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Die Nackten und die Toten
 
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Die Nackten und die Toten (Taschenbuch)

von Norman Mailer (Autor), Walter Kahnert (Übersetzer)
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 860 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 3., Aufl. (15. Dezember 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404150775
  • ISBN-13: 978-3404150779
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In seinem 1948 erschienener Erstlingsroman Die Nackten und die Toten schildert Norman Mailer die Eroberung der fiktiven Pazifikinsel Anopopei, auf der sich starke japanische Stellungen befinden. An der Nordspitze Anopopeis geht eines Morgens ein amerikanischer Truppenkonvoi mit 6000 Mann vor Anker. Der sich daraus ergebende Kampf um die Insel wird aus der Sicht von 13 Soldaten eines Infanteriezuges erzählt, parallel dazu aber auch aus der Perspektive des Divisionskommandeurs, des rücksichtslosen Strategen General Edward Cummings. Die Nackten und die Toten gilt noch heute als eines der bedeutendsten Erzählwerke über den Zweiten Weltkrieg.

Autorenporträt

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Mailer, Norman US-amerikan. Schriftsteller *31.1.1923 Long Branch (New Jersey) Die Nackten und die Toten, 1948 Norman Mailer wurde mit seinen naturalistischen Frühwerken im Geist eines Upton R Sinclair und politisch engagiertem Journalismus (u.a. gegen den Vietnamkrieg) für jüngere US-amerikanische Autoren zum Vorbild. Unter dem Einfluss der Beat-Generation der 1950er Jahre um Allen Ginsberg (1926-1997), Jack R Kerouac und William S. R Burroughs sowie der Psychoanalyse von Wilhelm R Reich kritisierte er in Büchern und medienwirksamen öffentlichen Auftritten die US-Gesellschaft mit ihrem in der Verfassung proklamierten Postulat von Glück und Erfolg für jeden. Mailer wuchs im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf, graduierte 1943 an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts) in Luftfahrttechnik und war während des Zweiten Weltkriegs Soldat im Pazifik. Dieses Milieu rücksichtsloser Gewalt schilderte er in seinem weltweit erfolgreichen ersten Roman Die Nackten und die Toten. Für seine Reportage Heere aus der Nacht (1968) über den Anti-Vietnam-Protestmarsch nach Washington erhielt Mailer seinen ersten Pulitzerpreis, den zweiten für den Roman Gnadenlos (1979) über die Lebensgeschichte eines hingerichteten Mörders. In der Schrift Gefangen im Sexus (1971) legte sich Mailer mit der Frauenbewegung an, die seine Bücher als Ausdruck von männlichem Chauvinismus kritisiert hatte. Über seine zeitweilige Freundin Marilyn Monroe (1926-1962) veröffentlichte Mailer 1973 eine viel beachtete Biografie. Als Regisseur debütierte Mailer 1987 bei der Verfilmung seines Romans Harte Männer tanzen nicht (1984) mit Ryan O'Neal in der Hauptrolle. 1984-86 war Mailer Präsident der US-Sektion der internationalen Autorenvereinigung PEN-Club. Biografien: A. Mailer, Die letzte Party. Mein Leben mit Norman Mailer, 1998; H. Mills, Mailer. A Biography, 1985 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 18. September 2004
Endlich wurde Normal Mailer's Klassiker neu aufgelegt. Ein Buch, das auch nach Jahrzehnten hoch aktuell ist. Mailer schildert hier den zweiten Weltkrieg aus der Sicht von einfachen Soldaten, aber auch Offizieren gegen die Japaner auf einer fiktiven Insel. Schonungslos werden die Motive der einzelnen Personen deutlich. Es ist weniger der Idealismus, der die Menschen zum Krieg zwingt, sondern vielmehr persönliche, egoistische Motive. So zum Beispiel beim Seargent Croft, der für seine Idee ein Menschenleben opfert. Die Soldaten, die aus Angst Ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte unterdrücken und so korrumpiert werden. Mailer zeigt hier gnadenlos die ganzen Psychospiele der Menschen auf, und das Krieg keine glorreihe Sache ist. Er zeigt auch, dass es eigentlich recht wenig "Front-Action" gibt, sondern der Alltag der Soldaten aus warten und langweiligen, teilweise absurden Befehlen besteht. Für mich ein Meilenstein der Literatur, spannend und schnörkellos geschrieben. Fesselend. Die Aussage des Buches lässt sich meines Erachtens nicht nur auf die Armee, sondern nahezu auf jeden Bereich übertragen (z. B. im Berufsleben).
Einziges Manko: es haben sich relativ viele Rechtschreibfehler in das Buch geschlichen. Etwas mehr Sorgfalt wäre hier angebracht gewesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Bestseller mit Schwächen, 2. Juni 2007
Schon in seinem Erstlingswerk erweist sich Norman Mailer als ein Mann, der aus dem Bauch schreibt. Im Stile eines Reportes und Augenzeugen, der nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt, über weite Strecken auch geschwätzig und ausschweifend (auffallend der inflationäre Gebrauch von Adjektiven) beschreibt er die Einnahme der fiktiven Insel Anopopei durch US-Truppen am Ende des 2. Weltkrieges.
Dabei geht es aber nur vordergründig um die Beschreibung einer Militäroperation. Thema des Bestsellers ist vielmehr das Verhalten von Männern im Krieg, ihre Aggressionen, Freundschaften, Feindschaften, Hierarchien u.s.w.. Darüberhinaus geht es um männliche Identität allgemein, ein Leib- und Magenthema Mailers, über das er immer spannend und anrührend, niemals aber diktatisierend oder ironisierend schreibt.

Bei seinen Schilderungen konzentriert sich der Autor auf die Taten und Gedanken von 13 Soldaten und Offizieren unterschiedlicher Herkunft und Konstitution. In Rückblicken beschreibt er deren Werdegang in der bürgerlichen Gesellschaft. Dabei bekommt der Leser ein realistisches und umfassendes Panorama der amerikanischen Gesellschaft jener Zeit. Er erkennt, dass die US. Gesellschaft und das US Militär von den selben Tendenzen bedroht waren, die sie doch an ihren Feinden Nazideutschland und Japan bekämpften: Antisemitismus, Rassismus, Militarismus und autoritäre Herrschaft.
Die andere Kernaussage dieses Antikriegsromans ist die Sinnlosigkeit des Krieges. Nach einer aufwendigen und opferreichen Expedition ins Innere der Insel erkennen die US-Soldaten, dass die Japaner schon von Anfang an moralisch und materiell am Ende waren. Ausserdem wurden sie zwischenzeitlich von einer anderen Einheit erledigt, die geheim operierte. Alle Opfer waren also umsonst.
Leider ist der Roman voller Klischees. Muss denn etwa General Cummings, der ein skrupelloser Karrierist ist und mit seinen Untergebenen finstere Machtspielchen spielt, ausgerechnet ein verkappter Homosexueller sein?! Spielt der Autor da nicht mit den Vorurteilen seiner Zeit?!
Ausserdem ist das Buch furchtbar langatmig geschrieben. So wird z.B. der Gefreite Wilson nach seiner Verletzung auf über 100 Seiten durch den Urwald geschleppt. Dabei wird jede seiner Regungen und Äusserungen, jedes Stolpern der Träger, bis ins Kleinste nacherzählt. Da wird dem Leser einiges abverlangt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine unter die Haut gehende Erzählung vom Pazifikkrieg, 20. Dezember 2006
Dies ist ein sichtlich autobiographisch gefärbter Roman über die Eroberung einer beliebigen Insel im Pazifikkrieg des 2. Weltkrieges.
Vergleichbar mit dem späteren Roman "Insel der Verdammten" von James Jones erzählt Norman Mailer szenenhaft aus der Sicht einer ganzen Reihe von Protagonisten des Hauptquartierzuges sowie des befehlenden Generals Cummings vom Kampf um "Anopopei". Reihum werden dabei die Hauptfiguren in ihrem zivilen Umfeld vorgestellt. Genausowenig wie klar wird, worum es bei dem Kampf um Anopopei geht (ein Flughafen?), ist auch die den zweiten Teil des Romans einnehmende Patrouille durch unwegsamstes Gelände über den Gipfel (!) der Insel letztlich ohne strategische Bedeutung. Dies kontrastiert scharf mit dem nötigen und verlangten Einsatz der vor allem in der Hierarchie "Kleinsten". Kaum eine andere Szenerie als die des Krieges macht die Zufälligkeit alles Lebens klarer. Diese Erkenntnis und die verschiedenen Reaktionen darauf aus der Sicht der Beteiligten bauen einen fesselnden Spannungsbogen auf. Überraschend ist, daß weniger der militärische Gegner als vielmehr die eigene Psyche der eigentliche Gegner zu sein scheint. So nehmen einen Großteil des Romans auch die Schilderungen von Gedanken und Reflexionen der handelnden Figuren ein. Überaus lesenswert sind die vom befehlenden General geäußerten Gedanken zur Philosophie des Krieges.
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