Mit diesem Machwerk hat sich der Autor selbst übertroffen - nämlich an einer an Lächerlichkeit grenzenden Unfähigkeit angemessen mit historischen Stoffen umzugehen. Geschichte? Historischer Tatsachenbericht in lockerem Ton? Oder gar unterhaltsames Geplänkel? Ach was! Literatur ist dazu da, in geschmackloser Darstellung, Oberflächlichkeit, kurz Dummheit, erstickt zu werden! Nicht einmal ansatzweise kennt der Roman das Wort Struktur, die Beschreibungen sind derartig bombastisch, dass sie nur noch lächerlich wirken, die Akteure sind Pappfiguren, die blechern tönen, und geistige Höhenflüge gipfeln in intellektuellen Ausrufen wie "Mumpf, mumpf gib mit deinen Obelisken!" Das politische Wirken einer großen Königin beschränkt sich nach Autors plumper Feder darauf, dem begierigen Ruf des Unterleibs zu folgen. Der Leser fragt sich zurecht: Was soll das? Und: Braucht die Welt solch ein Buch? Antwort: Nein. Alle Geschmacklosigkeit hat ihre Grenzen - und hier hat sie unbestritten einen ihrer Höhepunkte erreicht. Schade ums Papier. Das hat es nicht verdient.