Das Buch hat mich begeistert, und das von der ersten Seite an! Sehr realistisch und kurzweilig führt Lea Korte den Leser in das Spanien des 17. Jahrhunderts ein, entführt uns in das peruanische Vizekönigreich und verbindet die historischen Facts so geschickt mit der Lebensgeschichte der Hauptperson, dass man sie quasi nebenbei aufnimmt. Besonders berührt hat mich die Verlorenheit der Catalina, ihre Suche nach einem Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und Wurzeln ziehen kann, nach einem Menschen, der in allen Lebenslagen zu ihr steht - und hat für mich gerade dadurch auch einen sehr aktuellen Bezug. Ebenso sehr bewegte mich die Liebesgeschichte: sie verleiht dem Buch etwas Besonderes! Sie ist sehr sensibel erzählt, steckt voller Überraschungen, trägt zur Spannung des Buches bei - und eigentlich kann ich mir kaum vorstellen, dass es nicht so gewesen sein sollte, denn sie fügt sich ganz selbstverständlich in die Geschichte ein. Und noch einen Eindruck möchte ich anfügen: ich versank beim Lesen dermaßen tief in Catalinas Welt, dass ich, wenn ich wirklich einmal das Buch aus der Hand legen musste, jedes Mal eine ganze Weile brauchte, bis ich mich zurück in meine Realität gefunden hatte - so sehr hatte mich der Roman gepackt. Ein toller, ein lesenswerter Roman. Ich hoffe, wir bekommen von dieser Autorin noch mehr zu lesen!!!