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Diesen dringenden Rat aus der Not vergisst Johanna zeit ihres Lebens nicht. Johanna ist außergewöhnlich intelligent, und durch einen Glücksumstand erhält sie als Mädchen Untericht. Als sich nach wenigen Jahren plötzlich alle Möglichkeiten verschließen, als Frau weiter zu studieren, beschließt sie, ihr Leben als Mann fortzusetzen. In Männerkleidung, mit kurz geschorenem Haar, messerscharfem Verstand, umfassendem Wissen, Warmherzigkeit und Intuition gelingt es ihr nach zahlreichen Stationen ihres Lebens und einigen gefährlichen Situationen, in denen ihre wahre Identität fast aufgedeckt wird, den Papststuhl zu besteigen. Vom 12. Lebensjahr bis zu ihrem Tod verbindet sie eine starke und tiefe Liebe zu dem Markgrafen Gerold. Sie empfinden sich als Zwillingsseelen. Einige Male retten sie sich gegenseitig das Leben, aber die Umstände verhindern oft ihr Zusammensein, manchmal über Jahre hinweg, die jedoch ihre ungewöhnliche starke Verbundenheit nie brüchig werden lassen. Johanna stirbt, nachdem sie sich als Päpstin besonders für die Armen und die Frauen eingesetzt hat, einen unerwarteten und spektakulären Tod, der laut Historie authentisch sein soll. Dennoch triumphiert Johanna, denn es ist nicht die Hand des Feindes, die sie niederstreckt.
Während die katholische Kirche die Existenz einer Päpstin Johanna, die den Papststuhl höchstwahrscheinlich von 953-955 innehatte, leugnet, sprechen geschichtliche Forschungen auf diesem Gebiet bestechend dafür, dass es eine Päpstin gegeben haben muss. Sehr aufschlussreich dazu ist das Nachwort der Autorin, indem sie Für und Wider der Existenz einer Päpstin abwägt. Wer sich ausführlich mit dieser Thematik befassen will, dem sei das Buch Die Päpstin Johanna von Elisabeth Gössmann empfohlen.
Cross hat sich in ihrem Roman präzise an die historischen Begebenheiten gehalten, vor deren Hintergrund die Geschichte von Johanna erzählt wird. Die Schlacht bei Fontenoy, der Vertrag von Verdun, die Plünderung der Sankt Peters Kirche, der Mord an Papst Leo und die Feuer- und Flutkatastrophen bei Rom fanden tatsächlich statt. So hat der Roman von Donna W. Cross viele Vorzüge: Er basiert auf wahren Begebenheiten, er vermittelt ein Stück Geschichte und er ist so spannend geschrieben, dass er den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Johanna wird man nach der Lektüre dieses Buches so schnell nicht vergessen. --Daphne Großmann
Johanna, Tochter eines Priesters und einer heidnischen Sächsin ist ein Ausnahmemensch. Im 9. Jahrhundert, im tiefsten Mittelalter, wächst sie in der Nähe von Ingelheim auf. Sie ist außerordentlich wissbegierig und schafft es auch, sich von ihrem ältesten Bruder erste Grundbegriffe im Lesen und Schreiben beibringen zu lassen. Dann gibt eines das andere. Der Gelehrte Aeskulapius erkennt ihre Begabung, unterrichtet sie und verschafft ihr einen Platz an einer Scola. Hier lernt sie Gerold, ihre große Liebe kennen. Johanna überlebt einen Überfall der Normannen. Danach erwirbt sie sich als Mönch unter dem Namen ihres Bruders im Kloster Fulda großes Wissen über Heilkräuter. Nachdem sie selbst an der Pest erkrankt ist, reist sie nach Rom und kann dort den Papst Sergius von der Gicht heilen. Jetzt ist sie im nächsten Umfeld des Papstes, der Macht und Intrigen... und wird schließlich selbst zum Papst Johannes Angelicus gewählt.
Bevor Donna W. Cross Romane schrieb, verfasste sie Sachbücher über Kommunikation und Mediensprache. Pope Joan, ihr erster Roman, erschien 1996 in den USA. Ein Jahr später kam Die Papstin in Deutschland heraus und wurde ein Beststeller. Die Autorin mit Werbeagenturerfahrung lehrt heute Creative Writing. Sie arbeitet an einem historischen Roman aus dem 17. Jahrhundert.
Fazit: Barbara Rudnik, der von Film und Theater bekannten und geschätzten Schauspielerin, gelingt eine im besten Sinne unterhaltende Lesung. Eine Lesung, in der bis zum Schluss die Spannung aufrechterhalten bleibt. Brillant sind die Passagen, in denen sie sich leidenschaftlich in das Gefühlsleben der Johanna hineinversetzt. Also z. B., wenn die Kleine nicht einsehen will, weshalb sie nichts lernen darf. Wenn sie nicht anders kann, als gegen die Ungerechtigkeit aufzubegehren. Oder auch die Szenen, in denen von der Liebe zwischen Gerold und Johanna die Rede ist. Johannas Emanzipation gegenüber der Gesellschaft, aber auch gegenüber Gerold interpretiert Barbara Rudnik mit großem Engagement.
Autorisierte Lesung, Spieldauer: ca. 308 Minuten, 4 CD. Mit Booklet. -- culture.text
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Audio CD
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolles Hörspiel zu niedrigem Preis,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Päpstin. 2 CDs (Audio CD)
Das beim Audio Verlag erschienene Hörspiel des Mitteldeutschen Rundfunks "Die Päpstin" ist in vielerlei Hinsicht beieindruckend.Zum einen ist es gelungen, das 566 Seiten starke Buch von Donna Woolfolk Cross auf eine Hörspielzeit von nur 150 Minuten zu reduzieren, ohne dabei die Aussagekraft zu beeinträchtigen. Das Hörspiel lebt davon, daß sich die Geschichte in zwei verschiedenen Zeiten, nämlich das Hauptgeschehen im 9. Jahrhundert und die erläuternde Nebenhandlung einige hundert Jahre später stattfindet. Brilliant ist die Sprecherin der "Päpstin", Angelica Domröse, die ihre Rolle nicht nur weiblich sondern auch männlich glaubwürdig spricht. Hilmar Thate, Ernst Jacobi und die anderen Sprecher/innen überzeugen ebenfalls voll. Die gesamte Inzenierung, vor allem der Klangteppich, ist tadellos. Desweiteren ist das Hörbuch außergewöhlich gut illustriert (das Booklet umfaßt 16 Seiten!).DasPreis-Leistungsverhältnis sollte anderen Hörbuchverlagen als Ansporn dienen! D. Lambrecht Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
lieber selber lesen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Päpstin. 4 CDs (Audio CD)
denn diese CDs geben das Buch schlecht wieder. Die Vorstellung von Fr. Rudnick lasse ich mal unkommentiert -da teilen sich ja die Meinungen- was mich aber gestört hat ist wie das Buch zusammen geschnitten wurde auf nur 4 CDs. Dadurch kommt kein richtiger Fluss zustande sondern nur eine Anreihung von Episoden. Schade!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
ich war enttäuscht...,
Rezension bezieht sich auf: Die Päpstin (Taschenbuch)
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und anhand der positiven Rezensionen ein spannendes Leseerlebnis erwartet. Aber wie das so oft ist, wenn man hohe Erwartungen hat, werden diese enttäuscht.Häufig finde ich mich in guten Büchern so gefangen, dass ich es nicht erwarten kann, meine Arbeit zu beenden, um wieder in die Geschichte einzutauchen. Dies war hier nicht der Fall. Ich habe nur weitergelesen, weil ich zum Ende kommen wollte. Der Autorin gelingt es nach meinem Empfinden nicht, der Johanna einen fesselnden Charakter zu verleihen. Sie war mir weder sympathisch, noch unsympathisch. Sie stapft einfach so durch eine zugegebenermaßen ziemlich grausame Welt und zum Ende des Buches hin werden mir ihre Wege immer unerklärlicher. Auch der Versuch, die Johanna dem Leser durch ihr großes soziales Engagement sympathisch zu machen, scheitert in meinen Augen, weil es einfach zu unglaubwürdig ist. In einer Welt aus korrupten Kirchenmännern und gierigen (und sei es nur nach Essen und Wein) Päpsten erscheint dann plötzlich Johannes Anglicus auf der Bildfläche, der einzige Papst, der nur Gutes tut und nur das Beste für die Menschheit will. Dabei muss ihr doch klar gewesen sein, dass das nicht lange gut gehen kann. Aber statt mit ihrem (wohl unvermeidlichen) Liebhaber zu türmen, ist sie sich natürlich ihrer Verantwortung nur allzu bewusst und kann die Menschen, die an sie glauben, nicht im Stich lassen. Ich finde das reichlich lächerlich. Zudem ist es ausgesprochen unglaubwürdig, dass niemandem in den ganzen Jahren auffällt, dass Johannes eigentlich eine Johanna ist. Sollte der Leser dies tatsächlich glauben, so hätte die Autorin hierauf näher eingehen müssen. Nur das Abbinden der Brüste und das Schneiden der Haare dürfte doch dafür nicht ausreichend sein. Zumal im 9. Jahrhundert von Metrosexualität wohl noch niemand etwas gehört hatte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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