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Die Ordnung des Leibes: Eine tanzphilosophische Betrachtung Gebundene Ausgabe – 2009


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Königshausen u. Neumann (2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3826040589
  • ISBN-13: 978-3826040580
  • Größe und/oder Gewicht: 15,5 x 2,3 x 23,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von ejw VINE-PRODUKTTESTER am 23. Dezember 2009
Die Autorin hat hier eine scharfsinnige Analyse des Phänomens Tanz als ganzheitliche Bewegungserfahrung des Körpers vorgelegt. Mit dem Körpermaschinen-Konzept des französischen Philosophen Descartes beginnt die Suche nach der Seele des Tanzes. Es geht weiter mit den Tänzen des Quattrocento, Posen und Tanzstilen, der Suche nach Natur und Sinnlichkeit des Tanzes. Die Unterschiede von klassischem Ballett und modernem Ausdruckstanz werden thematisiert.

Sehr aufschlussreich ist die Betrachtung der Arbeit des amerikanischen Choreographen Merce Cunningham, die Erforschung des bewegten Körpers mit den Mitteln des Zufalls, unabhängig von musikalischen Melodien und Metrum. Man erfährt, was hinter den abstrakt wirkenden Kreationen Cunninghams steckt: ein unerschöpfliches Bewegungsrepertoire des menschlichen Körpers. Weitere Themen des Buches sind die Kontaktimprovisation als Instrument der physischen Körperwahrnehmung und Kommunikation sowie der philosophische Diskurs von Raum, Körper und Bewusstsein nach den Vorgaben der Phänomenologie Edmund Husserls. Man hätte sich allerdings auch ein Wort zu den Arbeiten von Pina Bausch gewünscht.

Keine leichte Kost! Stellenweise ist das Werk recht akademisch geraten und bedient sich einer nicht eben einfachen Terminologie. Dennoch hat die Autorin eine Analyse vorgelegt, die Leib und Seele des bewegten Körpers an philosophischen Konzepten misst sowie die Sinnhaftigkeiten der Tanzgeschichte und Tanztechniken hinterfragt.

Das Buch ist der bislang aktuellste Beitrag zur Philosophie des Tanzes, empfehlenswert für philosophisch Interessierte, für Tanztherapeuten, Tanz- und Kulturkritiker und alle Tanzfans.
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Verifizierter Kauf
Stimmt schon, ein wenig Übung im Umgang mit geisteswissenschaftlichen Texten sollte man haben, wenn man dieses Buch zur Hand nimmt, dann aber liest es sich flüssig und spannend. Immer wieder baut die Autorin ihren Diskurs auf ganz persönliche Beobachtungen auf und leitet den Leser freundlich durch die verschiedenen theoretischen Ansätze in diesem nicht ganz alltäglichen Feld, so dass man auch als Laie gut folgen kann und am Ende wieder richtig Lust auf einen modernen Ballettabende hat. Habe es im Urlaub mit Genuss gelesen.
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