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Die Nacht zu begraben, Elischa.
 
 
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Die Nacht zu begraben, Elischa. [Taschenbuch]

Elie Wiesel , Curt Meyer-Clason
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Ullstein; Auflage: N.-A. (Oktober 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548208231
  • ISBN-13: 978-3548208237
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 855.762 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Elie Wiesel
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

“Verlangen Sie nicht, dass ich spreche. Versuchen Sie nicht zu wissen. Weder wer ich bin, noch wer Sie sind. Ich bin ein Erzähler. Meine Legenden lassen sich nur in der Abenddämmerung erzählen. Wer sie hört, stellt sein Leben in Frage.” Das ist der Dichter Elie Wiesel. Sein erschütterndes Buch ist eines der wichtigsten Bücher eines Überlebenden. Der erste Teil dieser Trilogie, “Nacht”, zählt zu den eindrücklichsten literarischen Dokumentationen des Holocaust.

“Das innere Abenteuer einer Seele, die eine Zeitlang glaubte, dass auch Gott, der unschuldige Ewige, dem Massaker zum Opfer fiel.” François Mauriac -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Klappentext

Die Bücher Elie Wiesels, vor allem die vorliegende, weitgehend autobiografische Trilogie, sind der Versuch, mit einem unmenschlichen Schicksal existenziell und gedanklich fertig zu werden und eine Lebensmöglichkeit jenseits von Terror und Gewalt zu finden. Fünfzehnjährig wird Elischa mit seiner Familie und Freunden nach Auschwitz und Buchenwald gebracht. Er allein überlebt diese schreckliche Zeit. Nach Kriegsende steht er auf der anderen Seite: in Palästina, als Mitglied einer jüdischen Terrorgruppe. Der dritte Teil spielt in New York. Elischa versucht dort zum Leben zurückzufinden, doch auch die Kraft der Liebe einer Frau vermag nicht zu siegen. Die Vergangenheit und die Erinnerung daran sind stärker und verdrängen immer wieder die Gegenwart. Der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel begreift sein Schreiben als Herausforderung an die Menschheit und auch als Bewältigung des Unfassbaren. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Herta Masarié TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch besteht aus drei Teilen.
Im ersten Teil 'Nacht' schildert Elie Wiesel das Erleben des Jugendlichen Elischa in den verschiedenen Konzentrationslagern, in einer nüchternen Erzählweise, die umso betroffener macht. Dieser Teil ist sehr stark autobiografisch geprägt.
In 'Morgen' wendet sich das Blatt und aus dem gequälten Elischa wird ein Terrorist in Palästina. Erst im dritten Teil 'Tag' beginnt er in Amerika, den Versuch eines normalen Lebens.
'Morgen' und 'Tag' tragen nur noch geringfügig autobiografische Züge, sind eher fiktiv gehalten.

Es ist eines dieser Bücher, die man einfach lesen sollte.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von helmpr. TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Trilogie der menschlichen Abgründe: Erschütternd, wie Elischa von Leben und Sterben im Konzentrationslager erzählt. Beklemmend dann im zweiten Teil Elischas Gefühle als Terrorist, als er das erste Mal selbst einen Menschen aus der Nähe töten soll. Bewegend schließlich sein Neuaufbruch ins alltäglich gelebte Leben im dritten Teil.

Leitmotiv ist die Nacht. Der erste Teil heißt so, "Nacht", und es ist tiefste Nacht über der Maschinerie des Todes. Der zweite Teil heißt "Morgengrauen", allerdings ist es ein Morgengrauen ohne Hoffnung, denn es ist die Stunde der Hinrichtungen. Der dritte Teil heißt endlich, endlich!, "Tag", den allerdings die Angst der Nacht ständig noch überschattet.

Nacht.
In knapper, präziser, karger Sprache erzählt Elie Wiesel von Tod und Sterben im KZ. Elischas kleine Schwester Tsipora und die Mutter sterben zuerst, zuletzt stirbt der Vater.

Und eigentlich stirbt auch der Ich-Erzähler Elischa selbst, fünfzehn Jahre alt. Im Spiegel sieht er am Ende: einen atmenden Leichnam. Und eigentlich stirbt auch Gott, dem Elischa als Kind so sehr vertraut hatte: jetzt ist Gott ausgebrannt aus seiner Seele, ein leerer, schwarzer Fleck nur noch.

Dieses Erzählen des Unaussprechlichen, das hat Elie Wiesel hier geleistet. Authentisch. Ehrlich. Ohne eine Wort zu viel oder zu wenig. Das Entsetzen damit dem Vergessen zu entreißen, das macht den tiefen Wert des ersten Teils aus. Erschütternd.

Morgengrauen.
Beklemmend die Szenerie im zweiten Teil der Trilogie. Ein enges, stickend heißes Zimmer in Palästina. Jetzt ist Elischa achtzehn Jahre alt, von Terroristen geworben, und er kämpft gegen die englischen Besatzer Palästinas. Jetzt steht er auf der anderen Seite: "Morgen werde ich einen Menschen töten ... Ich, ich werde einen Menschen töten."

Immer wieder spielt die Nacht des Konzentrationslagers, spielen die Toten ins Leben des Terroristen hinein. Mit keiner Frage ist er fertig, nicht mit der Frage nach Gott, nicht mit der Frage nach Gerechtigkeit. Aber endlich ist er am Zug, ist nicht mehr Opfer, sondern Gestalter. Auch wenn er dabei ein Leben vernichtet, ein Leben, dem er zunehmend Sympathien entgegenbringt.

Den inneren Kampf Elischas bis zum Morgengrauen erzählt Elie Wiesel beklemmend und konsequent. Er öffnet eine Innenwelt, die sonst verborgen liegt. Gibt es Parallelen zu Terroristen bis heute? Dieses Befreiungsgefühl, endlich Herr des Handelns zu sein? Und wie ein Gott Herr über Leben und Tod?

Tag.
Jetzt lebt Elischa als Journalist in New York. Die Schatten der Nacht sind stark, doch gerade der nahe Tod bringt Elischa ins Leben zurück, ein schwerer Verkehrsunfall. Noch einmal ist Elischa Opfer und dem Tod geweiht. Im Koma, ans Bett gebunden, hilflos.

Doch jetzt ist alles anders: ein Arzt kämpft um sein Leben, weil das seine Berufung ist, dem Tod Menschen zu entreißen. Ein Freund holt ihn trocken aus seiner Jammerlaune heraus. Und vor allem hat er hat eine Freundin, die um ihn bangt. Letztlich ist es Liebe, die Elischa ins Leben zurückbringt. Allerdings wird er auf Krücken gehen, die Nacht und ihre Dämonen werden nie ganz verschwinden. Und sollen es auch nicht.

Ein Paradoxon ist der Titel der Trilogie: Die Nacht zu begraben, Elischa. Der Nacht ein Grab! Das Verschwinden der Nacht des Todes hat mit Tod zu tun.

Dem Buch sind viele, viele Leserinnen und Leser zu wünschen. Denn sie werden Träger der Erinnerung von Erlebtem, das nie vergessen werden darf.

P.S. Sehr lesenswert auch das Geleitwort des französischen Literaturnobelpreisträgers Francois Mauriac, der Elie Wiesel zum Schreiben gebracht hat.

P.P.S. Zu Recht haben andere geschrieben, dass "Die Nacht" im weitesten Sinne so etwas wie die Fortsetzung von Anne Franks Tagebuch ist (Anne Frank Tagebuch). Wo Anne Frank endet, hört Elie Wiesel nicht auf.

P.P.P.S. Und zuletzt noch die leicht zu ergoogelnde Rede in Buchenwald vom 5. Juni 2009 lesen und mit Respekt vor diesem zerrissenen Leben des Elie Wiesel stehen.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Elie Wiesel schafft eine einmaliges Werk, daß man in einem Zug liest. Das Buch ist unterteilt in drei Stück (Nacht, Morgen, Tag) wobei Nacht unbestritten das Atemberaubenste (Tempo, Spannung) als auch Erschreckenste ist, was in der Literatur neuerer Zeit erschienen ist. Der biographische Hintergrund vermischt mit der Frage nach Gott schafft ein Stück Weltliteratur, welche keinen Leser unberührt läßt. UNBEDINGT LESEN.
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