Das Werk "Die PR- und Pressefibel" richtet sich vor allem an Einsteiger im Medienbusiness, die bislang über Mechanismen bei Presse, Medien und Public Relations wenig oder gar kein Vorwissen besitzen.
Journalisten, die ins PR-Geschäft einsteigen wollen können sich die ersten 200 Seiten ganz schenken, es sei denn sie wollen noch einmal die Struktur der deutschen Medienlandschaft durchkauen. Auch im zweiten Teil werden sich Print- und TV-/Radio-Redakteure oft langweilen, wobei es eigentlich nicht schadet, von Zeit zu Zeit die einzelnen Textformen und dien goldenen Regeln für gute Schreibe zu wiederholen. Erst auf den letzten 40-50 Seiten geht es mit PR-Krisenmanagement, Analysen und Medeinauswertung richtig zur Sache. Der Medienprofi ohne PR-Erfahrung wünscht sich hier mehr.
Unterm Strich enttäuscht das Buch ein wenig als PR-Nachschlagewerk für Fortgeschrittene und entpuppt sich eher als Leitfaden für Journalismus auf der anderen Seite der Medien. Auf fundierte Anleitungen für Pressekonferenz-Planung, Kontakt-Betreuung, Messeplanung, Krisenmanagement, interne Recherche oder Teamleitung verzichtet der Autor weitgehend. Auch der Umgang mit Online-PR-Mitteln wie Social-Networking-Portalen, Youtube oder Suchmaschinen wird bestenfalls kurz erwähnt.
Wer aber in die Thematik mal hineinschnuppern und gleich auch noch ein wenig journalistisches Handwerk lernen möchte, ist bei diesem Werk goldrichtig und kann bedenkenlos zugreifen.