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Die Pest
 
 
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Die Pest [Taschenbuch]

Albert Camus , Uli Aumüller
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die nordafrikanische Stadt Oran wird von einer Pest heimgesucht. Camus baut anfangs die Spannung gekonnt auf, kann sie jedoch nicht durchhalten. Vielmehr stehen -- während die Pest so vor sich hintümpelt -- einige Stadtbewohner im Schlaglicht des Nobelpreisträgers Camus.

Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt und Camus schildert die Reaktionen und Bemühungen der Bürger. Die Epidemie schafft die absolute (?) Gerechtigkeit. "Aber wenigstens sitzen alle im selben Boot" (S.220). Keine(r) kann ihr entkommen. Keine(r) kann aber auch der Bürokratie entkommen. Beide gleichen sich. "Aber es war so, als habe die Pest sich auf ihrem Höhepunkt gemütlich eingerichtet und verrichte nun ihre täglichen Morde mit der Präzision und Regelmäßigkeit eines guten Beamten" (S.267). Die Pest bringt das Wirtschaftsleben zum Erliegen und schafft so die Erwerbslosen, die zu niedrigeren Arbeiten (Organisation der Isolation, Bestattung) eingesetzt werden. Der Fortschritt zu mittelalterlichen Pestepidemien besteht in der Führung von Karteikarten über die Toten (S.199).

Camus geißelt mit der Pest alle Ideologien und die Bürokratie. Doch diese Botschaft geht auf Kosten von Spannung, Handlungsdichte und Detailtreue. So schreibt er z.B. von einer kleinen Stadt (S.82), mit zweihunderttausend Einwohnern (S.90), die später, nach all den Toten, auf "einige hundertausend Menschen" (S.213) zunimmt. Lesenwert, doch keineswegs so mitreißend, wie ich es mir vorstellte. Herbert Huber

Audiobook-Rezensionen

Der 1947 erschienene Klassiker „Die Pest“ schildert die Agonie der Stadt Oran. Im zeitgenössischen Kontext kann man die Pest als Metapher für den Nationalsozialismus, etwas weiter gefasst als Sinnbild für Unmenschlichkeit und Schrecken sehen. Mit seinem allegorischen Charakter schildert der Roman nüchtern, im chronikartigen Bericht den Verlauf der Seuche: ihre „Gerechtigkeit“, ihr Arbeiten, das einer „endlosen Tretmühle“ gleicht, und das gänzliche Fehlen von Helden und glänzenden Taten.

Ulrich Matthes’ Stimme kommt dem lakonisch-berichtenden Stil sehr entgegen. Sie vermittelt die Alarmstimmung, die Gleichgültigkeit, schließlich die Sehnsucht nach Freiheit, die Hoffnung; gleichzeitig lotet sie perfekt die vielen philosophischen Fragestellungen aus. Matthes ist einer der gefragtesten Bühnen- (Berliner Schaubühne und Münchner Kammerspiele) und Filmschauspieler (z. B. in Tom Tykwers „Winterschläfer“). Mittlerweile hat er sich auch als Sprecher von Hörbüchern einen Namen gemacht.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Arzt Bernard Rieux: Schon zu Beginn, als noch niemand in der Stadt auch nur an die Pest denkt, steht seine Diagnose fest: Den dahingerafften Ratten werden die Menschen folgen! Doch bis die Behörden endlich in die Gänge kommen, vergeht kostbare Zeit. Unermüdlich versucht Rieux zu retten. Um den Arzt gruppieren sich der zufällig in der Stadt weilende Journalist Rambert, der anfangs zu seiner Geliebten nach Paris fliehen will, dann aber bleibt, der Jesuitenpater Paneloux und Tarrou. Auch sie setzen alles daran, Menschen zu retten. Dramatischer Höhepunkt der tödlichen Entwicklung ist das sinnlose Sterben eines kleinen Jungen. Sinnlos und absurd ist auch das Sterben des Paters, des Freundes Tarrou und der Ehefrau des Arztes. Kurz vor Ausbruch der Pest war sie in ein Sanatorium außerhalb der Stadt gegangen. Am Ende gibt sich der Verfasser der Chronik als der Arzt Rieux zu erkennen, für den die Pest eine endlose Niederlage war und ist. Denn „der Pestbazillus stirbt niemals aus oder verschwindet ...“

Albert Camus, 1913 in Mondovi/Algerien geboren und 1960 bei einem Autounfall ums Leben gekommen, zählt zu den bedeutendsten Existentialisten mit ausgeprägt moralisch-philosophischem Ansatz. Sein Buch „Mensch in der Revolte“ (1951) besiegelte den Bruch mit Jean Paul Sartre. 1957 erhielt Camus den Nobelpreis für Literatur (Auszüge aus seiner Dankesrede sind im Booklet zu lesen). Weitere Werke: „Der Fremde“ (1940), „Der Mythos des Sisyphos“ (1942), „Die Pest“ (1947), „Der Fall“ (1956). Lesung, Spieldauer: ca. 191 Minuten, 3 CDs. Mit Booklet. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Pest
OT La pesteOA 1947 DE 1948 Form Roman Epoche Moderne
Mit dem in Form einer allegorischen Chronik angelegten Roman Die Pest gelang Camus eine der wichtigsten literarischen Vergangenheitsbewältigungen der französischen Nachkriegszeit. Camus verstand sein Werk als literarisches und historisches Dokument sowie Mahnmal gegen jede Art von Gewalt und Terror, als Aufruf zu gesellschaftlicher Solidarität und kollektivem Engagement in Zeiten der Not.
Inhalt: Die frei erfundene Handlung spielt in den 1940er Jahren in der nordafrikanischen Stadt Oran. Sterbende Ratten sind das erste Anzeichen der Pest, die das Volk zunächst nicht wahrhaben will. Als die Seuche immer mehr Menschenleben fordert, wird die Stadt unter Quarantäne gestellt. Der Arzt Rieux organisiert den Widerstand gegen die Seuche, unterstützt vom Pariser Journalisten Rambert, dem kleinen Angestellten Grand und dem gemäßigten Ideologen Tarrou. Die freiwilligen Hilfstrupps setzen sich unermüdlich für die Rettung von Menschenleben ein. Nutznießer der Tragödie sind der Kriminelle Cottard und der Jesuit Paneloux. Tarrou, mit dem sich Rieux angefreundet hat, stirbt als einer der Letzten an der Pest, als die Bevölkerung schon die Befreiung von der Seuche feiert. Sein Tod erscheint ebenso absurd wie das Sterben von Rieux’ Frau, die er im Sanatorium außerhalb der Stadt in Sicherheit glaubte.
Camus beschreibt ein kollektives Leid, das eine Gemeinschaft ereilt. Er zeigt die Auswirkungen auf das moralische Klima in der Stadt und Verhaltensweisen einzelner Personen, die sich der Seuche entweder widersetzen oder sie für ihre Zwecke nutzen. Die Symptome einer allegorischen Bedeutung der Pest häufen sich im Verlauf des Textes und werden durch wiederholte Vergleiche von Pest und Krieg bestätigt. Mit der Beschreibung der Aktionen der Sanitäter, die sich gegen eine scheinbare Übermacht behaupten, würdigt Camus im literarischen Gleichnis die Leistung der französischen Widerstandsbewegung. Die Kollaboration besteht in der Nutznießung der Seuche durch Schmuggler, Kriminelle und den Geistlichen Paneloux. Auch wenn die Pest am Ende besiegt ist, wird davor gewarnt, dass der Triumph nicht endgültig sein kann.
Aufbau: Der Roman Die Pest ist wie das klassische Drama in fünf Teile gegliedert, die insgesamt 30 Kapitel umfassen. Im ersten Teil werden erste Anzeichen der Pest geschildert. Der zweite Teil zeigt das Fortschreiten der Seuche, die im dritten Teil ihren Höhepunkt erreicht. Am Ende des vierten Teils kündigt sich das Schwinden der Seuche an, das im fünften und letzten Teil beschrieben wird. Der angebliche Chronist der Ereignisse, der Arzt Rieux, gibt an, das Geschehen direkt im Anschluss aufgezeichnet zu haben sowie objektiv und umfassend zu berichten. Trotzdem beschränkt er sich nicht auf Wiedergabe des äußeren Geschehens, sondern lässt den Leser an inneren Konflikten der Figuren teilhaben. Der Erzähler reflektiert auch über das Erzählen selbst, insbesondere über die Frage der wirklichkeitsgetreuen Darstellung.
Wirkung: Mit dem Roman gelang Camus endgültig der literarische Durchbruch. Von der Kritik durchweg gelobt, entwickelte sich das Buch schnell zum Verkaufsschlager. Der Bezug zur jüngsten (Kriegs-)Vergangenheit wurde 1947 in ganz Europa verstanden. Das Solidaritätskonzept, das Camus in seinem Werk entwickelt, beansprucht für jede vergleichbare Spannungssituationen Geltung. S. Na. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Albert Camus' erfolgreichster Roman in der neuen Übersetzung von Uli Aumüller ­ «Die Pest», 1947 in Frankreich erschienen, gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Der Roman wurde zumeist als politische Allegorie oder als existentialistische Parabel gelesen. Albert Camus seziert hellsichtig das menschliche Handeln im Angesicht der Katastrophe: Die algerische Stadt Oran wird von einer rätselhaften Erscheinung heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Straßen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber. Schließlich erkennt man: Die Pest wütet in der Stadt. Erst nach einem scheinbar endlosen Jahr verschwindet die Seuche, und die Überlebenden feiern ihre Erlösung. «Natürlich wissen wir, daß die Pest ihr Gutes hat, daß sie die Augen öffnet, zum Nachdenken zwingt. Aber gleichgültig, welche Größe einzelne ihr abgewinnen, muß man ein Irrer, ein Verbrecher oder ein Feigling sein, um die Pest zu bejahen.» (Albert Camus)

Klappentext

Auszug aus dem Inhalt

"Die Wette unserer Generation"

Camus' Leben und Werk

Entstehungsgeschichte und Quellen der "Pest"

Inhalt der "Pest"

Struktur und Erzähltechnik der "Pest"

Haupt- und Nebenperson der "Pest"

Bedeutungsebenen der "Pest"

Die thematische Vernetzung der "Pest"

"Die Pest" im Kontext von Camus' Werk

Oran

"Der Belagerungszustand"

"Der Ungläubige und die Christen"

"Der Mythos von Sisyphos"

"Briefe an einen deutschen Freund"

"Der Mensch in der Revolte"

Aspekte zur Diskussion - Stimmen der Kritik

Der verborgene Gott

Das Böse in der Welt

Revolte und Resignation

Benutzte und weiterführende Literatur -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Albert Camus wurde am 7. 11. 1913 bei Annaba (Algerien) als zweiter Sohn einer europäischen Einwandererfamilie geboren. Der Vater, ein Franzose, fiel 1914 im Krieg, die spanischstämmige Mutter musste die Kinder als Putzfrau ernähren und der dominanten Großmutter zur Erziehung überlassen. Camus wuchs in einem armen Stadtviertel Algiers auf. Dort besuchte er die Ecole primaire; 1924 konnte er als Stipendiat in das Lycée von Algier eintreten. 1930 Erkrankung an Lungentuberkulose. Nach dem Abitur Aufnahme eines Philosophiestudiums, das Camus durch Gelegenheitsarbeiten finanziert. Gleichzeitig erste schriftstellerische und künstlerische Versuche. 1934 erste Ehe, die 1940 geschieden wurde. 1938-1940 Arbeit als Journalist bei der progressiven Zeitung «Alger républicain» (später «Soir républicain»). Camus` Artikelfolge über das Elend der algerischen Landbevölkerung und das Verbot der Zeitung machten ihm eine weitere berufliche Betätigung in Algerien unmöglich. Daher 1940 Übersiedlung nach Frankreich. Mit seiner zweiten Frau, Francine Faure, kehrte er 1941 nach Algerien zurück, wo beide als Lehrer arbeiteten. 1942 Kuraufenthalt im französischen Bergland. Eine Anstellung als Lektor bei Gallimard und die Zugehörigkeit als Résistance - Camus übernahm 1944/45 die Leitung der Widerstandszeitung «Combat» - banden ihn zunehmend an Paris. Freundschaftliche Beziehungen zu Sartre und dessen existenzialistischem Kreis. 1946-1952 Reisen in die USA, nach Südamerika und mehrmals nach Algerien. An der mit Härte und Leidenschaft geführten Debatte um «Der Mensch in der Revolte» (1951) scheiterte die freundschaftliche Beziehung zu Sartre. 1958 begann er mit der Arbeit an dem erst 1994 postum veröffentlichten Roman «Der erste Mensch». Am 4. Januar 1960 verunglückte Camusbei einem Autounfall tödlich.
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