und vor den schädlichen Einflüssen Carcers schützen ...
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Und diese Vergangenheit hat es in sich. In Ankh Morpork herrscht ein wahnsinniger Tyrann, und die Stadtwache fungiert nur noch als Handlanger der blutrünstigen Geheimpolizei. Sam Vimes beschließt alsbald, diesem Spuk ein Ende zu bereiten, doch das ist leichter gesagt als getan. Erst muss er das Vertrauen seines jüngeren Ichs gewinnen und ihm die Grundbegriffe der Ehre und der Polizeiarbeit lehren. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt es Sam, die Stadtwache als ehrliche und effektive Einheit zu etablieren. Jetzt muss er nur noch in seine eigene Zeit zurückkehren.
Nach den etwas schwächeren Romanen Die volle Wahrheit und Der Zeitdieb läuft Terry Pratchett mit Die Nachtwächter wieder zu großer Form auf. Vor allem langjährige Scheibenwelt-Fans werden sich freuen, vielen lieb gewonnenen Figuren in jüngerer Gestalt zu begegnen. Aber auch die teilweise recht ernste Grundstimmung des Buches sorgt dafür, dass dieser Roman überzeugender wirkt als so mancher seiner Vorgänger. Besonders schön ist der Umschlag, der Rembrandts Nachtwache in einer parodistischen Nachempfindung von Paul Kidby darstellt. --Felix Darwin
als absoluter Terry Pratchett-Fan hab' ich so ziemlich alles von ihm daheim, was bis jetzt erschienen ist (und ich spreche hier nicht nur von den "Scheibenwelt"-Romanen), und kann zu dem Buch "Die Nachtwächter" nur sagen:
Es ist sicher nicht das Witzigste von Pratchett, aber mit Sicherheit eines der Besten!
Wer hier (wie bei vielen seiner Werke) spätestens jede dritte Seite einen Brüller erwartet, liegt absolut daneben. Man könnte sagen, daß es sich fast schon um einen "normalen" Roman handelt.
Aber eben nur fast.
Die Thematik "Ich werde 30 Jahre in die Vergangenheit zurück versetzt" ist an sich schon interessant genug und wurde von Terry Pratchett äußerst spannend umgesetzt.
Man kann auch nur "einfach genial" nennen, wie er das Handicap "Zeitparodoxon" (etwa: "Ich begegne mir selbst" oder "Ich weiß, wie ein bestimmtes Ereignis ausgeht, weil ich's schon von früher her kenne") löst, indem er dieses Problem beinahe nebenbei großzügig umrundet bzw. fast schon links liegen läßt.
Der vielleicht einzige "Nachteil" dieses Buches ist, daß es für "Scheibenwelt"-Neueinsteiger hilfreich wäre, vorher zumindest ein Buch von Pratchett über die Nachtwache zu lesen ("Wachen! Wachen!", "Helle Barden", "Fliegende Fetzen", "Hohle Köpfe") und sich mit den Hauptcharakteren bekannt zu machen. Denn für Insider ist es (quasi als "Aha-Effekt") ein zusätzlicher Reiz zu sehen, wie einige der Figuren (Vetinary, Colon, Nobby, Schnapper, etc.) 30 Jahre vorher gewesen sind, welche Charaktereigenschaften sie damals hatten, die nun in der "Jetztzeit" (also in den anderen "Nachtwache"-Büchern) voll ausgereift sind.
... Lesen Sie weiter... ›Dass Ankh Morpork nicht immer solch eine Bilderbuch-Stadt war, muss Lord Mumm, Kommandeur der Stadtwache, am eigenen Leib erfahren. Nach einer dramatischen Hetzjagd über den Dächer der Unsichtbaren Universität landen er und der Mörder Carcer in der Vergangenheit. Und die ist bei Weitem nicht rosig: Ein Psychopath regiert die Stadt, die Bürger trauen sich nachts nicht auf die Straßen, überall herrscht Misstrauen. Zu allem Unglück fühlt sich Carcer in der Vergangenheit wie zu Hause. Um ihn unauffällig festzunehmen gibt Mumm sich als John Keel aus, einem frisch in die Stadt versetzten Wächter. Es gibt nur ein Problem: Keel soll bei einer legendären Straßenschlacht sterben...schlechte Bedingungen, um heil nach Hause zu kommen.
Terry Pratchett beherrscht mit seinen Scheibenwelt-Romanen schon seit Jahrzehnten das Genre der komischen Fantasy (lediglich Robert Asprin konnte ihm kurzzeitig das Wasser reichen). Die Fans schätzen seinen feinsinnigen Humor, der einen auch bei mehrfachem Lesen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
Und gerade deshalb ist "Die Nachtwächter" auf keinen Fall für Scheibenwelt-Neulinge geeignet.
"Die Nachtwächter" ist in dieser Hinsicht noch ernster, noch "leiser" und trotz allem von einer abgrundtiefen Komik erfüllt, die sich meist nicht auf den ersten Blick enthüllt, die sich aber immer mehr erschließt, je weiter man Kommandeur Mumm auf der Verbrecherjagd in seine Vergangenheit folgt (was in diesem Falle absolut wörtlich zu nehmen ist...)!
Pratchett-Fans können so rege Anteil an der Volksrepublik der Sirupminenstraße nehmen, dem standhaften noch-nicht-untoten Reg Schuh begegnen, interessiert den jungen, talentierten Vetinari beobachten und den oft skurrilen Episödchen am Rande die eine oder andere Minute ihrer Aufmerksamkeit widmen... All die fürchterlichen Klippen des "ich-begegne-mir-selbst-und-weiß-was-passiert-aber-darf-eigentlich-nichts-ändern-was-solls-ich-tus-einfach" des Zeitreisens umschifft unser allseits beliebter Kommandeur mit Bravour, nicht unwesentlich unterstützt durch einige sehr kreative "Zeitgenossen"...
Neben altbekannten und -geliebten Figuren tauchen neue Protagonisten wie Qu (Nomen est... doch lassen wir das) auf sowie selten "zu Ehren" gekommene Helden wie der Kehrer (was mich persönlich immer ganz besonders freut).
Vergnügliche Stunden!!!
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|