Zu allererst will ich sagen, dass ich dieses Buch wie fast alle von Feist geradezu verschlungen habe. Es bleibt immer spannend, und alle die die anderen Bücher aus Midkemia gelesen haben werden sich freuen viele alte Bekannte wiederzutreffen wie Nakor, Miranda, Pug...etc. , die allesamt in Nebenrollen auftauchen. Die Hauptpersonen rekrutieren sich aber aus unverbrauchten Charakteren die so zu sagen die neue "Generation" wiederspiegeln. Wie zum Beispiel die Söhne von Pug und Miranda, oder auch die Hauptfigur Talon die man irgendwie als den neuen Thomas oder Eric bezeichnen könnte. Zeitlich ist dieses Buch etwa 40 Jahre nach dem "Schlangenkrieg" angesiedelt.
Allerdings gibt es nach meiner Ansicht auch einige Schwächen in diesem Werk, die ich nicht verschweigen will. Zum einen wird mir der Hauptcharakter mir doch einige male zu oft von der Schwelle des Todes zurückgeholt, zum anderen ist diese Figur nach meiner Ansicht etwas zu "perfekt" geraten. Egal was er anpackt er meistert es in kürzerer Zeit. Mit seinen unter 20 Jahren kann er es am Ende mit Legolas (bzw.Calin) ohne Probleme in Bogenschießen aufnehmen und mit Aragorn(bzw. Thomas) im Schwertkampf. Dazu sitzt er noch im Sattel wie ein junger Gott (bzw Ashanti), spielt mehrere Instrumente, malt sehr gut, beherscht so 6 Sprachen, gewinnt jedes Glücksspiel das er gewinnen will, und hat einen ungeheuren Schlag bei den Frauen. Und wenn dann einmal eine Schwäche auftaucht, ist sie innerhalb der nächsten Seite überwunden. Ein bisschen mehr menschliche Schwächen hätten hier gutgetan. Desweiteren sind die Motivationen und die Aktionen der Bösewichte für mich doch recht unlogisch, was man aber von vielen Fantasybüchern sagen kann.
Abschließennd kann ich sagen dass es sicherlich ein gutes aber kein herausragendes Buch von Feist ist, dass man flüssig und ohne das einen langweilig wird lesen kann.