Der Templerorden, Religion, Ägypten, Astronomie, Mystik. Das sind die Zutaten, aus denen Sierra einen wilden Mix zusammenrührt.
Die Story:
Satellitenfotos weisen in Frankreich an den Stellen, an denen eigentlich Kathedralen stehen, lediglich weiße Flecken auf. Man geht von einer Fehlfunktion aus, der verantwortliche Wissenschaftler wird gefeuert und versucht daraufhin, das Rätsel auf eigene Faust zu lösen. Er entdeckt, daß diese Kathedralen mit geheimen Symbolen und Hinweisen versehen sind.
Parallel spielt eine zweite Handlung im Mittelalter. Die Templer finden in Jerusalem einen wertvollen Gegenstand und bringen diesen nach Frankreich.
Natürlich hängen die beiden Geschichten zusammen und der große Plan der Templer soll in der Gegenwart seine Vollendung finden.
Alle Zutaten lassen einen vermuten, das hier ein weiterer "Dan Brown"-Klon vorliegt. Allerdings ist dieses Buch 2000 erschienen, also zeitgleich mit Illuminati und vor Sakrileg.
Die Geschichte ist am Anfang spannend, wird aber umso wirrer, je mehr man sich der Auflösung nähert, da sich keine natürliche Erklärung für die Phänomene, sondern vielmehr eine überirdische (göttliche) Lösung abzeichnet. Der Spannungsaufbau ist gelungen, das Ende wirkt dann aber etwas überhastet und bleibt eigentlich auch offen.
Zu erwähnen ist noch, daß es auch eine illustrierte Ausgabe gibt, die mir vorliegt. Hier gibt es jede Menge Fotos, die das Geschriebene belegen. Das ist die eigentliche Stärke des Romans und die Parallele zu Dan Brown: Jede Menge belegbare Fakten werden zu einer Fiktion verwoben, die in der Summe dann wieder irgendwie plausibel erscheint.