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Im Original erschien das in mehrerlei Hinsicht fantastische Buch 1934. Und in etwa dieser Zeit spielt auch die Geschichte um den jungen, in England lebenden ungarischen Gelehrten János Bátky, einem Spezialisten für das mystische Schrifttum des 17. Jahrhunderts. Durch einen Zufall lernt der Ich-Erzähler -- ein Büchermensch durch und durch -- einen wundersamen walisischen Earl kennen, der vorgibt, die Mystik des 17. Jahrhunderts sei auch eines seiner Steckenpferde. Er lädt Bátky ein, ihn auf seinem Schloss zu besuchen, das eine für ihn ausgesprochen reichhaltige Bibliothek beherberge. Und so ist es! Doch nicht nur die Bibliothek hat es in sich. Das wahre Leben im Schloss des Owen Pendragon, dem Earl of Gwynned, ist nicht minder geheimnisvoll. Die Identität des Schlossherrn erweist sich bald selbst als ein Mysterium, das mit der Geschichte des Rosenkreuzerordens verwoben ist, dessen Gründers Auferstehung bevorstehen soll
Die Atmosphäre des von Susanna Großmann-Vendrey glänzend übersetzten Buchs zieht den Leser schnell in den Sog einer düsteren und zutiefst englischen bzw. keltisch-walisischen Geschichte hinein, in der es natürlich auch von Gespenstern und durch nächtliche Nebel galoppierenden schwarzen Reitern nur so wimmelt. --Alexander Dohnberg -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende und intelligent,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Welch ein Erstling! Ein spanndener und sehr intelligenter Mix aus Grusel- und Kriminalroman, mystischer Erzählung, bissiger Satire und Liebesroman. Der Ich-Erzähler, ein junger ungarischer Akademiker, der seit langem in London lebt und forscht, wird vom Earl of Pendragon in dessen walisisches Schloss eingeladen, um seine Studien über Mystik in dessen Bibliothek fortzusetzen. Ohne es zu ahnen, wird der junge Mann dadurch zu einer zentralen Figur bei einem alten Erbstreit und erlebt ein aufregendes Abenteuer zwischen vergessenem alchimistischem Wissen und alter walisischer Mystik. Natürlich verliebt er sich auch noch in die Tocher des Earls, was zu weiteren Komplikationen führt. Das ganze garniert Szerb mit einem herrlich humorvollen Blick auf die englische Adelswelt. Ich musste immer wieder lachen, dann wurde es wieder gruselig, das Buch blieb immer spannend und wurde niemals trivial. Schön, dass sich der dtv-Verlag dazu entschlossen hat, nach der "Reise ins Mondlicht" nun auch dieses äusserst lesenswerte Buch neu zu veröffentlichen! Welch wunderbare Bücher hätte man wohl von Antal Szerb noch erwarten dürfen, hätte man ihn nicht im Januar '45 im KZ wegen seiner Herkunft erschlagen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vor Eco und Rushdie war Szerb!,
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Ein ungarischer Philosophiedoktor in einem walisischen Schloss, das von den mystischen Rosenkreuzern heimgesucht wird. Was sich anhört wie eine Gespenstergeschichte von vielen birgt in Wahrheit viel mehr. Antal Szerb hat es vor 70 Jahren geschafft mehrere Gattungen der Literatur zu einer zu vereinen. Steht am Beginn des Buches die klassische Gruselgeschichte, so vermengt sie sich schon bald mit dem essayistischen Roman, den Eco oder Rushdie groß gemacht haben. Und um dem ganzen noch eines drauf zu setzen, bringt Szerb ebenso eine Detektivgeschichte unter, ganz nach den Vorbildern von Christie oder Wallace, letzterer findet sogar Erwähnung. Fortan springt der Roman von einer Geschichte zur nächsten und man muss sich ganz dem süffisanten Erzählton von János Bátky, dem Ich-Erzähler hingeben um durch die Wirrnisse von Schloss Pendragon zu finden. Doch vertrauen darf man dem Erzähler auch nicht, egal welche Haken der Roman schlägt, die Nonchalance des Erzählers ist gleichbleibend, seine Ironie konstant. Sogar dann, wenn er die Ursprünge des Geheimordens der Rosenkreuzer aus einer alten Handschrift übersetzt. Der Erzähler vereinnahmt den Leser komplett, man ist ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, weiß nie mehr und meistens viel weniger. Egal ob es sich um Spukgestalten, Erbschaftsbetrügereien oder Liebesaffären handelt, nie kann man sich sicher sein, was Real und was Irreal ist. Das macht das Buch zu einer virtuosen Achterbahnfahrt durch einen zweiwöchigen Aufenthalt im tiefsten Wales und wäre das nicht genug, bekommt man auch noch intensive Landschaftsbeschreibungen gratis dazu. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der unbekannte Klassiker,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Siehe da, dieses Büchlein wurde doch noch mal neu aufgelegt, nachdem es jahrzehntelang in sämtlichen Antiquarien vergriffen war.Nun, was ist das für ein Buch, ich will es mal so sagen: Wenn Ephrahim Kishon und Umberto Eco sich zusammengesetzt hätten, um gemeinsam eine Geistergeschichte zu verfassen, die auf einem alten englischen Adelssitz spielt, wäre wohl ziemlich genau das herausgekommen. Eco hätte die Fülle philologischer und historischer Details beigesteuert, und Kishon den trockenen, typisch ungarischen Humor. Was Antal Szerb damals (noch vor dem 2. Weltkrieg, leider wurde er im KZ ermordert) geschrieben hat, liest sich auch heute noch frisch, unterhaltsam und vermittelt ganz beiläufig ein paar Wissenswertigkeiten aus der Welt der Geheimbünde. Der Philosophiedoktor Bátky trifft auf einer Party einen Earl, der ihn spontan auf seinen Landsitz einlädt, weil sie beide ein gemeinsames Hobby haben: Die Mystiker des 17. Jahrhunderts. Dort angekommen verguckt Bátky sich in die Nichte des Earls und bleibt beharrlich, obwohl schon bald bedrohliche Dinge geschehen: Erbschleicher wollen den Earl ermorden, und ein Geist aus dem 17. Jahrhundert geht auch noch um. Uneingeschränkte Kaufempfehlung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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