: die katholische Kirche fürchtete um ihre Vorherrschaft. Daher setzte sie alles daran, die an dem Erscheinen der Enzyklopädie beteiligten Gelehrten und Philosophen zu verunglimpfen und die Enzyklopädie verbieten zu lassen. Teilerfolge sind auf beiden Seiten zu verzeichnen, bis schließlich ein Attentat auf Louis XV. im Jahre 1758 der Kirche eine neue Handhabe gibt und die Enzyklopädie im Jahre 1759 von Rom auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt wird. Sophie setzt alles daran, damit Diderots Lebenswerk - die Enzyklopädie - doch zu Ende geführt werden und erscheinen kann. Sie stellt das Erscheinen der Enzyklopädie über ihre Liebe zu Diderot... Atmosphärisch dicht, sprachlich brilliant, äusserst spannend und nebenbei auch noch ein lehrreicher Einblick in die Philosophie. Anspruchsvolle, spannende Unterhaltung, die mich völlig in den Bann gezogen hat. Fazit: „Denn das Lesen der Schriftzeichen war ihre Sucht" (über Sophie, S. 67). Süchtig kann man in der Tat werden und zwar nach Büchern, die genauso gut fabuliert sind, wie dieses. 5 Sterne mit Muß! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Philosophin,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Philosophin (Gebundene Ausgabe)
Die Inhaltsangabe überzeugte mich nicht ganz. Habe mir deshalb das Buch schenken lassen!! Und ich muss sagen- selten hat mir ein Buch soviel vermittelt. Nicht nur die Geschichte des Pariser Lebens im 17. Jahrhundert- nein auch die Liebesgeschichte zwischen der Kellnerin Sophie, welche heimlich unter der Bettdecke ihrer Leidenschaft dem Lesen nachkommt und dem Philosophen Denis Diderot- der seine phil. Ansichten über sein Leben und seine Liebe stellt. Immer wieder schafft es Peter Prange erneut unglaubliche Spannung aufkommen zu lassen. Das Buch liest sich flüssig und man will nicht aufhören!! Bei dreiviertel des Buches befürchtete ich schon einen mir nicht gewünschtes Ende- aber der Autor überrascht mit dem Ausgang.... Er scheint sich mit Liebesgefühlen auszukennen- so intensiv beschreibbt er diese. Ich kann nur sagen unbedingt Lesen!!
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So spannend kann Philosophie sein!,
Rezension bezieht sich auf: Die Philosophin (Gebundene Ausgabe)
Über Sophie Volland ist, so erfährt man im Anschluss an den Roman, nahezu nichts bekannt, außer, dass der französische Philosoph Diderot ihre einige Briefe geschrieben hat. Peter Prange gelingt es aber aus dieser Frau eine faszinierende Persönlichkeit zu machen, deren Leben durch die leidenschaftliche Liebe zu Diderot und seinem großen Werk, der Enzyklopädie, geprägt wird. Da ihre Mutter ein schreckliches Opfer des Aberglaubens wurde, setzt Sophie alles daran, die Aufklärung in Frankreich voranzutreiben. Selten habe ich ein so spannendes Buch gelesen, in dem man so viel über eine Zeit und ihre Ideen erfährt und dabei so gut unterhalten wird. Was für eine große geistige Umwälzung die Philosophie im 18. Jahrhundert bewirkt hat, wurde mir hier erst richtig klar.
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