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Die Oetkers: Geschäfte und Geheimnisse ber bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands
 
 
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Die Oetkers: Geschäfte und Geheimnisse ber bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands [Taschenbuch]

Rüdiger Jungbluth
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 2 (26. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404615948
  • ISBN-13: 978-3404615940
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 112.194 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Rüdiger Jungbluth
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gemeinhin steht „Dr. Oetker“ für Backpulver und Pudding. Doch dieses tradierte Bild der Marke, die zu den bekanntesten in Deutschland zählt, stimmt schon lange nicht mehr. Längst ist aus dem Nahrungsmittelhersteller ein verzweigter Mischkonzern geworden, dessen Portfolio von Bier über Pizza, Sekt und Erdnüsse bis zur Schifffahrt reicht. „Der Oetker-Konzern ist ein ungewöhnlich breit gefächertes Konglomerat, wie es keine zweite Unternehmerfamilie in Deutschland errichtet hat“, resümiert der Buchautor Rüdiger Jungbluth in seiner Unternehmensbiographie über „Geschäfte und Geheimnisse der bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands“. Die Firmengruppe besteht aus 332 Unternehmen, von denen 132 ihren Sitz im Ausland haben, beschäftigt mehr als 20.000 Menschen und erzielt einen Jahresumsatz von geschätzten 5,5 Milliarden Euro.

Rüdiger Jungbluth rollt die Geschichte der Unternehmerdynastie recht anschaulich auf, verheddert sich aber gelegentlich in dem verzweigten Stammbaum des Clans. Auch bleibt die Gewichtung des Stoffs bisweilen unklar. So breitet der Autor den Entführungsfall Richard Oetker, der 1976 die Republik aufwühlte, detailversessen auf 28 Buchseiten aus. Anderes hingegen wird denkbar knapp abgehandelt. Zum Beispiel der tief greifende Konzernumbau, den der derzeitige Firmenchef August Oetker in die Wege geleitet hat. Hier hätte man sich mehr Einblick in die strategischen Überlegungen des Firmenlenkers gewünscht.

Das aber scheiterte an der Weigerung der Familie, mit dem Autor zusammenzuarbeiten. Der nämlich hatte bereits in seinem Buch über Die Quandts die Verstrickungen der Unternehmerfamilie in die NS-Diktatur klar herausgearbeitet. Das tut er nun auch in Sachen „Oetker“. Trotz der Informationssperre wird das dunkle Kapitel in der Firmengeschichte, dessen schwärzester Punkt in der „vielgestaltigen Verbindung von Familie und Firma zur SS des Heinrich Himmler“ liegt, gut recherchiert aufgearbeitet. Ein empfehlenswertes Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte. -- Winfried Kretschmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Das Buch räumt mit sorgfältig gepflegten Legenden auf, die die Backpulver-Dynastie noch heute im Internet verbreitet." (Stern)

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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mio
Format:Gebundene Ausgabe
Die Familien Oetker sind bekannt für Backpulver und Pudding. Nicht minder erfolgreich sind sie allerdings in der Schifffahrt, bei Tiefkühlkost und als Deutschlands größte Bierbrauer bzw. Nummer zwei bei der Sektherstellung. Über den zweiten Familienzweig herrschen sie außerdem über die Schwartau-Werke (Konfitüre, Corny-Müsli-Riegel & Co).

Rüdiger Jungbluth gelingt es, nach "Die Quandts" ein weiteres Mal die (Erfolgs-)Geschichte einer Familiendynastie feinsäuberlich aufzudröseln und spannend aufzuzeigen, wie sich ein solches Imperium von Generation zu Generation wandelt, im Grunde aber immer weiterwächst.

Jungbluth ist ein Erzählkünstler. Wie leicht könnte man sich bei den Dutzenden von Oetkers verzetteln. Nicht er. Geschickt beginnt er z.B. mit zwei Nebenfiguren, um nach der Einführung des Gründers zu ihnen zurückzukehren und anschließend den historischen Faden weiterspinnen zu können.

Er spart die Verstrickungen in der Nazi-Zeit genauso wenig aus, wie die erheblichen Steuergeschenke, von denen Unternehmer wie die Oetkers bei der Währungsumstellung, vor allem aber in der Nachkriegszeit profitiert haben. Ebenso schildert Jungbluth, wie der deutsche Wirtschafts-Multifunktionär Arend Oetker sein Imperium still und heimlich ins Steuerparadies Schweiz übersiedelt.

Zwei Stellen haben mich besonders beeindruckt: U.a. zeigt ein Foto, wie um die Jahrhundertwende Backpulver schon maschinell in imposanten Fabriken hergestellt wurde. Davor warten allerdings noch einfache Pferdefuhrwerke, mit denen die Ware abtransportiert wurde. Hier wird einem sehr bildhaft die wahre Pionierleistung von Unternehmern wie August Oetker vor Augen geführt, die mit den Mitteln ihrer Zeit große Ideen voranbrachten.

Oetkers haben vor allen anderen verstanden, ihren Namen zu einem Markenzeichen und zu einem wahren "Householdname" zu machen. Ob in Zeitungsannoncen oder in selbst verlegten Koch- und Backlehrbüchern - ihnen war kein Mittel zu obskur, um Hausfrauen und Mütter auf ihr Backpulver einzuschwören. Auch das ein Beispiel für die Innovationsfreude dieser Zeit.

Ich habe "Die Oetkers" verschlungen wie "Die Quandts". Rüdiger Jungbluth bleibt für mich Deutschlands bester Business-Biograph. Er hat einen klaren, strukturierten Stil - und versteht es Zusammenhänge herauszuarbeiten. Er gibt einem das gute Gefühl, sich aus vielen Quellen zu bedienen und hakt auch nach, wenn ihm die offiziellen Türen verschlossen bleiben.

Fazit: Knapper und spannender kann man so eine Geschichte nicht erzählen!

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Man nehme Dr. Oetker": Dieser Slogan hat sich in die Köpfe der deutschen Konsumenten eingebrannt - anscheinend für immer. Produkte aus dem Hause Oetker stehen für untadelige Qualität. Wie wichtig dieser über die Werbung zementierte Ruf für das Unternehmen ist, zeigt das Buch des Journalisten Rüdiger Jungbluth. Die Firmengeschichte über die Backpulverdynastie schließt nahtlos an die Tradition an, die im Wirtschaftsbuch-Genre "Unternehmensbiographien" zurzeit herrscht: In "Die Oetkers" wird allerhand firmeneigenes Legendenporzellan zerschlagen. Vieles hätten die Oetkers wohl gern weiter im Dunkel gehalten, etwa die Karriere des Patriarchen Rudolf-August Oetker in der Waffen-SS. Jungbluth bleibt fair in seiner Darstellung der historischen Ereignisse und zollt dort Anerkennung, wo es angebracht ist. Mag der Leser auch den Überblick verlieren ob der 53 auftretenden Oetkers, Jungbluth selbst passiert das nie. Wir empfehlen das Buch allen, die von schwungvoll geschriebenen Unternehmensbiographien nicht genug bekommen, sowie speziell Marketingmenschen, die sich für die Vorteile eines exzellenten Marken-Images interessieren.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr transparent 27. August 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Sehr spannend zu lesen. Die Oetkers haben eine sehr bewegte Firmengeschichte, gerade auch in der Zeit der Weltkriege, als das Unternehmen im Aufbau war.
Rüdiger Jungbluth macht das, meines erachten noch besser als bei "Die Quandts", sehr transparent und beschreibt an wichtigen Stellen sehr detailliert vor welchen Hürden die Oetkers gestanden haben.
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