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Die Niemalsbraut [Gebundene Ausgabe]

Angeline Bauer
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

16. August 2012
Das Leben ist nicht leicht für Karoline, die jüngste Tochter vom Niedermoosbacher-Hof. Der Vater hatte auf einen Sohn gehofft, die Schwestern machen sie verantwortlich für den Tod der Mutter im Kindbett. Dazu kommt das unselige Versprechen, das die sterbende Mutter ihrem Mann abverlangte: Die sechs Töchter müssen der Reihe nach heiraten, Johanna als Älteste zuerst, Karoline als Jüngste zuletzt. Doch Johanna wird von einem Mann bitter enttäuscht und beschließt, nie zu heiraten. Als sie in den Bergen verunglückt und weitere Schwestern unter rätselhaften Umständen sterben, richtet sich der Verdacht auf Karoline. War sie tatsächlich bereit, für den Mann, den sie liebt, über Leichen zu gehen, oder ist sie selbst Opfer eines unheilvollen Spiels? Ein spannender, psychologisch bis ins Detail ausgearbeiteter Roman über ein unseliges Versprechen, das das Verhältnis unter den Schwestern systematisch vergiftet und eine junge Liebe im Keim zu ersticken droht.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Rosenheimer Verlagshaus; Auflage: 2. Auflage 2012 (16. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3475541246
  • ISBN-13: 978-3475541247
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 291.659 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Angeline Bauer reflektiert das Leben der Bauern im späten 19. Jahrhundert sehr einfühlsam und plastisch, was eine sehr authentische und intensive Atmosphäre schafft. (…) Bauer schreibt intensiv und farbenprächtig, verklärt nichts, hat aber auch keinen Hang etwas zu überdramatisieren, sondern lässt Situationen so lebendig werden, wie sie sich vor über hundert Jahren irgendwo auf dem Land hätten abspielen können. Diese realistische Lebendigkeit ist es auch, die einem die Geschichte, die letztendlich wegen der vielen Todesfälle auch noch sehr spannend ist, noch lange nachhaltig in Erinnerung halten wird. (…) Ein wirkliches Kleinod in der Fülle an Romanen, die den Markt überschwemmen. In den gerade einmal gut 200 Seiten hat Angeline Bauer eine Geschichte verpackt, die einem nachhaltig in Erinnerung bleiben wird! Ein Roman, den man jedem Leser, der Bücher mit schöner Sprache und gehobenem Erzählniveau liebt, nur von Herzen empfehlen kann. ((Leser-Welt.de, 21. Juni 2012))

Wie schreibt man einen Heimatroman, ohne sich in klischeehaften Bildern zu verstricken? Angeline Bauer weiß es. Sie legt mit ihrem Roman Die Niemalsbraut eine Geschichte vor, die zwar stark an einen Heimatroman erinnert, aber wesentlich mehr Tiefgang aufweist. Dazu kommen Krimielemente und letztlich ein wunderbare Beobachtung des bäuerlichen Lebens Ende des 19. Jahrhunderts in einem bayerischen Dorf. (…) Das Leben auf dem Hof wird in einfachen, aber starken Bildern geschildert und jeder kann sich in die Tagesabläufe hinein versetzen. Dies ist eindeutig eine der Stärken des Romans. Denn dadurch kann die Atmosphäre sich richtig entfalten. (…) Angeline Bauer hat mit Die Niemalsbraut einen eindrücklichen Roman vorgelegt, der in allen Bereichen überzeugt. ((Histo-Couch.de, 11.Juni 2012))

Über den Autor

Angeline Bauer startete als klassisch ausgebildete Tänzerin ins Berufsleben. 1991 schloss sie die Ausbildung zur psychologischen Beraterin ab und leitete eine eigene Praxis, bis sie sich ganz dem Schreiben zuwandte. Neben Sachbüchern, Ratgebern, heiter-frechen Frauenromanen und vielen Kurzgeschichten entstanden seither auch vier historische Romane. 2006 und 2009 war sie für den Sir Walter Scott Preis sowie den Literaturpreis Die Delia nominiert. Angeline Bauer lebt am Ort der Handlung von Die Niemalsbraut in Grassau am Chiemsee.

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4.0 von 5 Sternen Eindrucksvoller Heimatroman mit Krimi-Elementen 1. April 2013
Von €nigma TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Auf nur wenig mehr als 200 Seiten entfaltet sich die deprimierende Geschichte einer Bauernfamilie aus Grassau (Bayern) von 1869 bis in die Achtziger Jahre des 19.Jahrhunderts. Ähnlich wie in "Tannöd" von Anna-Maria Schenkel, das allerdings Jahrzehnte später spielt, erhält man einen Eindruck vom harten, weitgehend freudlosen Dasein der bayerischen Landbevölkerung, das von harter Arbeit, dem christlichen Glauben und althergebrachten Traditionen, die nicht hinterfragt werden, geprägt ist.
Durch das unselige Versprechen des Bauern an seine sterbende Frau, die sechs Töchter nur in der "richtigen" Reihenfolge heiraten zu lassen, kommt es unter den Mädchen zu Konflikten und offenem Hass. Etwas überzogen erscheint mir allerdings die Darstellung der Ältesten (Johanna), die, man kann es leider nicht anders ausdrücken, schon vor ihrer enttäuschten Erwartung ein ausgesprochener "Kotzbrocken" ist. Auch die Opferrolle der jüngsten Tochter Karoline wirkt übertrieben und lässt an Aschenputtel denken. Sollte diese Familienkonstellation in der beschriebenen Weise glaubwürdig sein, muss man dem Schicksal danken, nicht in eine traditionelle bayerische Bauernfamilie hineingeboren zu sein.
Die Darstellung der Ereignisse mag krass sein, aber sie lässt den Leser keinesfalls kalt. Man bekommt unweigerlich Mordgelüste gegenüber Johanna und der zweitältesten Schwester Reni und man leidet mit Karoline, deren einzige Vertrauensperson auf dem Hof ihre ehemalige Amme Thekla ist. Auch den Vater, der als Inhaber des Hofs das Sagen hat und ein völlig unsensibler Klotz ist, möchte der Leser am liebsten schütteln. Der anschauliche Erzählstil aus der personalen Perspektive vermittelt das Gefühl, selbst auf dem Niedermoosbacher-Hof anwesend zu sein.
Die Todesfälle werden unspektakulär dargestellt und die Ermittlungen erfolgen in simplen Verhören, jenseits aller modernen Forensik. Eine wirkliche Krimihandlung ist nicht gegeben, dennoch sind diese Vernehmungen interessant und laden auch den Leser zum Spekulieren über Täter und Motiv ein.

"Die Niemalsbraut" ist ein lesenswerter Roman, der das Leben in der bäuerlichen Gesellschaft im Bayern des ausgehenden 19.Jahrhunderts schildert. Teilweise erinnert das Buch an "Tannöd", durch den geradlinigen chronologischen Handlungsverlauf und die weniger dialektgeprägte Sprache ist es allerdings flüssiger zu lesen. Im Anhang gibt es ein Personenverzeichnis und auch ein Glossar regionaler Ausdrücke.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ricarda Ohligschlaeger "Herzgedanke" TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Leben ist nicht leicht für Karoline, die jüngste Tochter vom Niedermoosbacher-Hof. Der Vater hatte auf einen Sohn gehofft, die Schwestern machen sie verantwortlich für den Tod der Mutter im Kindbett. Dazu kommt das unselige Versprechen, das die sterbende Mutter ihrem Mann abverlangte: Die sechs Töchter müssen der Reihe nach heiraten, Johanna als Älteste zuerst, Karoline als Jüngste zuletzt. Doch Johanna wird von einem Mann bitter enttäuscht und beschließt, nie zu heiraten. Als sie in den Bergen verunglückt und weitere Schwestern unter rätselhaften Umständen sterben, richtet sich der Verdacht auf Karoline. War sie tatsächlich bereit, für den Mann, den sie liebt, über Leichen zu gehen, oder ist sie selbst Opfer eines unheilvollen Spiels? Ein spannender, psychologisch bis ins Detail ausgearbeiteter Roman über ein unseliges Versprechen, das das Verhältnis unter den Schwestern systematisch vergiftet und eine junge Liebe im Keim zu ersticken droht.
(Kurzbeschreibung laut [...])

Aufmerksam wurde ich auf "Die Niemalsbraut" bei einer Lesung der Autorin in Grassau, wo ich ein paar Tage verbrachte. Allein die Kurzbeschreibung und die dort vorgetragenen Szenen weckten in mir die Neugier es zu lesen.
Deutlichstes Merkmal der Geschichte ist die Sprache, die sich eng an der damaligen Zeit orientiert und mich nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten direkt ins 19. Jahrhundert katapultierte.
Das zweite Merkmal ist die Kaltherzigkeit der einzelnen Familienmitglieder, die Angeline Bauer so beängstigend in ihre Zeilen einfließen lassen hat, dass ich nach ca. 50 Seiten das Buch zur Seite legen wollte.
Auf den ersten Seiten wird das durch Vater dargestellt, der sein neugeborenes Kind nicht sehen will, weil es kein Bub ist. Später dann sind es die Schwestern, die sich Karoline als Sündenbock ausgesucht haben und ihr somit das Leben zur Hölle machen. Mehr als einmal schüttelte ich entsetzt den Kopf über so viel Lieblosigkeit und Brutalität.
Doch da hatte mich die Geschichte schon zu sehr gepackt, als das ich sie beiseite hätte legen können, denn nach und nach entwickelt sich der Roman immer mehr zu einem wahren Krimi.
Und auch hier hat Angeline Bauer mich überzeugt, denn wer letzten Endes hinter den Todesfällen, die sich in der Familie häufen steckt, blieb bis zum Schluss ein Rätsel.
Die Protagonisten des Romans haben die Schuldige natürlich viel schneller gefunden, doch soll ihre Engstirnigkeit noch hart bestraft werden.

"Die Niemalsbraut" ist kein leichter Schmöker, sondern ein berührendes und vor allen Dingen aufwühlendes Buch, was das harte und sehr oft engstirnige Leben der Menschen im 19. Jahrhundert hervorragend darstellt.

Kleiner Tipp: Wer einmal in Grassau war wird so manches Eckchen wiederfinden, was das Buch noch bildhafter gestaltet.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Susanne TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als jüngste von sechs Töchtern des Niedermoosbacher Bauern hat es Karoline nicht leicht, noch dazu, weil die Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist. Der Bauer hat auf einen männlichen Erben gehofft, aber der einzige Junge der Familie hat das frühe Kindesalter nicht überlebt. Dazu kommt, dass der Niedermoosbacher seiner Frau in ihrer letzten Stunde ein Versprechen gegeben hat. Die Töchter dürfen nur der Reihe nach heiraten, angefangen bei der Ältesten.
Die Familie sieht in Karoline den Sündenbock und macht sie für den Tod der Mutter verantwortlich. Als die älteste Tochter, Johanna, eines Tages tödlich verunglückt, fällt sofort der Verdacht auf die Jüngste. Für Karoline stehen die Chancen auf eine Ehe schlecht. Aber sie ist verliebt und verzweifelt. Es bleibt nicht bei dem einen Unfall in der Familie, und inzwischen steht für fast alle fest, dass Karoline ihren Schwestern nach dem Leben trachtet. Nur ihre Amme und Patin Thekla hält zu ihr und ist von der Unschuld des Mädchens überzeugt.

Der Roman beschreibt einerseits die Suche eines jungen Mädchens nach ihrem Lebensglück, aber er schildert auch die Verhältnisse in der Familie und ihrem Umfeld, wie sie wohl in der damaligen Zeit häufig an der Tagesordnung waren. Im 19. Jahrhundert, als jüngste Tochter eines Bauern, wird Karoline nicht gerade mit Liebe und Fürsorge überhäuft, ganz im Gegenteil, denn alle sehen in ihr die Schuldige für die Misere, in der die Familie steckt. In der Reihenfolge für eine Heirat käme sie erst an sechster Stelle, und Johanna, die Älteste, hat nach einer Enttäuschung geäußert, nie heiraten zu wollen. Damit wären die Aussichten, eine Familie zu gründen, für die jüngeren Schwestern gleich Null.
Ein starkes Motiv gäbe es für Karoline, die Schwestern aus dem Weg haben zu wollen, aber andererseits wird die junge Frau so geradlinig, offen und liebenswert dargestellt, dass man ihr eine schlimme Tat gar nicht zutraut. In einem Umfeld, geprägt von Misstrauen, Vorurteilen und Neid muss Karoline nicht nur für ihr Glück kämpfen und ihre Liebe retten, sondern sich auch gegen ihre Mitmenschen zur Wehr setzen, die nur das sehen, was sie sehen wollen.
Die Autorin trifft mit ihrem Schreibstil den Ton der damaligen Zeit sehr gut. Schonungslos und dabei glaubwürdig und einfühlsam erzählt sie, wie es früher war, denn dramatische Umstände, ähnlich wie in Karolines Fall, waren sicher nicht selten. Dass sich hier, zum normalen Leben einer Bauernfamilie, noch mehrere Kriminalfälle gesellen, macht die Geschichte äußerst spannend. Bis zuletzt ist unklar, was es mit den mysteriösen Todesfällen auf sich hat.
Ein fesselndes und zugleich berührendes Buch, das nur einen Fehler hat: Es ist viel zu schnell gelesen! Dafür ist es prall mit packender Handlung angefüllt, die keine Längen aufweist, sondern den Leser durchgehend in Atem hält.
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