Die "Nebenbei-Diät - schlank werden für zwischendurch" war letztes Jahr ein Bestseller und nun legt die Autorin mit der "Nebenbei-Diät für Berufstätige" nach. Nicht nur der Titel klingt ähnlich, auch der Buchaufbau ist an den Vorgänger angelehnt. Wurden damals die Essensvorschläge nach Frühstück, Mittag und Abendessen sortiert, so heißt es diesmal: vor der Arbeit, während der Arbeit und nach der Arbeit - was ja letztlich den jeweiligen Mahlzeiten entspricht.
Auch das bewährte Doppelseitenprinzip wurde übernommen - also das links ein kalorienreiches, nicht so gesundes Gericht aufgeführt wird und rechts die leichtere, gesündere Alternative. (mit Angabe der jeweiligen Kalorien) Vieles davon findet man gleich auf den ersten Blick plausibel - etwa dass Getreideflocken besser sind als Industrieflakes, oder Grünkernplätzchen besser als Kartoffelplätzchen. Manche Gegenüberstellung fand ich persönlich aber doch etwas eigenwillig (deshalb ein Stern weniger) - etwa dass Gulasch die bessere Alternative zu Käsekuchen ist, oder alkoholfreies Weizenbier besser ist als Apfelsaft. Auch wenn der jeweilige Vergleich von der Kalorienzahl sicher stimmt, dürfte es doch eher so sein, dass man Gulasch zu anderen Zeiten ißt als Kuchen, und viele sich generell nicht für Getränke wie Bier erwärmen.
Gleichwohl erhält man viele interessante Tips, wie man Kalorien sparen kann. Und man braucht auch keine Angst zu haben, dass man nun auf alles verzichten muss, was als potentieller Dickmacher gilt. Bei den empfohlenen Alternativen auf der rechten Seite entdeckt man so manche Speise, die man eher bei den kalorienreichen, ungesunden auf der linken Seite vermutet hätte. Bei mir war das z.B. bei selbstgemachten Schokopudding so. Der enthält nämlich relativ wenig Kalorien und Fett, dafür aber durch den Kakao bioaktive Substanzen, die entzündungshemmend und gefäßerweiternd sind, und so Herzinfakt und Schlaganfall vorbeugen.
Abgerundet wird der Ratgeber mit allgemeinen Tips für einen gesünderen Berufsalltag. Also etwa, dass man lieber mal aufsteht und einen Kollegen im Nachbarbüro besucht, statt ihm eine Mail zu schicken. Oder auch, wie man bei Arbeitstress entspannen kann um nicht ins Frustessen zu verfallen.
Fazit: Man muss und wird nicht jeden Essensvorschlag im Buch gut finden. Manche Speisen kennt man kaum, andere mag man halt nicht. Aber es sind trotzdem für jeden genug Anregungen dabei, die dem persönlichen Geschmack entsprechen und auch noch kalorienarm und damit gesünder sind.