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Die Nase [Taschenbuch]

Dorothea Trottenberg , Nikolai W. Gogol
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1997
Eine Petersburger Novelle nebst Entwürfen, dem Epilog der Erstveröffentlichung und einem 'Nasen'-Fragment. Neu übersetzt und herausgegeben von Peter Urban. Mit vier Kaltnadelradierungen von Horst Hussel.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 101 Seiten
  • Verlag: Philipp Reclam jun. (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150096286
  • ISBN-13: 978-3150096284
  • Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 9,6 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 272.649 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 20.06.2003
Christoph Bartmann bedankt sich voller Freude für diese Neuausgabe, in der sich alles um die Nase dreht. In Gogols "aberwitziger und geistesheller" Novelle nebst Entwürfen, in der sie ein höchst amüsantes Eigenleben führt, in den schmückenden Radierungen von Horst Hummel und im Nachwort des Übersetzers und Herausgebers Peter Urban, der auf " die vielfältigen literarischen Referenzen dieses prominenten Körperteils" verweist. Nabokov, weiß Bartmann, nannte das Nasenbuch eine "Hymne", Gogols Freund und Idol Puschkin dagegen titulierte es als "Scherz". Der Rezensent selber ist mit beidem einverstanden.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Nikolai Wassiljewitsch Gogol wurde am 1. April 1809 in Welikije Sorotschinzy (Poltawa), Ukraine, geboren. Der Sohn eines ukrainischen Gutsbesitzers siedelte 1828 nach St. Petersburg über und versuchte sich als Beamter und Lehrer. Mit seinen ersten volkstümlichen Erzählungen erwarb sich Gogol 1831/32 große Anerkennung. 1848 unternahm Gogol eine Pilgerreise nach Jerusalem. Vier Jahre später starb er in Moskau.Sybil Gräfin Schönfeldt erlebte den Krieg als Heranwachsende und die Nachkriegszeit als Studentin der Germanistik und Kunstgeschichte, 1951 Promotion. Sie heiratete 1957 und bekam zwei Söhne. Heute lebt sie als freie Journalistin für Zeitungen, Zeitschriften, Funk und Fernsehen in Hamburg. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seine Nase tanzt ihm auf der Nase herum... 10. August 2005
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Der Barbier Iwan Jakowlewitsch findet am 25. März, wie der Erzähler akribisch vermerkt, im frischgebackenen Brot eine Nase. Wie sie da hineingeraten ist, weiß er nicht, aber als Barbier hat er in dieser Hinsicht natürlich ein schlechtes Gewissen und lässt das mutmaßliche corpus delicti verschwinden. Damit fängt die Geschichte aber erst an -- denn zur selben Zeit erwacht der Kollegienassessor Kowaljow und vermisst seine Nase. Als ob das nicht genug des Ärgers wäre, trifft er seine Nase bald darauf wieder -- sie spaziert seelenruhig durch Petersburg und, was das Allerschlimmste ist: Sie tut das im Range eines Staatsrats, steht also in der peinlich genau beachteten Rangfolge der russischen Bürokratie einige Ränge über ihm!
Was nun folgt, ist eine aberwitzige Jagd des Herrn Kollegienassessors, in der ein satirisches Glanzlicht nach dem anderen das Zwerchfell des Lesers strapaziert; ein Meisterwerk des grotesken Humors. Man kann diese Geschichte nicht nacherzählen, man muss sie lesen.
Der Clou besteht nämlich darin, dass Gogol diese Erzählung auf idiomatischen Wendungen aufbaut; wie im Deutschen gibt es auch im Russischen zahlreiche Wendungen der Art "auf der Nase herumtanzen", "eine Nase für etwas haben" usw. Gogol nimmt seine Muttersprache wörtlich und konstruiert daraus einen burlesken Alptraum.
Ganz klar also, dass diese Erzählung, wie fast das gesamte Werk Gogols, den Übersetzer auf eine harte Probe stellt. Ich kenne einige deutsche Übersetzungen, keine davon ist misslungen, aber am Knackpunkt m ü s s e n sie allesamt scheitern: Die russische Nase ist männlich (jedenfalls, was die Grammatik betrifft), und Kowaljows Kalamitäten mit seinem alter ego lassen sich daher partout nicht kongenial eindeutschen. Daher sollte man dem Relam-Verlag für diese zweisprachige Edition die Füße küssen, denn wer ein wenig Russisch kann, hat hier die Möglichkeit, den Originaltext ohne den lästigen ständigen Griff zum Wörterbuch lesen zu können. Ein übriges tun der ausführliche Anmerkungsapparat und das kenntnisreiche Nachwort.
Wer kein Russisch kann, solte sich aber nicht abschrecken lassen, denn auch die Übersetzung rettet den Großteil der "Nase" ins Deutsche hinüber.
Also: Liebe Leser, stecken Sie Ihre Nasen in Gogol "Nase"! Sie werden's nicht bereuen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Russische Literatur vom Feinsten 23. April 2008
Von Nocturne
Format:Gebundene Ausgabe
In dieser Ausgabe kann man gleich zwei von Gogols berühmtesten Erzählungen genießen; Die Nase und Der Mantel. Thematisch passen die Geschichten bereits gut zusammen; in beiden verliert der Protagonist etwas für ihn wichtiges und versucht es wieder zu finden. Die Menschen und Behörden die er dabei jedoch um Hilfe bittet, erweisen sich als inkompetent und korrupt.

Die Nase handelt von einem Offizier der eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass sein Riechorgan verschwunden ist. Schockiert über diesen unerklärlichen Vorfall setzt er nun alles daran seine Nase wieder zu finden, selbst vor einer Anzeige in der Zeitung schreckt er nicht zurück. Dann begegnet er seiner Nase auf offener Straße, die wie ein feiner Herr gekleidet ist und zudem noch eine bessere Stellung inne hat als er selbst.

Die Geschichte strotzt nur so vor Ironie und skurrilem Humor. Die Sorgen des Protagonisten und seine Versuche seine Nase zurück zu erlangen, sind absurd und in gewisser Hinsicht logisch zu gleich. Oftmals bricht man über der Lektüre in Gelächter aus. Langeweile kommt mit Sicherheit keine auf. Da die Erzählung zudem nicht besonders umfangreich ist, lässt sie sich sehr schnell durchlesen (dies gilt für beide Erzählungen).

Der Mantel hingegen greift ein ernsthafteres Thema auf. Ein armer aber fleißiger Beamter, dessen Leben nur aus Arbeit besteht, ist gezwungen sich einen neuen Mantel fertigen zu lassen, da sein alter nicht mehr zu retten ist. Anfangs sehr unglücklich über diese Idee, muss er allerhand Entbehrungen auf sich nehmen, um das Geld zusammen zu sparen. In dieser Zeit der Entbehrung blüht er jedoch regelrecht auf, hat er nun ein Ziel auf das er hinarbeitet und das er erreichen möchte; den neuen eleganten Mantel. Schließlich gelingt es ihm genug Geld bei Seite zu legen und sein Vorhaben zu verwirklichen. Lange kann er sich jedoch an seinem Mantel nicht erfreuen; bereits am folgenden Tag wird ihm dieser von Dieben gestohlen.

Auch diese Erzählung enthält viel des für Gogol typischen Humors. Dennoch regt sich im Leser Mitleid wenn er von den verzweifelten Versuchen des Protagonisten liest, der nichts weiter will als seinen Mantel zurück zu erlangen.

Jedem der sich für Russische Literatur oder Weltliteratur im allgemeinen Interessiert kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei dieser Ausgabe ebenfalls optimal, da es sich hiebei um eine Version mit Hardcover handelt und nicht um ein gewöhnliches Taschenbuch. Ein Buch, das die fünf Sterne auch wirklich verdient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geniestreich! 4. November 2006
Format:Taschenbuch
Es ist die erste Geschichte der Absurdität, welche die Weltliteratur hat. Und wie bei allen Absurden, so ist auch "Die Nase" nicht einfach ein Scherz. Vielmehr wird mit einer einzigartigen satirischen Schärfe Beamten- und Bürgertum beleuchtet. Das Zwerchfell schmerzt vom Lachen - und der Hals, weil das Lachen dort oft stecken bleibt.

Peter Urbans Übersetzung ist die einzige in deutscher Sprache, die dem russischen Original gerecht wird. Sie gibt Gogols Tonfall in all seinen Facetten wieder und behält doch den elgant leichten Erzählduktus.

Das muss man gelesen haben!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Der Mantel zum Lesen
Muss man gelesen haben. Die Verarbeitung des Buches sehr gut. In gebunderner Form sehr langlebig und immer wieder aufregend zu lesen.
Vor 6 Monaten von Hasenschnauze veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klasse!
Für die Vertiefung der Russischkenntnisse relativ gut geeignet. Aller Anfang ist schwer und man wird wohl erst von dem russischen Text "erschlagen" werden, aber sobald man... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Luntara veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Klassische Erzählungen
Wie sicherlich schon andere vor mir, war ich bei der Lektüre von "Die Nase" doch sehr enttäuscht. Wo war er, der fast schon sprichwörtliche Witz? Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Timo Brandt veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen recht verschiedene Erzählungen
Diese beiden Erzählungen sind von ihrer Wirkung her recht verschieden. Während es sich bei der "Nase" um eine eher läppische Geschichte handelt, bei der einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2008 von helmut seeger
2.0 von 5 Sternen Schöne Aufmachung, unschöne Erzählung
In Nikolaj Gogols "Die Nase" findet der Barbier Ivan Jakovlevic in seinem Frühstücksbrot die Nase eines seiner Kunden, des Kollegienassessor Kovalev ("Ein... Lesen Sie weiter...
Am 28. Januar 2004 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eine Nase läuft... davon. Und macht Karriere.
Russische Erzähler sind, sieht man von Epigonen wie Dostojevskij oder Tschechov einmal ab, in den meisten Fällen in Deutschland mehr als einfach nur unbekannt: sie... Lesen Sie weiter...
Am 28. Juli 1999 veröffentlicht
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