Kurzbeschreibung
Längst nicht nur den Berlinern ein Begriff: die Oranienburger Straße. Der an Stadtkultur und Architektur interessierte Besucher kommt an diesem Quartier nicht vorbei. Die bauliche Substanz ist ebenso wie ihre Nutzung und das dem Viertel eigene vielfältige Leben wesentlich von Widersprüchen bestimmt, die neugierig machen auf die wechselvolle Geschichte, die ihnen zugrunde liegt. Laurenz Demps entwirft ein farbiges Bild jener historischen Zusammenhänge, in denen sich die Architektur, die Bedeutung und das Flair dieser Gegend geprägt und verändert haben. Entstanden als Teil einer barocken Stadtplanung im Umfeld einer Meierei der brandenburgischen Kurfürstinnen - des späteren Schlosses Monbijou -, wurde die weitere Entwicklung des Viertels unter anderem beeinflußt durch die Einrichtung des Posthofs - später Postfuhramts - und die Ansiedlung der Berliner Juden sowie den damit verbundenen Bau der Neuen Synagoge. Der Zweite Weltkrieg hat vieles zerstört und doch auch so manches übrig gelassen. Heute ist die Oranienburger Straße zugleich als Treffpunkt für eine bestimmte junge Berliner 'Szene' bekannt, und sie lädt in ihrer Eigenschaft als lebendiger Stadtraum, dem seine wechselvolle Geschichte anzusehen ist, zum Bummeln ein.
Autorenporträt
Laurenz Demps, geboren 1940, studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin bis 1966, danach Promotion und Habilitation. 1988 Ernennung zum a. o. Professor für Berlin-Brandenburgische Territorialgeschichte. Autor und Mitautor von fast 30 Büchern und zahlreichen Artikeln zur deutschen Geschichte, vor allem der Geschichte Berlins, u. a. 'Der Gendarmenmarkt', 'Die Wilhelmstraße', 'Der Invalidenfriedhof'.