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Klar kann sich das Budget des Films sicherlich nicht mit großen Hollywoodproduktionen messen, aber trotzdem wäre da wesentlich mehr drin gewesen - vor allem wenn man sich bei der Verfilmung wirklich an die Sage gehalten hätte und nicht alles freier als frei interpretiert hätte.
So ist das ganze eben nur seichte Unterhaltung auf dem üblichen Niveau von TV-Produktionen wie Hai Alarm auf Mallorca & Co.
Daher werden Fans der Sage und jeder andere echte Fantasyfan den Kauf dieses Machwerks bereuen
Das Nibelungenlied steht für Heldentum, Ehre und Treue bis in den Tod. Aber in diesem Streifen kam nichts davon rüber. So haben wir einen Siegfried, der nicht eine Sekunde lang meine Sympathie gewinnen konnte und ich mir schon in den ersten zehn Minuten erhoffte, dass er endlich von Hagen erschlagen wird. Aber leider kam er auch noch im zweiten Teil, bis fast zum Schluss vor. In meiner Vorstellung ist Siegfried nunmal ein blonder, wackerer Recke, den Benno Fürmann (selbst abgesehen von der Haarfarbe) mehr schlecht als recht darstellte. Siegfried ist nunmal blond, blond und nochmals blond!!
Ebenso konnte mich ein Hagen von Tronje, der ein Sheriff von Nottingham sein könnte, nicht düster genug, nicht seinem Königshaus treu ergeben, sondern ein Verräter, ein Lump, ein raffgieriger Intrigant, nicht überzeugen.
Auch Gunther, der mir alles andere, als ein schillernder König zu sein scheint, hatte sich nicht besonders hervorgehoben. Und Kriemhild, die gerade einmal einer einfältigen dummen Gans die Show stehen konnte und niemals als Rachegöttin auftreten könnte, zu der sie, nach Vorlage, im zweiten Teil werden müsste, hatte mich den letzten Nerv gekostet. Grausamkeiten für alle Nibelungenfans, die die Sage in sich einverleibt haben.
Nein, nichts hatte dieser Film mit dem Original zu tun. Das Grausamste war jedoch das Ende. Man mag noch verzeihen, dass viele Charaktere fehlten, die für die Geschichte wichtig sind, man sehe noch darüber hinweg, dass der eine oder andere Schauspieler nicht passte, man mag vielleicht noch beide Augen zudrücken, wenn man die Story so verschandelt, aber dieses Ende kann man einfach nicht verzeihen. Es fehlte alles, was der zweite Teil und in meinen Augen den Höhepunkt der Sage ausmacht. König Etzel, die Rache von Kriemhild und das Ende der Burgunder: Das ist der Nibelungen Not!
Ebenso brutal, insbesondere für meine Ohren, empfand ich die Dialoge, die mehr, als nur unpassend und schlecht waren, mehr noch, sie waren einfach nur peinlich. Dabei hätte der Drehbuchautor die schöne Sprache, ihre Ausdruckskraft, ihre so wohl klingenden Worte, so leicht übernehmen können. Die Macher des Films haben das Potential dieser Sage einfach nicht ergriffen.
Dennoch gibt es zwei Sterne, der eine für die Mühe und manchmal auch schön anzusehenden Bilder und Szenen, der zweite für Brunhild, die einzige Lichtgestalt in diesem Film.
Ich hoffe nur, dass eines Tages ein neues Team dieses Thema umsetzt und das Geld besser verwendet, mehr darauf bedacht, die Aussage der Geschichte wiederzugeben, denn sich auf teuere und actionüberladene Computeranimationen zu konzentrieren.
Ein Rat an alle, die sich für das Nibelungenlied wirklich interessieren: Lest das Original, oder seht euch den Film von Fritz Lang an, aber lasst die Hände von dieser Version!
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