Um es vorweg zu sagen, das Buch hat mich nicht überzeugt. Da ist eine schießwütige Osteuropäerin die alle Probleme löst, indem sie am Fließband mordet. Ihre Komplizen können das auch. Tote wo man hinsieht. Da überfällt eine osteuropäische Bande eine Bank in Bretzfeld, ist dann so dämlich und bleibt drei Tage grundlos im Raum Heilbronn, obwohl ein Phantombild existiert und gerät dann in Panik, wenn zwei Polizisten in ihrer Nähe vespern. Nach dem Mord fahren sie in die Löwensteiner Berge um dort im Wald die Mordwaffen bei der Beute zu verstecken. Dort kommt ihnen eine Fußgängerin entgegen und einer der Täter, der kurz vorher eine Polizistin erschossen hat, erwägt ernsthaft diese Frau zu vergewaltigen. Hallo? Geht's auch eine Nummer kleiner? Das sind nur ein paar Beispiele. Diese Ungereimtheiten ziehen sich durch das gesamte Buch.
Weiterhin passt es nicht, dass Ausländerfeindlichkeit von den handelnden Personen unermüdlich verurteilt und beklagt wird, der Autor dann aber anhand seiner osteuropäischen Bande wirklich alle Klischees bedient.
Richtig genervt hat, dass das Lieblingsverb des Autors wohl "erläutern" ist. Beinahe auf jeder Seite, dann oft auch mehrfach, wird irgendetwas "erläutert", egal ob dieses Verb gerade passt oder nicht. Ein Lektor war hier mit Sicherheit nicht beteiligt.