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Die New York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen [Taschenbuch]

Paul Auster , Joachim A. Frank
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 2008 --  

Kurzbeschreibung

2008
Jeder der drei Romane der "New York-Trilogie" wirkt zunächst wie eine klassische, spannungsgeladene Kriminalgeschichte, die den Leser mit raffiniert ausgelegten "Ködern" in den Bann zieht. Aber bald scheinen die vordergründig logischen Zusammenhänge nicht mehr zu stimmen. Die Rollen der Täter und der Opfer, der Verfolger und der Verfolgten verschieben sich auf rätselhafte Weise. Schritt für Schritt wird der Beobachter - der Detektiv, Autor, Leser - aus seiner sicheren Distanz gelockt und in ein Spiel mit seinen eigenen Erwartungen verstrickt.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 28 (2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349912548X
  • ISBN-13: 978-3499125485
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 134.306 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Jeder der drei Romane wirkt zunächst wie eine klassische, spannungsgeladene Kriminalgeschichte, die den Leser mit raffiniert ausgelegten 'Ködern' in den Bann zieht. Aber bald scheinen die vordergründig logischen Zusammenhänge nicht mehr zu stimmen. Die Rollen der Täter und der Opfer, der Verfolger und der Verfolgten verschieben sich auf rätselhafte Weise. Schritt für Schritt wird der Beobacheter - der Detektiv, Autor, Leser - aus seiner sicheren Distanz gelockt und in ein Spiel mit seinen eigenen Erwartungen verstrickt." (Sunday Times)

Über den Autor

Paul Auster , geb. 1947 in Newark, New Jersey, als Nachkomme eingewanderter österreichischer Juden. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University New York (B.A. und M.A.) und fuhr danach als Matrose auf einem Öltanker zur See. 1971-74 lebte er in Frankreich, hauptsächlich in Paris. Nach seiner Rückkehr in die USA nahm er einen Lehrauftrag an der Columbia University an und arbeitete zusätzlich als Übersetzer französischer Autoren (Blanchot, Bouchet, Dupin, Joubert, Mallarmé, Sartre) sowie als Herausgeber französischer Literatur in amerikanischen Verlagen. 2006 erhält er den Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von dibegup
Format:Taschenbuch
Dieser hochgerühmte Autor hat wirklich seinen besonderen Schreibstil. Virtuos spielt er auf der Klaviatur mit der Auslegung von falschen Ködern, mit unseren Erwartungen, mit Verwirrung von Hauptperson, seiner eigenen Autorenperson, einer Ich-Figur und dem Leser und am Ende befindet sich der Leser ungeahnt allein (beim zweiten Roman weiß man allerdings schon, daß es so sein wird). Die Auflösungen der Geschichten sind immer unvollständig und hinterlassen einen einsamen Nachgeschmack. Genau das ist Austers Ziel. Städtische Verlorenheit wird so spürbar, und erlebbar. Die Geschichten sind nie zu Ende. Das ist zugleich Stärke und Schwäche dieser drei kurzen Romane Stadt aus Glas, Schlagschatten und Hinter verschlossenen Türen, die als New York-Trilogie zusammengefaßt werden.

Paul Auster scheint Kriminalgeschichten zu mögen, eine Anziehung zu Bettlern und für völlig ins Abseits rutschende Gestalten zu haben. Warum dies den handelnden Personen letztlich widerfährt, bleibt eigentlich rätselhaft. Ist es Zufall? Liegt es im Charakter der Personen bereits begründet? Vermutlich beides. Die Personen haben von Anfang an etwas morbides, selbstzerstörerisches, das ihnen im Laufe der drei Romane zum Verhängnis wird. Es gibt keine Figur in den Romanen, die ein "normales" Leben hat. Es gibt höchsten so etwas wie einen Zustand, der zu Beginn der Geschichte als "Normalität" gelebt wird. Aber im Grunde sind alle Ausgangssituationen von Anfang an verrückt und tragen den Keim der Selbstzerstörung schon in sich. Es sind also drei absurde Romane, die als scheinbare Dedektivgeschichten daher kommen.

- Im ersten Roman wird ein Kriminalautor durch eine Verwechslung, die er bewußt akzeptiert, ungewollt zum Penner und ist am Ende ungeklärt verschwunden.
- Im zweiten Roman wird ein Privatdedektiv auf einen Mann angesetzt, von dem er am Ende erfährt, daß es sein Auftraggeber ist und dieser ihn gleichzeitig beobachtet.
- Im dritten Roman - dem für mich stärksten - veröffentlicht ein Mann die Romane, Gedichte und Theaterstücke seines verschollenen Jugendfreundes und erhält dann überraschend einen Brief von dem vermeintlich Gestorbenen. Daraufhin gerät sein Leben aus den Fugen und er kann es nur unter großer Mühe wieder einigermaßen ins Lot bringen.

Paul Auster hat es sich in diesem Buch (ich kenne kein anderes) zur Aufgabe gemacht, die Zerbrechlichkeit durch äußere scheinbare Nichtigkeiten eines vorher funktionierenden Lebens aufzuzeigen. Die Zerstörung des Lebens findet allmählich statt, kaum merklich wie ein Gleiswechsel, bis die Figur plötzich erkennt, daß sie auf der falschen Schiene in die falsche Richtung läuft. Dann ist es jedoch zu spät. Wie Auster das macht, ist äußerst geschickt, stilistisch interessant und gekonnt. Häufig nimmt er das Endergebnis einer Situation schon vorweg ("Später wußte ich, das war ein Fehler..."). Trotzdem bleibt die Handlung und die Erzählweise sehr spannend. Die Einflechtung einer Beobachterperson am Ende des ersten Romans, die dann als Ich schreibt, ist schon verrückt.

Zugleich ist diese Beobachterhaltung, die auch die Romanfiguren selbst schon haben, mein Kritikpunkt, da sie eine kühle Distanz auf alle Geschichten aufrecht erhält.Als Leser läßt man sich wenig auf Austers Figuren ein, man bleibt immer ein wenig außen vor. Im dritten Roman ist das etwas anders. Als Leser empfindet man stark mit dem Mann mit, der das Leben seines Jugendfreundes zu rekonstruieren versucht. Deshalb finde ich Hinter verschlossenen Türen auch den besten Teil.

Andererseits vermittelt Auster durch diese Kühle etwas von der Großstadtanonymität und der sozialen Kälte, die Menschen dort erfahren können. Das ist interessant, äußerst interessant sogar. Aber ich persönlich möchte berührt werden. Für mich soll ein Buch irgendwo ans Herz greifen. Deshalb finde ich die Erfahrung mit Paul Auster sehr, sehr lesenswert, aber am Ende ein wenig zu kühl.

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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lesevergnügen der besonderen Art. 30. Juni 2000
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Paul Auster führt den Leser seiner New York Trilogie ein wenig aufs Glatteis, Geschichten, die wie ein Krimi beginnen, enden unter Umständen im Nichts. So auch der Fall im ersten Teil, der "Stadt auf Glass", in der der Schriftsteller Quinn, der sich als Detektiv ausgibt einen Fall auflklären soll, was am Ende aber nicht zu der erwünschten Auflösung führt. Auster versteht es geschickt andere Texte in seine eigenen mit einfließen zu lassen, so schreibt er nicht nur über Don Quijote, sondern läßt den Namen des Autoren (Miguel de Cervantes Saavedra) in Form eines Nebencharakter dessen Name Michael Saavedra ist auftreten. In allen drei Büchern spielt Auster mit dem Verhältnis das Autor, Leser und Text zueinander haben und haben können. Die Bücher fordern dazu auf sich mit ihnen auseinanderzusetzen, und man wird hierbei auf einige erstaunliche Erkenntnisse kommen, die einen Literaturgenießer sicher ein ganz besonderes Lesevergnügen bescheren. Wer sich nicht auf diese Detektivgeschichten (die nicht immer ein Ende haben) einlassen möchte, sollte vielleicht erstmal den "Mond über Manhatten" probieren, der den Leser ebenfalls fasziniert, und auch ohne Hintergrundwissen ein Lesevergnügen bietet.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zugegeben, beim ersten Versuch vor ein paar Jahren, mir das Buch vorzunehmen, war ich gescheitert. Auch beim zweiten Anlauf überwog anfangs die Skepsis. "Das Buch ist irgendwie komisch", hatte mich eine Freundin gewarnt. Komisch, ja. Das trifft zu. Denn die drei Geschichten kommen zunächst als ganz normale Krimis daher. Doch dann konfrontieren sie den Leser plötzlich mit literaturtheoretischen Überlegungen zur Urheberschaft von Don Quijote und anderen Themen der Weltliteratur (mit denen man sich allerdings nicht zuvor auseinandergesetzt haben muss). Und dann, ja, dann gibt es noch nicht mal eine klassische Auflösung! Verwirrend ist vor allem, dass sich mitunter die Identitäten der Protagonisten vermischen, und am Ende jeder Geschichte scheint alles verworrener zu sein als zuvor.
Tatsächlich kommt man in diesem Werk mit der bewährten Herangehensweise an einen Kriminalroman nicht weit. Mit der "New York-Trilogie" nimmt Auster die klassische Detektivgeschichte auseinander und entledigt sich ihrer zwingenden Logik, dem traditionellen Grundgerüst des Genres, um es auf das Wesentliche und Atmosphärische zu reduzieren: mysteriöse Anrufe, das Beschatten und Beobachten eines unbekannten Anderen, in eine andere Identität schlüpfen, auf ein Motiv spekulieren.
Was dabei übrig bleibt, ist ein literarischer Grenzgang zwischen dem Selbst und dem Anderen. Unheimlich, entlarvend, erkenntnisreich.
Was passiert beim obessiven Blick auf den Anderen? Man gerät so sehr ins Spekulieren und verliert sich in den Sphären der eigenen Erwartungen, dass man im fremden Gegenüber niemand anderes als sich selbst erkennt. Das abgespaltene Ego. Das verunsicherte Selbst, der eigene Schatten, das Verdrängte in uns. Paul Auster hat dafür sehr eindrückliche Sprachbilder erschaffen.
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2.0 von 5 Sternen Paul Auster ist ein Anfänger auf literarischem Gebiet, nicht...
Einige Sequenzen sind literarisch gelungen, aber viele sind langweilig und geschmacklos. Es kommen viele Selbstbespiegelungen einer kranken Seele vor, aber keine Ideen zur Heilung... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Lectorianus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Alles ist möglich (...), daran sollten Sie denken."
Die Handlung der "New York-Trilogie" zu beschreiben wird den einzelnen Novellen eigentlich nicht gerecht. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von satsche veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Fesselnder als die meisten echten Krimis
Auster schreibt drei scheinbare Kriminalgeschichten, in denen im Endeffekt kein Vergehen bekannt wird, es geschieht kein Mord, es gibt überhaupt keinen Fall. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Jörg Wolter veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nichts für rational denkende Menschen.
Ich habe die erste Geschichte des Buches gelesen. Jetzt warte ich seit zwei Tagen vergeblich, dass sich etwas wie Erkenntnis bei mir zeigt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. April 2010 von Jane
5.0 von 5 Sternen Bizarr und doch unvergesslich...
Die New York Trilogie hat mich fasziniert und lässt mich auch nach dem Lesen noch nicht wirklich los! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. März 2009 von Weinpflaume
5.0 von 5 Sternen Spannend und intelligent!
Ale drei Teile in einem Band! Sollte der Leser von heute gelesen haben, denn so muss moderne Literatur sein - intelligent und dazu so spannend, dass man es kaum aushält, bis... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2008 von Ingo Fritsch
5.0 von 5 Sternen Willkommen im Leben
Eine Freundin gab mir dieses Buch für die Zugfahrt, die ich wie jedes Wochende vor mir hatte mit den Worten:"Du magst John Irwing ? Auster hat mich an ihn erinnert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2008 von Knuddelschnuff
5.0 von 5 Sternen Unglaublich spannend...
Ich habe mir die New-York-Triologie im Jahr 1997 gekauft und bis dato stand sie in meinem Bücherschrank. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2007 von Beatrix Graf
5.0 von 5 Sternen der Großstadt in gewaltiger Sprache!
Die New York Trilogie von Auster gehört zu den gewaltigsten Werken der Weltliteratur. Feinsinnig zeigt er mit großer Sensibilität wie der einsame Mensch, das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2007 von A. Schmitt
4.0 von 5 Sternen Zerbrechlich wie das Leben
Zugegebenermaßen war ich etwas verwirrt als ich den ersten Teil der New York-Trilogie (Stadt aus Glas) zu Ende gelesen hatte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2006 von Robert Kopitsch
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