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Die Nonne
 
 

Die Nonne [Kindle Edition]

Denis Diderot
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie Ausgabe.
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Klappentext

»Die Nonne... bewahrt als angemessenen Stil die rhetorische und oratorische Insistenz, die ihr anfechtbarster Aspekt ist, besitzt aber auch die Reinheit und die Gewalt des Tragischen, die sie zu einem Meisterwerk der visionären Kunst machen.« Robert Mauzi

Produktinformation


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ein bedeutender Roman der französischen Aufklärung: Unverblümt und eindrucksvoll legt Denis Diderot in "Die Nonne" die Heuchelei und Gewalttätigkeit seiner Zeit offen. Susanne Simonin, eine begabte junge Frau, wird, nur weil sie ein uneheliches Kind ist, von Erbe und Heirat ausgeschlossen und in ein Kloster gesperrt. Der Not gehorchend legt sie bald ihr Gelübde ab, doch ihr Wille, frei und selbstbestimmt zu leben, bleibt ungebrochen. Dies lässt sie zum Opfer sadistischer Schikanen werden. Die Mitschwestern beweisen bei ihren Quälereien große Ausdauer und Fantasie. Was wie eine seltsame Marotte wirkt, enthüllt Diderot als Auswuchs des repressiven klösterlichen Milieus. Der Roman führt präzise, gelegentlich satirisch zugespitzt, aber stets lebensnah die zerstörerische Macht des Geldes, der Konventionen und des religiösen Fanatismus vor und erkundet deren perverse Folgen: sadistische Triebe, zerrüttete Seelen, zwanghafte Neurosen. Insgeheim wird aber auch eine Gegenkraft gefeiert: Es ist der unverbrüchliche Freiheitswille, der Susanne davor schützt, gänzlich wahnsinnig zu werden oder ihren Widersachern Schaden zuzufügen. Das Buch ist nicht Diderots wichtigstes Werk, aber weiterhin sehr lesenswert.
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Format:Broschiert
"Die Nonne" ein Buch, das im achtzehnten Jahrhundert der Aufklärung diente und für einen Skandal gesorgt hat, ist heutzutage einfach nur noch ein leidlich interessant geschriebenes Buch.

Denis Diderots (1713-1784) Lebenswerk ist eine Enzyklopädie der Wissenschaften, Künste und Gewerbe in achtundzwanzig Bänden, die er zusammen mit Jean d'Alembert als Herausgeber veröffentlichte. Im Vorwort des Buches heißt es: "Das Zeitalter der Religion und der Philosophie ist dem Jahrhundert der Wissenschaften gewichen."
In seinem Buch "Die Nonne" wird die Geschichte von Marie-Suzanne Simonin erzählt. In Briefform berichtet sie, wie sie als sechzehnjähriges Mädchen dazu gezwungen wird, in ein Nonnenkloster zu gehen. "...für mich ist das Kloster sogar noch tausendmal schrecklicher als ein für Verbrecher bestimmtes Gefängnis." Das Mädchen muss die furchtbarsten Strafen auf sich nehmen, Hungerleiden, Kasteiungen, Ausschluss aus der Gemeinschaft, weil sie sich nicht zu dem Stand einer Nonne berufen fühlt, gegen die strengen Klosterregeln rebelliert und die Bigotterie, des christlichen Glaubens anprangert. "Ich fand es recht sonderbar, dass die gleiche Sache von Gott oder vom Teufel stammen sollte, ganz wie es ihnen passte." Doch nicht nur sadistischer Quälerei ist das Mädchen ausgesetzt, auch gegen machen Avancen anderer Schwestern muss sich das unschuldige und bildhübsche Mädchen wehren.
In dem Buch schildert Diderot ' er war selber gegen seinen Willen im Kloster -, den Kampf des Mädchens gegen die Kirche in einem beständigen auf- und ab der Gefühle und der äußeren Umstände. Das Mädchen wird mal von der einen Klostervorsteherin geliebt, dann von der anderen gehasst. An einem Tag bewundert, am anderen Tag gemieden. Etwas was sich in verschiedenen Klostern mehrfach wiederholt. Hier wäre ein bisschen weniger, mehr gewesen. Auch stellt Diderot das Mädchen, als etwas ganz besonderes dar, "...an geistigen und körperlichen Vorzügen, an Charakter und Begabung überlegen", vermutlich um die Verdorbenheit der damaligen Kirche besonders grausam darzustellen, doch wirkt es heute arg übertrieben.
Mit diesem Buch ist Diderot vor mehr als zweihundert Jahren ein wichtiges Buch gelungen, welches die Zustände der damaligen Klöster beschreibt und mit seiner groben und freizügigen Schilderung einen notwendigen Skandal auslöste und die Kirche allgemein in Frage stellte. "Sind denn die Klöster so wichtig für die Verfassung eines Staates?"
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von deathdealer92618 TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nach einer wahren, allerdings in diesem Buch leicht veränderten Begebenheit, schrieb Diderot diesen Roman. Hier geht es um ein junges Mädchen, welches gegen seinen Willen in ein Kloster gesteckt wird. Dies geschieht, da der Vater der nicht der leibliche Vater ist, das Mädchen sowieso nicht leiden kann und die Mutter meint durch die Abschiebung eine alte Sünde sühnen zu können. Im Laufe des Buches lernt Susanne, die Nonne wider Willen, drei Klöster kennen. Im ersten Kloster reicht es ihr noch ihren Unmut offen kund zu tun, um ihre Lage zu verbessern. Im zweiten Kloster (von Beginn an gleich von Diderot sehr düster und muffig beschrieben) ist sie völlig hilflos den Schikanen der Oberin und der restlichen Nonnen ausgeliefert. Das Beten wird ihr verboten, sie bekommt keine Kleider zum Wechseln, diverse Behältnisse zur Verrichtung der Notdurft werden ihr entwendet, das Gerücht wird verstreut, sie wäre vom Teufel bessesen wesewegen vor ihren Augen eine Schwester vor Angst in Ohnmacht fällt uvm. Im dritten Kloster (im Gegensatz zum vorigen zwar hell und freundlich, mit viel Tanz und Gesang, aber dennoch nicht wirklich das Paradies)) dann ist eine fast nymphomanische Oberin der Herd allen Übels, weil sie Susanne zur Befriedigung ihres sexuellen Verlangens ausnutzt und letztendlich deswegen wahnsinnig wird. Abgerundet wird das Buch dann noch durch das nachgestellte Vorwort, in dem der Leser erfährt wie es eigentlich zur Niederschrift dieser Geschichte kam und durch ein Nachwort von Robert Mauzi, welches mehr oder weniger Interessantes aufzubieten hat.

Geschrieben ist Die Nonne in Briefform oder genauer: Susanne schreibt ihre Memoiren einem Marquis in der Hoffnung die Geschichte findet bei ihm Gehör. Es offenbart sich eine Welt die man so wohl nicht erwartet hätte, in der ein Mensch zu meist durch falsche und/oder übertriebene Frömmigkeit, teilweise auch aus purem Eigennutz, schikaniert wird und Dinge über sich ergehen lassen muss, die sämtliche Grenzen überschreiten. Und das in einer Umgebung, die wohl von den meisten als der vielleicht friedlichste Ort auf Erden eingestuft wird.

3 Sterne gebe ich aber nur, weil ich zum einen den Schreibstil, der zu meist aus vielen kurzen Sätzen besteht, nicht so toll finde, da er den Zugang eher verwehrt als erleichtert. Zum zweiten hält sich die Spannung bzw. der Antrieb zum Weiterlesen eher im Hintergrund. Man blickt schnell durch, dass Susanne, egal in welchem Kloster sie sich aufhält, wohl niemals dort glücklich werden wird. Vor allem da sie zu Beginn gleich darauf aufmerksam macht. Auch das Susanne zwar mutig und stark genug ist ihre Meinung über das Klosterleben offen zu verbreiten, andererseits aber in manchen Situationen auch dermaßen naiv daher kommt...das passt nicht so ganz. Deshalb ist es für mich persönlich nur ein Buch welches man zwar aufgrund des heiklen Themas und der Tatsache das es zur Erscheinungszeit ein Skandal war, gelesen haben sollte, welches aber nicht unbedingt bleibende Eindrücke hinterlassen wird. Interessanterweise fand ich dieses Buch übrigens gar nicht so antiklerikal, wie es damals eingestuft wurde, denn obwohl das zwar alles Nonnen sind die der Hauptfigur hier Böses tun, ist es doch eben diese, die gerade durch den Glauben die Kraft erhält weiterzuleben. Zwar nicht an jeder Stelle im Buch, aber immerhin wird hier doch, zumindest am Rande gezeigt, wie stark der Glaube sein kann.
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