Kochbücher anderer Art gibt es mittlerweile reichlich, viele haben wir davon bereits vorstellen können. Frau Danner, Gesundheitsberaterin (GGB) und Fachberaterin für Vollwerternährung, beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit der natürlichen Ernährung im Sinne einer vitalstoffreichen Vollwertkost.
Das Buch ist, wie sie schreibt, entstanden, um den vielen Menschen, die bereits durch zuviel tierisches Eiweiß in ihrer Gesundheit geschädigt sind, die Möglichkeit zu geben, wohlschmeckende und gesunderhaltende Speisen ohne Milch und Eier herzurichten, und andere vor den Folgen einer Fehlernährung zu bewahren. Wir möchten besonders betonen, daß ganz nebenbei für die Vegetarier, denen die vielen Eier und die Milchprodukte in anderen Kochbüchern nicht passend erschienen, mit 430 Rezepten eine wahre Fundgrube für kulinarische Genüsse geschaffen wurde.
Besondere Aufmerksamkeit ist allerdings geboten für Veganer, die tierische Produkte grundsätzlich ablehnen und Menschen die auf geringe Mengen von tierischem Eiweiß allergisch reagieren, also auch Sahne und Butter meiden müssen. (Nach Dr. Bruker werden diese Produkte wegen des sehr geringen Eiweißgehaltes nicht ausgeschlossen.)
Insofern ist also der Titel des Buches nicht ganz richtig gewählt. Es wird aber ein Leichtes sein, diese Angaben in den Rezepten für sich zu streichen. Kreative Hausfrauen und Hausmänner erfinden ohnehin aufgrund der gegebenen Anregungen eigene Variationen zu den aufgeschriebenen Rezepten.
Einen großen Raum nehmen die Salatrezepte ein. Frau Danner folgt damit dem Leitspruch von Professor Kollath 'Laßt das Natürliche so natürlich wie möglich."
Mit genauen Mengen- und Zubereitungsangaben für jeweils vier bis fünf Personen, bei Wahlmöglichkeiten zwischen Honig und Trockenfrüchten zum Süßen, folgen dann Vorschläge für Bäckereien, Suppen, Dressings, Hauptgerichte, Desserts und Nachspeisen.
Wir haben keine Sorge, daß dieses Buch der Erfolgsautorin Helma Danner recht bald viele Freunde gewinnt.
Wünschen möchten wir, daß der folgende Absatz aus dem Vorwort Dr. Brukers von recht vielen besonders aufmerksam gelesen wird:
Da es in der menschlichen Nahrung schwierig bzw. unmöglich ist, den Bedarf an nativem* Eiweiß durch unerhitzte Tierprodukte zu decken, dies aber mit pflanzlicher Nahrung leicht möglich ist, ergibt sich daraus die logische Schlußfolgerung, daß die Lösung des Eiweißproblems im Vegetarismus liegt. Mit frischen Pflanzen ist der Bedarf an nativem Eiweiß, auf das es ankommt, spielend zu decken, während dies mit tierischen Produkten schwierig ist.
Rudolf Meyer, Vegetarierbund Deutschland e.V.