Siehe da, dieses Büchlein wurde doch noch mal neu aufgelegt, nachdem es jahrzehntelang in sämtlichen Antiquarien vergriffen war.
Nun, was ist das für ein Buch, ich will es mal so sagen: Wenn Ephrahim Kishon und Umberto Eco sich zusammengesetzt hätten, um gemeinsam eine Geistergeschichte zu verfassen, die auf einem alten englischen Adelssitz spielt, wäre wohl ziemlich genau das herausgekommen. Eco hätte die Fülle philologischer und historischer Details beigesteuert, und Kishon den trockenen, typisch ungarischen Humor.
Was Antal Szerb damals (noch vor dem 2. Weltkrieg, leider wurde er im KZ ermordert) geschrieben hat, liest sich auch heute noch frisch, unterhaltsam und vermittelt ganz beiläufig ein paar Wissenswertigkeiten aus der Welt der Geheimbünde.
Der Philosophiedoktor Bátky trifft auf einer Party einen Earl, der ihn spontan auf seinen Landsitz einlädt, weil sie beide ein gemeinsames Hobby haben: Die Mystiker des 17. Jahrhunderts. Dort angekommen verguckt Bátky sich in die Nichte des Earls und bleibt beharrlich, obwohl schon bald bedrohliche Dinge geschehen: Erbschleicher wollen den Earl ermorden, und ein Geist aus dem 17. Jahrhundert geht auch noch um.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung!