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Die 17-jährige Claire ist ungewollt schwanger von einem ungeliebten Mann. Deshalb plant sie, das Kind anonym in einer fremden Stadt zu entbinden und es zur Adoption freizugeben. Um unangenehmen Fragen zu entgehen, versteckt sie ihren Körper unter weiten Kleidern und ihre wahren Gefühle hinter einer barschen Fassade. Einzig die Arbeit als Perlenstickerin im Haute-Couture-Atelier von Madame Melikian bringt Freude in ihr Leben. Nach und nach bekommt diese durch das diffizile Handwerk auch Zugang zum Herzen der jungen Frau.
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In Cannes, Deauville und auf anderen Festivals mit Auszeichnungen geehrt, begeistert Eleonore Fauchers Drama als scharf beobachtetes Frauenporträt und als Studie über einen aussterbenden Beruf. Faucher, die das Drehbuch zusammen mit Gaelle Mace verfasste, findet in Lola Naymark ("Monsieur Ibrahim") und Ariane Ascaride überzeugende Protagonistinnen und zusammen mit Pierre Cottereau wahrhaft magische Bilder für ihre zwar langsam erzählte, aber höchst berührende Story.
Blickpunkt: Film
Fast drei Jahre schrieb Eléonore Faucher am Drehbuch, bevor sie die erste Version dem CNC vorstellte. Nach einigen Änderungen gelang der jungen Regisseurin mit ihrem ersten Langfilm eine zärtliche Liebeserklärung an die Freundschaft über Generationen hinweg. Die Annäherung zwischen einer jungen schwangeren Frau und einer älteren Haute-Couture-Stickerin wird zur Reflexion über das Leben, die Stickerei zur Metapher des Kinos.
Bei der Betrachtung eines Films denkt man kaum an die Arbeit derjenigen, die ihn durch Technik überhaupt möglich machen. Das gleiche gilt für ein Model auf dem Laufsteg, die Bewunderung gilt dem fertigen Kleidungsstück und dem Couturier, aber eigentlich nie 'der stundenlangen Arbeit der Hände', die das erst möglich machten, so Eléonore Faucher.
Zu Beginn der Geschichte steht die junge Claire im Mittelpunkt. Die Kassiererin im Supermarkt ist schwanger und will weder den unreifen Vater noch das Kind. Kollegen, Freunden und Familie erklärt sie die auffallenden Rundungen mit einem 'Krebsleiden'. Sie plant in der nächst größeren Stadt eine anonyme Geburt und Freigabe zur Adoption, dann soll alles weitergehen wie bisher. Nur nicht nachdenken. In ihrer Freizeit stickt sie fantasievolle Muster und bewirbt sich auf Anraten einer Freundin bei Mme Melikian (Ariane Ascaride), eine bekannte Haute-Couture-Stickerin, die den Tod ihres Sohnes nicht verwinden kann. Die beiden Frauen reden nicht viel miteinander, arbeiten an Perlen und Pailletten und während das Kunstwerk wächst, nimmt auch die (immer noch spröde) Kommunikation zwischen ihnen zu. Irgendwann erzählt die Ältere von ihren einstigen Ängsten vor Geburt und Schwangerschaft und nach einigen Umwegen entscheidet sich die 17-Jährige für das Baby im Bauch, für das selbstbestimmte Leben.
Mit großer Intensität aber auch mit großer Langsamkeit entwickelt die Newcomerin verschiedene Handlungsstränge, ohne ihre beiden Heldinnen aus dem Auge zu verlieren. Manchmal gelingt ihr eine visuelle und fast magische Zauberei, wenn sie den Blickwinkel durch das transparente Tuch auf die Stickerinnen richtet. Das Tempo wirkt gedrosselt, die Dialoge sind manchmal etwas zäh und mühsam. Dagegen stimmt die Emotionalität, vielleicht weil die Regisseurin eigene Erfahrungen wie Geburt der Tochter und Tod der Großmutter verarbeitet hat und einfließen lässt.
'Die Perlenstickerinnen' ist kein perfekter, aber ein zu Herzen gehender Film, der trotz Mängel wie bei einem alten Instrument eine verborgene Saite anschlägt und zum Klingen bringt, gleichzeitig der fast verschwundenen Handwerkskunst, der Perlenstickerei, ein Denkmal setzt. mk.
Bei der Betrachtung eines Films denkt man kaum an die Arbeit derjenigen, die ihn durch Technik überhaupt möglich machen. Das gleiche gilt für ein Model auf dem Laufsteg, die Bewunderung gilt dem fertigen Kleidungsstück und dem Couturier, aber eigentlich nie 'der stundenlangen Arbeit der Hände', die das erst möglich machten, so Eléonore Faucher.
Zu Beginn der Geschichte steht die junge Claire im Mittelpunkt. Die Kassiererin im Supermarkt ist schwanger und will weder den unreifen Vater noch das Kind. Kollegen, Freunden und Familie erklärt sie die auffallenden Rundungen mit einem 'Krebsleiden'. Sie plant in der nächst größeren Stadt eine anonyme Geburt und Freigabe zur Adoption, dann soll alles weitergehen wie bisher. Nur nicht nachdenken. In ihrer Freizeit stickt sie fantasievolle Muster und bewirbt sich auf Anraten einer Freundin bei Mme Melikian (Ariane Ascaride), eine bekannte Haute-Couture-Stickerin, die den Tod ihres Sohnes nicht verwinden kann. Die beiden Frauen reden nicht viel miteinander, arbeiten an Perlen und Pailletten und während das Kunstwerk wächst, nimmt auch die (immer noch spröde) Kommunikation zwischen ihnen zu. Irgendwann erzählt die Ältere von ihren einstigen Ängsten vor Geburt und Schwangerschaft und nach einigen Umwegen entscheidet sich die 17-Jährige für das Baby im Bauch, für das selbstbestimmte Leben.
Mit großer Intensität aber auch mit großer Langsamkeit entwickelt die Newcomerin verschiedene Handlungsstränge, ohne ihre beiden Heldinnen aus dem Auge zu verlieren. Manchmal gelingt ihr eine visuelle und fast magische Zauberei, wenn sie den Blickwinkel durch das transparente Tuch auf die Stickerinnen richtet. Das Tempo wirkt gedrosselt, die Dialoge sind manchmal etwas zäh und mühsam. Dagegen stimmt die Emotionalität, vielleicht weil die Regisseurin eigene Erfahrungen wie Geburt der Tochter und Tod der Großmutter verarbeitet hat und einfließen lässt.
'Die Perlenstickerinnen' ist kein perfekter, aber ein zu Herzen gehender Film, der trotz Mängel wie bei einem alten Instrument eine verborgene Saite anschlägt und zum Klingen bringt, gleichzeitig der fast verschwundenen Handwerkskunst, der Perlenstickerei, ein Denkmal setzt. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Ausgezeichnetes Drama über die Begegnung zweier unterschiedlicher Frauen in einer Perlenstickerei.
Kurzbeschreibung
Von einem ungeliebten Mann ist die 17-jährige Claire ungewollt schwanger. Deshalb plant sie, das Kind anonym in einer fremden Stadt zu entbinden und es zur Adoption freizugeben. Um unangenehmen Fragen zu entgehen, versteckt sie ihren Körper unter weiten Kleidern und ihre wahren Gefühle hinter einer barschen Fassade. Einzig die Arbeit als Perlenstickerin im Haute-Couture-Atelier von Madame Melikian bringt Freude in ihr Leben. Nach und nach bekommt diese durch das diffizile Handwerk auch Zugang zum Herzen der jungen Frau.
Produktbeschreibungen
Eurovideo Die Perlenstickerinnen, USK/FSK: oA VÃ--Datum: 16.01.06