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Die Orangen des Präsidenten: Roman
 
 
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Die Orangen des Präsidenten: Roman [Gebundene Ausgabe]

Abbas Khider
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1., Aufl. (2. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894017333
  • ISBN-13: 978-3894017330
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.456 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Abbas Khider
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Abbas Khider wurde vor drei Jahren fast über Nacht bekannt: mit seinem spektakulären Roman Der falsche Inder. (...) Die Orangen des Präsidenten liefert jetzt eine Vorgeschichte dazu: eine irakische Jugend, die im Gefängnis endet. Das Erschütterndste an Khiders Schilderung beispielloser Erniedrigung ist das Déjà-vu, das der Roman dem deutschen Leser bereitet. Denn es zeigt sich: Wir kennen diese Art von Literatur schon, wir kennen sie aus der Ära der faschistischen und stalinistischen Gewaltregime; in Russland hat sie, beginnend mit Dostojewskijs Aufzeichnungen aus einem Totenhaus, ein eigenes Genre ausgebildet. Man muss diesen sogenannten Lagerroman nicht mehr vorstellen. (...) Es ist ein Kennzeichen dieser Prosa, dass sie sich fast jedes Verweises, der über das unmittelbare Erleben des Ich-Erzählers hinausgeht, enthält. Die Figur hat keinen Reflexionsraum jenseits ihrer Geschichte, aber sie fühlt sich merkwürdig angezogen von Geschehnissen und Motiven, in denen sich so etwas wie Sinn und Vorsehung verschlüsseln könnte. (...) Es ist ein Denken in Parabeln, manchmal auch nur ein Ahnen, das ganz in der gleichnishaften Tradition orientalischer Fabeln bleibt. Übrigens orientalisiert der Autor keineswegs das Deutsch, das er schreibt. (...) Es ist eine vollkommen schmucklose, schwindelsicher kitschfreie Sprache, die Abbas Khider benutzt und die eher aus der Lakonie ihre Poesie zieht. (...) Wenn die muttersprachlich deutschen Schriftsteller einen ähnlich präzisen und musikalischen Umgang mit ihrer Sprache pflegten, wäre die deutsche Gegenwartsliteratur um vieles reicher.« (Jens Jessen, Die Zeit)

»Abbas Khider schreibt auf Deutsch, und das so gut, dass Sie diesen Mann unbedingt für sich entdecken müssen.« (Brigitte)

»Mit einer erzählerischen Ökonomie, die an ein Wunder grenzt, weil sie eine Vielzahl von Geschichten so anschaulich miteinander verknüpft, dass knapp hundertsechzig Seiten genügen, um dem Leser eine fremde Welt zu erschließen, schildert er das Leben im Irak der 1980er und frühen 90er Jahre. (...) Im harten Wechsel von Poesie und Nüchternheit ist Abbas Khider ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der von Dingen erzählt, die unser Vorstellungsvermögen kaum fassen kann.« (Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung)

Kurzbeschreibung

Nasrija, Irak, 1989: Am Tag der letzten Abiturprüfung wird Mahdi zu einem Ausflug eingeladen. Sein Klassenkamerad Ali hat sich ein Auto ausgeliehen, und die beiden wollen das Ende der Schulzeit feiern. Doch es ist das falsche Auto, und Ali kennt die falschen Leute die beiden werden ohne Anklage und Prozess inhaftiert. Mahdi stehen zwei Jahre Gefängnisalltag bevor, Hunger, Folter, Grausamkeiten, Zynismus: Zum Geburtstag Saddam Husseins wird den Häftlingen eine Amnestie in Aussicht gestellt doch dann bekommt jeder nur eine Orange als Geschenk. Mahdi rettet sich in dieser Hölle durch seine Begabung zum Geschichtenerzählen. Drastisch, tragikomisch und ergreifend berichtet er Episoden aus seiner Kindheit und Jugend, besonders von der Freundschaft mit dem Taubenzüchter Sami und dem Geschichtslehrer und Literaturübersetzer Razaq. Der Roman lässt ein eindrucksvolles Bild des Irak der achtziger und neunziger Jahre entstehen. Nach seinem fulminanten, viel beachteten Debüt legt Abbas Khider hier seinen zweiten Roman vor.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist wirklich erstaunlich, dass ein Mensch, der unschuldig im Gefängnis saß, gefoltert wurde, hungern musste und wer weiß was sonst noch alles an Negativem erlebt hat, so schön und distanziert darüber schreiben kann. Ich schließe mich den Vorrezensenten an: Das Buch ist absolut lesenswert, allein wegen der wunderbaren Sprache, aber auch wegen der vielschichtigen Charkatere, die Khider hervorzaubert. Einzig der Titel, der quasi den Höhepunkt des Buches vorwegnimmt, hat mich massiv gestört (obwohl es kein Höhepunkt im klassischen Sinne ist - dennoch!). Und weil auch das Cover mehr als scheußlich ist (das ist siebziger Jahre!!), gibt es nur 4 Sterne, denn ich bewerte das Gesamtpaket. Der Inhalt würde allemal 5 Sterne bekommen!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
aus dem Inhalt:
Nasrija, Irak, 1989: Am Tag der letzten Abiturprüfung wird Mahdi zu einem Ausflug eingeladen. Sein Klassenkamerad Ali hat sich ein Auto ausgeliehen, und die beiden wollen das Ende der Schulzeit feiern. Doch es ist das falsche Auto, und Ali kennt die falschen Leute die beiden werden ohne Anklage und Prozess inhaftiert. Mahdi stehen zwei Jahre Gefängnisalltag bevor, Hunger, Folter, Grausamkeiten, Zynismus: Zum Geburtstag Saddam Husseins wird den Häftlingen eine Amnestie in Aussicht gestellt doch dann bekommt jeder nur eine Orange als Geschenk. Mahdi rettet sich in dieser Hölle durch seine Begabung zum Geschichtenerzählen. Drastisch, tragikomisch und ergreifend berichtet er Episoden aus seiner Kindheit und Jugend, besonders von der Freundschaft mit dem Taubenzüchter Sami und dem Geschichtslehrer und Literaturübersetzer Razaq. Der Roman lässt ein eindrucksvolles Bild des Irak der achtziger und neunziger Jahre entstehen. Nach seinem fulminanten, viel beachteten Debüt legt Abbas Khider hier seinen zweiten Roman vor.

Auf diese "Orangen".......

.............hat manch einer lange gewartet.
Und wurde bitter enttäuscht.
Blutorangen!!!
Beim Lesen dieses Buches geriet ich immer mehr ins staunen darüber, dass Abbas Khider immer noch so locker und fröhlich daher kommt.
Ich habe ihn wiederholt im Interview zu diesem Buch gesehen und es mir daraufhin gekauft.
A.K. hat die Gabe in so locker flüssigem Stil zu schreiben, dass man gerade noch beim Schmunzeln über z.B. Taubenzüchtererfolge auch schon von der nächsten Welle der Gefühle überrascht werden kann, wenn er z.B. über den Alltag in einem Iraker Gefängnis erzählt.Da bleibt einem das Lachen direkt im Halse stecken.
Ich bin froh, dass es einen mutigen jungen Mann gibt der über die Zustände in der jüngsten Vergangenheit schreibt.
In der Hoffnung, dass noch einige Mitmenschen vielleicht durch dieses Buch aufgerüttelt werden, kann ich nur empfehlen es zu lesen und sich dann klar zu machen, dass auch gerade in der Gegenwart wieder Männer und Frauen für Recht und Freiheit kämpfen.
Wir sollten nicht wegsehen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Phaidon
Format:Gebundene Ausgabe
Abbas Khider beschreibt in seinem Buch anhand des Schicksals des Mahdi Hamama eindrücklich, wie die Verhältnisse im Irak des Saddam Hussein zu Zeiten des 1. Golfkrieges, also desjenigen des Irak gegen den Iran, und in der Folgezeit, bis hin zur Operation "Desert Storm" , also dem 2. Golfkrieg, waren. Die bedrückende Gegenwart der Hauptfigur im Gefängnis wird durch Rückblenden aufgelockert, so dass Glück und Leid hier oftmals dicht beieinander stehen.
Es brauchte nicht viel, um ins Gefängnis geworfen zu werden. Die Bekanntschaft mit Leuten, welche dem Regime gegenüber kritisch waren, genügte. Man erfährt vom Alltag im Gefängnis, von Angst, Folter, Mangelernährung und der Hoffnung, die die Menschen trotz allem stets bewahren.
Man erfährt auch, dass es durchaus so etwas wie Aufbruchstimmung in der irakischen Bevölkerung gab, als das Regime durch die Angriffe der Alliierten zeitweilig geschwächt war. Im Westen wurde durch den damals bereits so wahrgenommenen Krieg der Medien zwar der augenscheinliche Erfolg, nämlich die Befreiung Kuwaits und auch die Etablierung eines quasi unabhängigen Kurdengebiets im Nordirak publik gemacht, wobei die Flugverbotszonen im Norden und Süden des Irak allerdings eine Reaktion der UNO auf die Fakten war. Bei aller Kritik an der militärischen Intervention konnten doch der Öffentlichkeit damit immerhin auch Erfolge präsentiert werden. Was damals nicht so bekannt gemacht wurde ist die Tatsache, dass es auch in weiten Teilen der irakischen Bevölkerung eine Saddam-Müdigkeit gab, welche möglicherweise zu einer erfolgreichen Reorganisation des Staates von innen heraus geführt hätte- wenn dafür auch alliierte Unterstützung notwendig gewesen wäre. Diese blieb jedoch im entscheidenden Moment aus, mit den hinlänglich bekannten Folgen, dass das Regime Saddam Husseins für weitere 12 Jahre fest im Sattel sitzen konnte.
Der im Buch beschriebene Rückzug der Amerikaner angesichts eines Flüchtlingsstroms erinnert stark an denjenigen aus Vietnam, als dort seinerzeit alles verloren war und man die Bevölkerung sich selbst überließ.

Fazit: Khiders Buch ist sehr empfehlenswert und das nicht nur für die politisch interessierten, denn auch das Einzelschicksal der Hauptfigur Mahdi, der die Tauben liebt, ist als solches sehr einfühlsam und humorvoll beschrieben. Die Biographie des Autors, welcher selbst Gefängnis und Flucht erlebte, macht die Geschichte glaubhaft. Das Buch könnte das Verständnis dafür wecken, dass es unabhängig von den politischen zeitbezogenen Faktoren immer wieder in der Geschichte gute Gründe gibt, welche die Menschen veranlassen, ihre Heimat zu verlassen.
Ein Verständnis, welches nicht überall vorhanden ist.
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Ein wunderbarer Roman
Abbas Khider hat mit "Die Orangen des Präsidenten" einen wirklich beeindruckenden Roman vorgelegt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von HeikeM veröffentlicht
berührt wie der vorgänger
die erzählung folgt zwei handlungssträngen, zum einen den erinnerungen des protagonisten/khiders an seine zeit in einem irakischen gefängnis, zum anderen den... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Unbekannter Zeuge veröffentlicht
Von gefolterten Taubenzüchtern
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Abbas Khider: Die Orangen des Präsidenten
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Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Es ist ein Wunder, wie ein Mensch, den so etwas Schlimmes wiederfahren ist, ein Buch mit soviel Wärme und Klarheit schreiben kann... Lesen Sie weiter...
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Der ursprünglich im Irak geborene Abbas Khider, der heute in Berlin lebt, hat hier seine Geschichte und den Krieg, den Irak der 80er und 90er Jahre beschrieben. Lesen Sie weiter...
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