"Die Nacht vor Weihnachten" ist ein Film, der durch seinen nostalgischen Charme und eine nachdenklich machende Geschichte überzeugt. Dabei stört es zu keiner Zeit, dass der im Jahr 1954 gedrehte Streifen lediglich in Schwarz/Weiß vorliegt und auch später nicht mit Farbe versehen wurde. Denn sein unscharfer Kontrast, die blassen Grautöne und der nachträglich synchronisierte dumpfe Klang der Stimmen passt hervorragend zum Erscheinungsbild seiner Zeit. Versehen mit einem einfach umzusetzenden Plot und gefilmt an passenden Orten, entwickelt der Film eine Atmosphäre, die den Zuschauer unmittelbar in die Mitte des 19. Jahrhunderts versetzt.
Doch nicht nur das Ambiente stellt sich als gelungen dar, auch die Leistung der Schauspieler weiß mit beeindruckenden Mimiken und Gestiken zu begeistern. Vor allem Frederic March, der als griesgrämiger Geschäftsmann den größten Teil der Handlung bestreitet, versteht es mit einem stechenden Blick und den nach unten gezogenen Mundwinkeln der Person des Ebeneezer Scrooge einen adäquaten Ausdruck zu verleihen. Aber auch die Nebenrollen sind gut besetzt und so weiß der "alte Schinken" vor allem die Zuschauer für sich zu gewinnen, die gerne in alten Zeiten schwelgen.
Fazit:
"Die Nacht vor Weihnachten" überzeugt durch seinen nostalgischen Charme und eine herausragende Leistung von Frederic March, der als kaltherziger Ebeneezer Scrooge unschlagbar ist.