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Die Netzflickerin
 
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Die Netzflickerin [Gebundene Ausgabe]

Maarten 't Hart
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Arche Verlag (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3716022373
  • ISBN-13: 978-3716022375
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,1 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 304.103 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Maarten 't Hart
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bei uns wurde der Niederländer Maarten 't Hart mit seinem Roman Das Wüten der ganzen Welt auf einen Schlag berühmt.

Sein neues Buch Die Netzflickerin erzählt das Leben des Apothekers Simon Minderhout. Geboren wurde er 1914 und schon in der scheinbar unbeschwerten Kindheit treten ihm die Fragen entgegen, die ihn sein ganzes Leben beschäftigten werden. Ist er Schuld am Tod seines Freundes? Die beiden hatten sich darum gestritten, wer den Rest in der Bierflasche bekommen sollte. Keiner ahnte, daß sie ein Pflanzengift enthielt. Simons Ruhelosigkeit besänftigt nur die Musik. Sein Vater versucht ihn zu trösten: "Alles, was du tust und läßt, hat meistens keine, aber manchmal ganz plötzlich unheimlich weitreichende Folgen. Fast immer geht es gut, aber ein einziges Mal nicht."

Ein ergreifend schönes Buch, das unbedingt mit der dazugehörenden CD, die die passende Musik von Bruckner enthält, genossen werden sollte. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Diesmal ist es der Apotheker Roemer Simon Minderhout, der im Mittelpunkt des Geschehens steht, und dessen kurze, heftige, um so unvergeßlichere Liebe zu der Netzflickerin Hillegonda während der deutschen Besatzungszeit in den Niederlanden. Eine Liebe, die ihn 50 Jahre später auf eine beklemmende Weise einholt...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Marten't Hart beschreibt in diesem wundervollen Roman das Leben des holländischen Apothekers Simon Minderhout von seiner Geburt bis ins hohe Alter.
Sowohl stilistisch als auch inhaltlich lässt sich der Roman in drei Etappen teilen. Es beginnt mit Simons Kindheit, die sich in dörflicher Umgebung abspielt. Der Junge wächst in einfachen Verhältnissen in der unberührten Natur Hollands vor dem zweiten Weltkrieg auf. Es reihen sich kleine Episoden wie einfach gezeichnete Karikaturen des bäuerlichen Lebens aneinander. Die Sprache ist einfach, fast karg wie die Menschen und Ereignisse, über die berichtet wird. Es macht Spaß, daran seine eigenen Gedanken zu formen.
Im zweiten Teil ist Simon studierter Apotheker und lebt und arbeitet in einer kleinen Stadt, in der er einsam und immer ein Fremder ist. Die Städter zeigen nicht mehr die Einfachheit der dörflichen Umgebung, doch reichen auch sie nicht an den Akademiker und Musikliebhaber Simon Minderhout heran. Der Nationalsozialismus greift auf Holland über. Gerüchte, Heimlichkeiten und lähmende Passivität brechen aus. In diesem Abschnitt dominiert das philosophische in Simons Monologen.
Im letzten Teil ist Simon bereits 80 Jahre alt. Er ist wieder allein, wohnt in einer Seniorenwohnung. Der Krieg und Nationalsozialismus ist vorüber, eine gescheiterte Ehe und viele arbeits- und musikreiche Jahre liegen hinter ihm. Er ist müde. Doch plötzlich brechen Gerüchte über Kollaboration während der lang verjährten Kriegszeit über ihn herein. Gehetzt versucht er, mit seinem jüdischen Dirigentenfreund, der einst das KZ überlebte, diese aufzuklären. Es beginnt ein Rückblick und viele anschauliche Erklärungen der Jahre, die dem Leser entzogen wurden.
Ein Roman genau für diesen verregneten Sommer zugeschnitten. Die Lebensgeschichte eines Mannes in für mich recht unbekannten Niederlanden. Mal wieder das Thema Nationalsozialismus, aber aus anderer Blickrichtung, aus der holländischen Sichtweise, nicht belehrend, nicht anklagend sondern einfach informativ.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht entgehen lassen ! 21. August 2003
Format:Taschenbuch
Das Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe es in einem Rutsch an einem Tag gelesen.
Liebesgeschichte, Geschichtsbewältigung und Verleumdung. Alles
drin. Ausflug in das dörfliche Holland, in den Bombenkrieg, in
die Philosophie und die Judenverfolgung im 2.Weltkrieg.
Die Rolle des Einzelnen, der gerne etwas gegen die Diktatur der
Besatzer und deren Wahsinns tun will, aber nicht weiß wie.
Der Protagonist selbst ist in seiner Stadt einer der nicht dazu
gehört und immer ein Dazugezogener geblieben ist.
Keiner fragt nach seiner Hilfe, seiner Unterstützung.
Jahrzehnte später wird von den Medien seine Unschlüssigkeit und sein Verhalten, andere unverfängliche Gründe und die Liebe trieben ihn damals an, in ein Licht gestellt, dass er vor aller
Welt als Verräter und Nazifreund hingestellt wird.

Die Macht der Medien, die Hilflosigkeit des Einzelnen und die
trügerische Erinnerung der Menschen, als alter Mann muß sich der
Protagonist seiner Erinnerung und den ungerechtfertigten Vorwürfen stellen.

Das Buch zählt für mich zu den richtig guten & wichtigen Büchern, die man gelesen haben sollte.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sonnig 20. Mai 2003
Von basssopran TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Die Netzflickerin" ist grundsätzlich dem "Wüten der ganzen Welt" ähnlich. Auch hier wird die Lebensgeschichte eines Jungen erzählt, der, beeinflußt von einem unkonventionell denkenden Vater, seine Welt entdeckt. Mit dem Vorgängerroman durch bereits aufgetretene Personen verbunden, greift dieses Buch Geschehnisse aus dem vorangegangenen auf und erläutert sie aus anderer Sicht. Roemer Simon Minderhout entdeckt seine Liebe zur Philosophie und Musik und wird dazu genötigt, Apotheker zu werden. Auch wenn es oft um philosophische und religiöse Themen geht, wirkt die Geschichte niemals belehrend, trocken oder polemisch. Er begegnet Menschen, die mit seiner querdenkerischen Art und seiner Weigerung, sich zu ducken, nicht zurechtkommen. Alles in allem plätschert die Geschichte ein wenig vor sich hin, bis man zu einem Punkt kommt, an dem man an eine pure Wiederholung des "Wüten der ganzen Welt" denkt.

Dann werden fünfzig Jahre übersprungen und ein ganz anderes Kapitel geöffnet - die scheinbare oder tatsächliche Vergangenheit Simons wird von unerbittlichen, sensationsgeilen Medien aufgerollt. Simon ist dem Angriff wehrlos ausgeliefert und muss zusehen, dass Leute, mit denen er fast nichts zu tun hatte und denen er niemals etwas zuleide tat, sich nach 50 Jahren noch vor der Kamera gegen ihn produzieren.

Das, was das Buch ausmacht, ist die reiche Gefühlswelt der Charaktere und, wenn es auch blöd klingt, das Licht. Die bildhafte Sprache des Autors läßt vor den Augen fast einen Film ablaufen - und fast immer scheint die Sonne darin.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Einfach schön !
Wie liebevoll Maarten`t Hart seine provinzielle,holländische Heimat immer wieder in neue Geschichten verpackt sucht seinesgleichen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Detlef.H. veröffentlicht
Die Netzflickerin
Eigentlich war es das erste Buch Marten 't Harts,ein mir bis dato völlig unbekanter Schriftsteller,welches mir rein zufällig in einem Altersheim in die Hände... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Klaus-H.Pohl veröffentlicht
Wichtiges Buch
Auch dieses Buch hat meines Erachtens wie "das Wüten der ganzen Welt" 5 Sterne verdient. Es ist aber ganz anders. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von ilse bilse veröffentlicht
1 Stern noch zuviel
Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen. Die "Deutschen" werden als Moffen -- oft als Scheiß-Moffen -- bezeichnet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2008 von Sozimbad
Hexenjagd
Am Anfang steht die Beobachtung einer unverfänglichen Tat, daraus wird eine Idee, eine Interpretation. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2008 von ½
Interessant und anspruchsvoll
Die Figur des Apothekers Simon Minderhout aus dem Buch "Das Wüten der ganzen Welt" zur Hauptperson machend, bietet Maarten 't hart auch hier wieder literarische Feinkost... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2008 von Tom Lawyer
Naja...
Eigentlich ein interessantes Thema, streckenweise auch unterhaltsam erzählt, für mich letztendlich jedoch zu sehr dahin plätschernd, ohne rechten Höhepunkt und... Lesen Sie weiter...
Am 10. Oktober 2005 veröffentlicht
Leichte Bettlektüre zu einem dramatischen Thema.
Die Handlung liegt in der Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg in den Niederlanden. Die Hauptfigur, Simon-Römer wird in dessen Wirren verstrickt und ausgerechnet... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2005 von Bernhard Schinnen
bedrückender Roman über Geschichte und Medien
Ein sehr introvertierter Apother lernt während der deutschen Besatzungszeit in Holland ein junges Mädchen kennen, dass offenbar für eine Widerstandsgruppe arbeitet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. November 2001 von H. P. Roentgen
Geschichte einer seltsamen Liebe in einer seltsamen Zeit
Maarten t Hart versteht es, auf ganz besondere Weise eine dichte erzaehlerische Atmosphaere zu erzeugen, die den Leser mithineinnehmen in das Holland waehrend des 2. Lesen Sie weiter...
Am 30. Oktober 2000 veröffentlicht
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