Aus der Amazon.de-Redaktion
Rüdiger Jungbluth rollt die Geschichte der Unternehmerdynastie recht anschaulich auf, verheddert sich aber gelegentlich in dem verzweigten Stammbaum des Clans. Auch bleibt die Gewichtung des Stoffs bisweilen unklar. So breitet der Autor den Entführungsfall Richard Oetker, der 1976 die Republik aufwühlte, detailversessen auf 28 Buchseiten aus. Anderes hingegen wird denkbar knapp abgehandelt. Zum Beispiel der tief greifende Konzernumbau, den der derzeitige Firmenchef August Oetker in die Wege geleitet hat. Hier hätte man sich mehr Einblick in die strategischen Überlegungen des Firmenlenkers gewünscht.
Das aber scheiterte an der Weigerung der Familie, mit dem Autor zusammenzuarbeiten. Der nämlich hatte bereits in seinem Buch über Die Quandts die Verstrickungen der Unternehmerfamilie in die NS-Diktatur klar herausgearbeitet. Das tut er nun auch in Sachen Oetker. Trotz der Informationssperre wird das dunkle Kapitel in der Firmengeschichte, dessen schwärzester Punkt in der vielgestaltigen Verbindung von Familie und Firma zur SS des Heinrich Himmler liegt, gut recherchiert aufgearbeitet. Ein empfehlenswertes Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte. -- Winfried Kretschmer
Pressestimmen
09.09.2004 / Stern: Man nehme, was man kriegen kann "Das Buch räumt mit sorgfältig gepflegten Legenden auf, die die Backpulver-Dynastie noch heute im Internet verbreitet."
11.09.2004 / Westfalen-Blatt: Nicht mal das Backpulver geht auf wie gewohnt... "Jungbluth versteht es, Familien- und Unternehmensgeschichte, Individual-, Lokal- und sogar Weltgeschichte auf das Spannendste zu verknüpfen."
15.09.2004 / Financial Times Deutschland: Die Backpulver-Dynastie "Jungbluth offenbart überraschende Einblicke in seiner kenntnisreichen Biografie der Unternehmerfamilie Oetker."
19.09.2004 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Mehr als nur Backpulver "Jungbluth schildert das Zusammenspiel von Familientradition, Wirtschaft und Macht, erklärt die ökonomische Erfolgsgeschichte und räumt mit Legenden auf."
23.09.2004 / Wirtschaftswoche: Die Oetkers "Jungbluth gelingt ein ebenso lebendig wie detailliert geschriebenes, stets sachliches Porträt."
25.09.2004 / Süddeutsche Zeitung: Von gut gehüteten Geheimnissen "Anschaulich und gut recherchiert"
01.10.2004 / Handelsblatt: Der Reiz der Familie "Ein exzellentes Marketing-Buch."
01.10.2004 / Spiegel Special: Buddenbrooks in Bielefeld "Der Wirtschaftsjournalist Jungbluth beschreibt die Oetkers als Gründerfamilie, die ihren Namen geschickt als Marketinginstrument einsetzten - und ihn für die Nachkommen gleichermaßen zur Chance und Bürde machten."
01.10.2004 / Bücher: Buchmesse-Special: Die 100 besten Neuerscheinungen "Der Autor zeichnet ein detailliertes und sachliches Bild der bekanntesten Unternehmerfamilie Deutschlands. Gute Mischung."
25.03.2005 / Stuttgarter Zeitung: Oetker: geschickt, erfolgreich, skrupellos "Wer mehr über die Familie Oetker wissen will, dem sei dieses Buch sehr empfohlen."
