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Die Perfektionierer: Warum der Optimierungswahn uns schadet - und wer wirklich davon profitiert [Broschiert]

Klaus Werle
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

18. Januar 2010
Immer mehr Menschen streben das perfekte Leben an, für sich und bereits für die eigenen Kinder – ob es um Fitness, Schönheit, Jugendlichkeit, schulische oder berufl iche Erfolge geht. In seinem Augen öff nenden Buch zeigt Klaus Werle, wer davon wirklich profi tiert: eine Industrie aus privaten Bildungsanbietern wie Nachhilfeinstituten, Privatschulen und Karriere-Coaches. Die Unternehmen, für die wir in Schule, Studium und Beruf das Letzte geben und denen wir als aktive Kunden freudig teure Serviceleistungen abnehmen. Und nicht zuletzt der Staat, der weniger für Gesundheit und Renten ausgeben muss, sowie ganze Branchen, die vom Wunsch nach dem Besonderen und ethisch Guten leben. Doch der Perfektionswahn hat bislang unbekannte prekäre Folgen für den Einzelnen, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Klaus Werle deckt sie auf und entlarvt die perfektionistischen Denkfehler. Eine fällige Abrechnung.

Wird oft zusammen gekauft

Die Perfektionierer: Warum der Optimierungswahn uns schadet - und wer wirklich davon profitiert + Die Kunst der Selbstausbeutung: Wie wir vor lauter Arbeit unser Leben verpassen
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Produktinformation

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (18. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593390930
  • ISBN-13: 978-3593390932
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 247.512 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

30.01.2010 / Süddeutsche Zeitung: Abschied von den Perfektionierern "Werles lesenswertes Buch fügt sich gut in den Trend der Zeit, Wohlstand neu zu denken: Weg vom Bruttosozialprodukt und zumindest ein Stück weit hin zum 'Bruttosozialglück'.

01.03.2010 / Wirtschaftswoche: Immer auf der Überholspur "Die Lektüre lohnt, was vor allem an Werles leicht verständlichem Schreibstil liegt. Und an der Tatsache, dass sich jeder in dem Buch wiedererkennen wird - egal, ob Student, Berufseinsteiger oder Führungskraft."

25.03.2010 / Bild.de: Perfektion schadet der Karriere "Ein perfekter Lebenslauf und 50-Stunden-Wochen helfen dann nicht mehr weiter, wenn Qualitäten gefragt sind, die für die Karriere wirklich wichtig sind: Innovationen, unorthodoxe Lösungen und vernetztes Denken."

25.03.2010 / Annabelle: Gut ist nicht gut genug "Eine kluge Analyse und ein warmes Plädoyer für mehr Gelassenheit."

27.03.2010 / Die Welt: Gegen den Perfektionismus "Denkanstöße für ein entspannteres und erfülltes Leben - auch ohne Vollkommenheit."

27.05.2010 / Stern - Gesund leben: Der Verlust der Einzigartigkeit "Ein eindrucksvolles Buch."

09.07.2010 / Handelsblatt: Höchstleistung schon im Kindergarten "Dem Journalisten Werle ist eine amüsante, anregende und nachdenklich stimmende Gesellschaftskritik gelungen, die in der Auswahl der Beispiele und der zahlreichen Quellen aus Soziologie und Psychologie den professionellen Schreiber erkennen lässt."

28.08.2010 / Oberösterreichische Nachrichten: Wider den Wahn der Perfektion "Ein gutes Buch."

01.09.2010 / Vital: Jetzt bin ich dran "Ein Buch, das schon beim Lesen entspannt."

17.12.2010 / Freundin Wellfit: Schräg zu singen macht auch Spaß "Der Autor motiviert auf unterhaltsame Art, gut und entspannt statt perfekt und gestresst zu sein."

Über den Autor

Klaus Werle, Jahrgang 1973, studierte Geschichte, Anglistik und Germanistik an der Universität Heidelberg und der University of Exeter. Er ist Absolvent der Henri-Nannen-Journalistenschule und hat unter anderem für den Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Frankfurter Rundschau geschrieben. Klaus Werle arbeitet als Redakteur beim manager magazin für das Ressort Karriere und lebt in Hamburg. »Die Perfektionierer« ist sein drittes Buch.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema - plattes Buch 15. März 2010
Format:Broschiert
Klaus Werle greift in "Die Perfektionierer" ein wichtiges Thema auf; immer stärker wird der Trend zur Perfektion. Wir wollen schöner, reicher, klüger sein, das Leben in den vollsten Zügen genießen und die Kinder allerbestens ausbilden, eine Spirale, die sich ins Absurde dreht. Klar, dass hier einiges auf der Strecke bleibt, was viel wichtig wäre. Dazu gehören Werte, Erlebnisse, Maß, Verstand und Kreativität. Trotz einem Eingangsteil, den Werle den Ursachen widmet, und dem wiederholten Einflechten soziologischer Theorien bleiben Analyse und Konsequenzen flach. Nicht umsonst wurde "Perfektion" noch nie zur wichtigen theoretischen Kategorie erhoben. Es fehlt Werle konsequenterweise der Anschluss an eine überzeugende Theorie, die auch ein locker geschriebenes Sachbuch benötigt, soll es seinen Preis und seinen Platz im Buchhandel wert sein. Als gelernter Spitzenjournalist kann Werle pointiert schreiben. Allerdings fällt die Pointierung vor allem am Anfang so stark aus, dass ich mich häufiger fragte, was er mit diesem Satz oder jenem Abschnitt eigentlich inhaltlich sagen wollte. So gesehen ist das Buch ein Beispiel dessen, was es kritisiert: Perfekter Text, professionell aufgemacht, bestens beworben, Inhalt solala. Doch diese Analyseebene fehlt im Text wie im Konzept des Buches: Wie verhält sich eigentlich der perfekte Schein zum Inhalt? Angesprochen wird das immer wieder - wie so viele Phänomene. Es gibt Daten, Theorieversatzstücke, Beispiele. Aber durchdacht wird das Ganze eben nicht. Schade, dass mit einem solchen etwas aufgeregten und gleichzeitig lauen Buch die Chance vertan wird, das wichtige Thema unserer perfekten Oberflächen ernsthaft zu diskutieren.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Klaus Werle stellt die These auf, dass bei aller Mühe, herausstechend zu sein, die Perfekten sich zu sehr gleichen. Am Ende hätten nur die Bildungsanbieter, Coaches und Lifestyle-Branchen verdient. Laut Buchrücken eine fällige Abrechnung".
Klaus Werle liefert wirklich eine Abrechnung mit manch übertriebenem Perfektionsanspruch. In Zeiten von politisch diskutierten Elite-Universitäten, kommunal angepriesenen internationalen Kindergärten und regelmäßigen Fernsehreportagen über Eltern, die ihren Kindern nur das Beste" bieten wollen findet er dabei eine breite Basis an öffentlichkeitswirksamen Beispielen.
So sehr man sich auch bemüht, seiner These zu widersprechen, es finden sich im näheren und weiteren eigenem Umfeld echte" Beispiele, die denen von Werle gleichen. Seien es die Kombination von Billigflug mit dem exklusiven Lebensmitteln, der Wettstreit um Kontakte im Web 2.0, im Lebenslauf nennbare Auslandssemester oder prestigeträchtige Praktika oder die Gewissensversöhnung mit Bio- und Regionalartikeln, natürlich handverlesen und perfekt inszeniert. Der Leser kommt nicht umhin, Kapitel für Kapitel zustimmend zu nicken.
Durch den Einblick in verschiedene Lebensläufe, die exemplarisch für die Nachbarskinder, den Kollegen oder doch auch für die eigenen Weltanschauungen stehen könnten, gelingt es Werle, aufzuzeigen, wie manches Verhalten den eigentlich gewünschten Zielen eher kontraproduktiv gegenübersteht. Dabei schreibt er so nah am Geschehen und dennoch thematisch weit gefasst, dass man sich inmitten eines scheinbar unausweichlichen Perfektionierungsdrangs voller Absurditäten befindet.
Auf der Suche nach den Ursachen für diesen kulturellen Wandel finden sich Geschichten über erfolgreiche Talentwettbewerbsteilnehmer wie Paul Potts, die aufzeigen, dass - scheinbar - alles möglich ist in unserer Multioptionsgesellschaft". Natürlich ist Luxus mittlerweile für Jedermann erschwinglich" und im direkten Vergleich mit Nachbars Hab und Gut auch unerlässlich aufzurüsten. Welch ein Glück, dass es das Internet mit seinen sozialen Präsentationsflächen gibt, auf denen all das zur Schau gestellt werden kann.
Für Werle sind die Symptome daher offensichtlich und bilden den Hauptteil des - mit entsprechend innerer Distanz - durchaus amüsant zu lesenden Buches. Die stolzen Eltern erfolgreicher Babys, die wenig älter diverse Zertifikate und ehrenamtliche Würden sammeln, schaffen bereits die Basis durch fremdsprachliche Kindergärten und vorschulische Bildungseinrichtungen.
Trotz bester Vorbereitung scheitern diese Karrierewege jedoch bereits zu Beginn. Vorgesetzte wissen das Engagement und die Kompetenzen zwar zu nutzen, die Zahl der perfekten" und damit gleichen Bewerber für einen steilen Weg nach oben ist jedoch zu groß. Da hilft es auch nicht, den eigenen Körper zu tunen, selbst wenn Umfragen eine Kausalität von Karriere und Aussehen ergeben haben. Die Lifestyle-Industrie dankt es ihren Kunden dennoch.
Die, die nicht gleich ihren Körper optimieren wollen, können ihr Geld für ein gutes Gewissen investieren. Werle schreibt über Ökotouristen, Boykott von Produkten, die durch Kinderarbeit entstanden sind und die Entwicklung der Selbstbedienungskultur, die Unternehmen riesige Gewinne erwirtschaften" lässt. Schließlich sei auch die Angst vor der Rentenarmut, die Werle in Kombination mit gestiegenen Provisionen im Versicherungsgeschäft als Grund für die Verkaufserfolge der Riester-Rente anführt ein Indiz für die Kultur einer eigenen Verantwortung für die eigene Zukunft.
Beim Gedanken an die Zukunft ist schnell das Kapitel der Partnersuche erreicht. Natürlich suchmaschinenoptimiert im Internet. Natürlich, das kostet - aber wer sich selbst perfektioniert, sucht seinesgleichen - auch, wenn es scheinbar aussichtslos wird.
Das Leben im Optimum: Die Hochzeit als Event der Selbstinszenierung, Fortpflanzung als Risikomanagement und pränatale Chancenmaximierung, der Tod als letzte Möglichkeit, sich per Spektakel unsterblich zu machen," fasst Werle die ins Drastische gesteigerten Spielarten des Strebens nach Perfektion" zusammen.
Wie gut, dass im letzten Teil des Buches Lösungsmöglichkeiten zum Umgang mit den perfektionistischen Paradoxien geboten werden. Folgerichtig ist der Gleichheit durch Individualität zu entkommen. Wer Sinnzusammenhänge gut kombiniert und sich nicht scheut, um die Ecke zu denken und neue, innovative Lösungen zu benennen, hat gute Chancen, gesehen zu werden.
Mit etwas Gelassenheit kann gut auch manchmal besser als perfekt sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In der Perfektionismusfalle 22. August 2010
Format:Broschiert
Werles Darstellung des Geflechts von Bedingungen und Folgen eines Perfektionierungsdenkens leuchtet ein. Viele anschauliche Beispiele zeigen, in welche Lebensbereiche es vorgedrungen ist. Seine Hinweise auf die verschiedenen Risiken der Perfektionismusfalle sind schlüssig und nachvollziehbar. Eine stärkere Gewichtung und Ausleuchtung der psychosozialen Folgen dieser Denkweise könnte man sich wünschen. Ein nachdenklich stimmendes Buch, das vor den Gefahren des Ausbrennens warnen kann.
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