Dieses Werk ist sicher nur geeignet, für jemanden, der sich sowohl im Mahayana Buddhismus als auch in der Philosophie auskennt. Es ist eine recht gute und kommentierte Übersetzung von Nagarjunas Hauptwerk, den "mittleren Versen". Nagarjuna beschreibt hierin auf philosophische Weise die Unmöglichkeit des unabhängigen Seins. Er benutzt philosophische Beweisführungen, um darzulegen, dass den Erscheinungen kein Wesenskern innewohnt. Allein das ist für den westlichen Menschen schon harte Kost; die Beweisführung selber aber ist genauso schwer, und so muss man schon bereit sein, wirklich damit zu arbeiten. Es ist gänzlich ungeeignet, für jemanden, der einfach nur über Buddhismus lesen will, für den, der sich mit Mahayana Buddhismus noch nicht auseinandergestzt hat,für den, der sich eben nicht mit Philosophie auseinandersetzen will.
Wer aber ernsthaft arbeiten will, für den ist Nagarjuna eine wahre Fundgrube und diese Übersetzung ist eine reife Leistung und wirklich gut. Sicher gibt es hier und da strittige Punkte, aber das bleibt halt nicht aus bei der Übersetzung eines solchen Werkes, im Grossen und Ganzen aber ist es sehr gut.
Ein Beispiesatz aus dem Werk Nagarjunas möge abschrecken oder anziehen:
Das (bereits) Begangene wird nicht (mehr) begangen, sowie das (noch) zu Begehende (noch) nicht begangen wird; abgelöst von Begangenem und zu Begehendem wird aber auch das momentan Begangene nicht begangen.
Denk mal drüber nach, und wenn Du nicht dahinter kommst, dann kauf dir dieses Werk!!!