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Die Ostdeutschen: Kunde von einem verlorenen Land [Taschenbuch]

Wolfgang Engler
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 348 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (1. August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746680530
  • ISBN-13: 978-3746680538
  • Größe und/oder Gewicht: 19,5 x 11,4 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 324.995 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Er habe dieses Buch geschrieben für die, "die es wahrscheinlich nicht lesen werden", sagt der Ost-Berliner Soziologe Wolfgang Engler. "Für die Westdeutschen" will er Kunde geben von einem verlorenen Land -- so der Untertitel seines Berichts über Die Ostdeutschen. Der Leser fühlt sich bei der Lektüre als blicke er auf einen fernen, erloschenen Planeten, um erstaunt festzustellen: Ja, er war bewohnt!

Der Autor nimmt uns mit auf eine Expeditionsreise. Sie beginnt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, in denen sich die Wege der beiden Deutschlands trennten. Unauslöschlich prägt es die Ostdeutschen, daß sie von Sowjetsoldaten befreit wurden. Auch die Art des Wiederaufbaus überrascht: Engler zeigt sehr eindrucksvoll an den kühnen Plänen der Architekten, welche Visionen von einer menschlicheren Welt hier keimten. Der "freie Wechsel aller Perspektiven" war Programm, bis die Durchschaubarkeit der Glaspaläste am Alex mit Spezialglas schließlich verspiegelt wurde. Aus dem Aufbau konnte, durfte kein Aufbruch werden.

Erst recht waren Reformen zum Scheitern verurteilt. Engler versteht es, aus einfachen Quellen (Dramen, Briefen, Protokollen) eine Fülle kritischer Potentiale auszubreiten. Es entsteht das Bild einer Gesellschaft, die an zahlreichen Weggabelungen immer wieder die falschen Entscheidungen traf. Will sagen: treffen wollte. Das Buch ist eben nicht der "kleine Führer durch die Tyrannis", die nur Täter und Opfer kennt. Es ist, anspruchsvoll genug, der Versuch, die DDR als "arbeiterliche Gesellschaft" zu zeichnen. Unsere "bürgerliche" Welt dient ihm dabei als Folie, um im farbenreichen zweiten Teil das Doppelgesicht der Gleichheit bloßzulegen. Wie geht es an, daß die Arbeiter "sozial und kulturell dominierten" bei gleichzeitiger Machtlosigkeit? Herrlich, wie der Autor Erkenntnis gewinnt aus DDR-Benimmbüchern oder der trockenen Statistik der Eheschließungen. Wie sich sexuelles Leben bildet in einer Welt ohne Sexindustrie, ist für den Wessi fast schon ein Stück Offenbarungsliteratur.

Was man an Englers Arbeit kritisiert hat, nämlich das Fehlen der politisch korrekten Abrechnung mit der Stasi, ist seine Stärke. Er fokussiert den Blick auf die Lebensadern dieser fernen Welt. So kann Verstehen möglich werden. Er weckt Neugier und bietet am Ende eine verlockende Fundgrube voller Lektüretips. Empfohlen sei hier das parallele Studium der Bildbände von Stefan Moses: Abschied und Anfang. Ostdeutsche Porträts 1989-1990 und die Texte und Fotografien aus dem Aufbau-Verlag 50 Jahre DDR. --Michael Möller -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolfgang Engler, geb. 1952 in Dresden, Soziologe, Lehrtätigkeit an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin, seit Oktober 2005 dort Rektor. Im Herbst 2009 Gastprofessur an der Universität St. Gallen. Er publizierte zahlreiche Studien über Lebensformen in Ost und West, kritische Analysen über die Moderne, über Demokratie sowie den Wandel des Politischen und der Öffentlichkeit in den industriellen Massengesellschaften. Veröffentlicht in diversen Zeitschriften und Zeitungen (Die Zeit, taz, Süddeutsche Zeitung, Blätter für deutsche und internationale Politik u.a.). 2000 erhielt Engler den Preis „für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie“.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben in Gleichheit 29. Juli 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Englers "Die Ostdeutschen" erscheinen wie ein Bild, an dem man jahrelang vorueberlief, ohne erkannt zu haben, was darauf zu sehen war. Gewiss, dass die DDR einen roten Flecken auf der Landkarte ausmalte, dessen Betrachtung von aussen durch eine Mauer unmoeglich gemacht wurde, wusste ein jeder. Wer aber hatte ahnen konnen, zu welchen neuen Wegen sich die Ostdeutschen in diesem Kleinod aufmachten. Ihnen jedenfalls ist es nicht anzulasten, dass so viele Wege ins Chaos fuehrten. Die Idee von einer "arbeiterlichen Gesellschaft" mit den Standbeinen der "Gleichheit, Unabhaengigkeit und Sicherheit" aller Buerger (insbesondere der wirtschaftlichen Unabhaengigkeit und Sicherheit) fruchtete bei ihnen am besten. Hier meine ich in Engler einen brillanter Beobachter zu sehen, der aufzeigt, dass es alle drei DDR-Generationen hindurch die Herrschenden waren, die mit der Abgabe ihrer Macht an die Masse nicht umgehen konnten. So musste das Vakuum zwischen den machtlosen Herrschern und den nicht herrschen-duerfenden Maechtigen schliesslich den Untergang herbeifuehren. Und dass dieser Untergang Menschen zuruckliess, deren gelebte Solidaritat beispiellos ist, wird noch fuer lange Zeit der wirkliche Reichtum des wieder vereinigten Deutschlands bleiben.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außerordentlich - ein Buch für alle Deutschen. 27. Juli 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ständig wird von den Literaturkritikern reklamiert, daß der "Roman von der deutschen Einheit" noch nicht geschrieben sei. Es mag sein, daß auch Günter Grass mit "Ein weites Feld" dies nicht gelungen ist.
Demgegenüber legt Wolfgang Engler mit "Die Ostdeutschen. Kunde von einem verlorenen Land" ein Buch vor, das schlichtweg imponiert.
Mag sein, daß dieses Werk nicht von Westdeutschen gelesen wird - dies ist bedauerlich.
Als Sozialwissenschaftler aus München, der jetzt im fünften Jahr in Brandenburg lebt, sich hier sehr wohl fühlt, sich eingelebt hat und die persönlichen Beziehungen, die sich langsam entwickelt haben, zu schätzen weiß, bin ich dankbar dafür, eine derart genaue und scharfsinnige Analyse lesen zu können.
Allerdings glaube ich, daß sich die Unterschiede über kurz oder lang nivellieren werden (vielleicht ist das jetzt schon so - die Wende ist 10 Jahre her, und das ist eine Generationenfrage).
Die sozialisationsbedingten Unterschiede in West und Ost und auch die Spießbürgerlichkeit in den 50-er und 60-er Jahren in beiden Staaten hat Engler plastisch herausgearbeitet.
Ganz besonders lesenswert sind die Kapitel "Überlistung und Verrat" und "Die dritte Generation".
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade, schade, schade. 10. Juni 2001
Von Mechtgret Stratenkötter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht, daß ich dieses Buch nicht interessant oder informativ gefunden hätte. Nachdem man sich manchen Abschnitt besser dreimal hintereinander durchgelesen hat (extensives Lesen ist hier auf gesamter Strecke deplaziert), vermag man sich nach Abschluß von Seite 340 deutlicher denn je vorzustellen, warum die politische Geschichte der DDR so verlaufen ist, wie sie ist.
Warum ich für den Autor jedoch trotzdem nicht mehr als einen Stern übrig habe? Das ist einfach erklärt. Genau das (einfach erklären) kann der Autor nicht. Er scheint ein Liebhaber der komplexen Sprachanwendung zu sein, geizt weder mit verschachtelten Sätzen, noch mit Fremdworten, wobei letztere ebensogut und ohne höheren "Blei"aufwand durch ihre deutschen Pendants hätten substituiert werden können. Noch unfreundlicher ausgedrückt: Hier schafft sich jemand (der es eigentlich gar nicht nötig hätte!)augenscheinlich seine kleine private Bühne, auf der (zumindest auf den ersten, zweiten und eventuell dritten Blick) nichts als das Stück "ich weiß mich gewählt und kompliziert auszudrücken, laßt es einen jeden erfahren" gegeben wird. All das macht den eigentlichen Zweck der Lektüre insbesondere dieses Werkes, nämlich, sich über die Sache selbst weiterzubilden, unnötig schwer. Mindestens.
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0 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Verpaßte Gelegenheit 16. Juli 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mit seiner Wortverliebheit und seinen langatmigen Erläuterungen schreckt der Autor Leser ab, die an dem Inhalt interessiert wären, den man auch in einem auf die Hälfte oder ein Drittel gekürzten Text hätte darstellen können. Fremd- oder einzelne, bizarr gesetzte Worte aus einem Uralt-Duden werden auch noch falsch geschrieben. In der Kürze läge die Würze!
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