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Die Palästinenser: Volk im Brennpunkt der Geschichte
 
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Die Palästinenser: Volk im Brennpunkt der Geschichte [Gebundene Ausgabe]

Johannes Gerloff
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Scm Hänssler; Auflage: 12003 (7. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3775153373
  • ISBN-13: 978-3775153379
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.393 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Meinungen über die Palästinenser sind so schwarz-weiß wie Arafats Kopftuch. Die einen sehen in ihnen nur die verfolgte Minderheit. Die andere nur ihre Gräueltaten. Gerloff blickt hinter die Kulissen. Er interviewt würdige Scheichs, strenge Korangelehrte und Bewohner von Flüchtlingslagern und übersieht dabei die andere Seite nicht: jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern. Er erlebt die aufgeheizte Stimmung bei Arafats Beerdigung und begleitet Raketenschützen im Gazastreifen. Überraschende Hintergrundinformationen ergänzen das Bild.

Über den Autor

Johannes Gerloff, evangelischer Theologe aus Württemberg, verheiratet, 4 Kinder, von 1991-98 Mitarbeit bei der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem, seit 1999 Nahostkorrespondent des Christlichen Medienverbundes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten) in Israel.


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Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Israelfreund Johannes Gerloff hat aus Gründen der "Political Correctness", so jedenfalls sagt er es, dieses Buch geschrieben.

Es ist kein leichtes Thema. Dies bemerkt der Leser schon auf den ersten Seiten. "Die Palästinenser" scheint es nicht zu geben. Gerloff zeigt die vielen Gruppen und Bevölkerungsschichten auf. Da sind die Reichen mit ihren protzigen Wohnanlagen inmitten von Armut. Da sind die Palästinenser die in Armut in Zelten leben und da sind die Palästinenser die Hitler als Held feiern und sein Buch "Mein Kampf" kaufen und lesen.

Sehr schnell wird mir durch Gerloff klar, dass es "die" Palästinenser eben nicht gibt. Es ist spannend mit Johannes Gerloff Palästinenser in ihrer Vielfalt kennenzulernen. Immer wieder wird mir beim lesen klar, Gerloff schaut als ein in der Region lebender Europäer auf diese Menschen und er tut dies im Bewusstsein der Brisanz des politischen Kontextes.

Seite um Seite wird mir deutlich, dass ich mich mit dem Autor zusammen den Palästinensern annähere. Das Verstehen wollen steht auf der Tagesordnung, ebenso das hinter die Kulissen schauen ihrer Denkschablonen.

Gerloff: "Die Palästinenser sind ein hochintelligentes Volk und gehören zumindest im Nahen Osten zu den Volksgruppen mit den meisten Akademikern pro Kopf."

Das 12. und letzte Kapitel "Was sagt die Bibel zur Palästinenserfrage?" bleibt für mich in ganz besonders positiver Erinnerung. Gerloff schaut in die Bibel und sieht dabei auf die Palästinenser heute. Er stellt Zusammenhänge dar, dadurch werden mir große Zusammenhänge und aktuelle Bezüge verständlicher.

Zu Beginn war ich diesem Thema gegenüber und noch viel mehr seinem Autor ziemlich skeptisch, weil ich von Johannes Gerloff gelegentlich Beiträge gelesen hatte, die mir oft zu einseitig Israelfreundlich erschienen. Doch das Lesen hat sich sehr gelohnt.

Ich danke Johannes Gerloff sehr, dass er sich diesem Thema gestellt hat!
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Rezension:
Johannes Gerloff: DIE PALÄSTINENSER. Volk im Brennpunkt der Geschichte, SCM Hänssler, Holzgerlingen, September 2011, 378 Seiten, 19,95 Euro

New York, 23. September 2011: Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas beantragt die Vollmitgliedschaft für einen Staat Palästina bei den Vereinten Nationen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bittet die UN-Vollversammlung, diesem Antrag nicht zu entsprechen. Er lädt die Palästinenser ein, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Große Unruhen im Westjordanland, Gazastreifen und verschiedenen arabischen Staaten kündigen sich an...
Genau in diesem Augenblick ist das Buch "Die Palästinenser" des christlichen Nahost-Korrespondenten Johannes Gerloff erschienen. Johannes Gerloff lebt seit 1994 in Israel und kennt die Situation aus erster Hand.
In seinem Buch erzählt er von vielen persönlichen Begegnungen mit Israelis und Palästinensern, die einem dadurch menschlich näher kommen. Der Kampf, die Verzweiflung und die Ängste auf beiden Seiten werden unparteiisch und fair beschrieben. Dabei fließen auf leicht verständliche Weise auch politische und theologische Hintergründe des Nahost-Konflikts ein.
Aufschlussreich sind insbesondere die historischen Passagen. In diesen findet sich zum Beispiel der Nachweis, dass es die Palästinenser als Volk eigentlich erst seit 1974 gibt ' vorher sprach man von arabischen Flüchtlingen, die in dieses Gebiet eingewandert waren (Seite 21). Freilich sind ebenso die heute in Israel lebenden Juden bzw. deren Vorfahren im 19. und 20 Jahrhundert nach und nach in das Gebiet eingewandert, was die Lage nur noch schwieriger macht. So beanspruchen beide Seiten das Land für sich und Jerusalem bzw. Al-Quds als Hauptstadt. Vor allem Jerusalem ist der Zankapfel, was haargenau der biblischen Prophetie entspricht: "Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher, und auch Juda wird`s gelten, wenn Jerusalem belagert wird ... Ich werde alle Völker versammeln zum Kampf gegen Jerusalem ... " (Sacharja 12, 2; 14, 2).
Johannes Gerloff geht ausführlich auf die Wieder-Entstehung Israels im 20. Jahrhundert, die Rolle Jassir Arafats und seiner Nachfolger, die Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern, die Situation der Christen im Palästinensergebiet, etliche Flüchtlingsschicksale, die Intifada, den langen Friedensprozess und die Teilung Jerusalems ein und beleuchtet schließlich die Suche nach einem Ausweg. Wobei es allerdings bei der Suche bleibt, denn eine palästinensische "Friedensbewegung" ist in weiter Ferne. Gerloff schreibt mit einer gewissen Resignation:
"Irgendwann wagte ich die Frage, ob es denn möglich sei, auch auf der Seite der Palästinenser für Gewaltfreiheit zu demonstrieren ... Darüber würde ich gerne berichten: Palästinenser demonstrieren gegen die Gewalt aus ihren eigenen Reihen, genau wie linke Israelis gegen ihre Armee und Regierung...` Die Antwort (meiner palästinensischen Gesprächspartner) war kurz und knapp: 'Das würden wir nicht überleben!`".
Im letzten Teil seines Buches geht Johannes Gerloff auf die Frage ein: "Was sagt die Bibel zur Palästinenserfrage?". Und er gelangt zum Ergebnis:
"Die Vision des Schöpfers ist ein Miteinander von Israel und seinen nichtjüdischen Nachbarn im Heiligen Land und sein Wort verheißt eine gemeinsame Zukunft. Voraussetzung dafür ist, dass alle ' Juden wie Nichtjden ' die Ordnungen des lebendigen Gottes in Theorie und Praxis achten. Das jüdische Israel hat dem nichtjüdischen Einwohner gleiche Rechte bei gleichen Pflichten zu gewähren. Fremdlinge haben zwar kein Recht auf das Land, wohl aber ein von Gott verliehendes Recht im Land ... Für Juden wie Nichtjuden, 'Israelis` wie 'Palästinenser`, entscheidet die Loyalität gegenüber dem Gott Israels über Sein oder Nichtsein. Und diese Loyalität erweist sich nicht zuletzt an der Loyalität gegenüber dem auserwählten Volk" (Seite 374).
Dieses Buch kann angesichts der weithin gefühlsgeladenen und polemischen Diskussion zur Klärung und Versachlichung beitragen. Ihm ist weite Verbeitung zu wünschen.
Dr. theol. Lothar Gassmann, Pforzheim, 24.9.2011 Logass1@t-online.de [...]
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Die Meinungen über die Palästinenser sind so schwarz-weiß wie Arafats Kopftuch. Die einen sehen in ihnen nur die verfolgte Minderheit. Die anderen nur ihre Gräueltaten. Johannes Gerloff blickt hinter die Kulissen. Er interviewt würdige Scheichs, strenge Korangelehrte und Bewohner von Flüchtlingslagern und übersieht dabei "die andere Seite" nicht: jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern. Überraschende Hintergrundinformationen ergänzen das Bild. "Die Palästinenser" ist ein Muss für jeden, der beim Nahostkonflikt mitreden will.
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