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Produktinformation
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Die Nacht des Jägers erzählt von einem wahnsinnigen Prediger (Robert Mitchum, der mit dieser Rolle seinen bemerkenswerten Bösewicht in Ein Köder für die Bestie ankündigte), der einen Jungen und seine kleine Schwester quält. Er heiratet sogar deren verwirrte Mutter (Shelley Winters, Die Höllenfahrt der Poseidon, Lolita) -- und all dies nur, weil er sich sicher ist, dass die Kinder das Versteck kennen, in dem ihr verstorbener Vater, ein Bankräuber, die Beute des letzten Überfalls verborgen hat. Die Bilder sind dramatisch, ursprünglich und unvergesslich: der Schatten des Predigers, der über den Kindern in ihrem Schlafzimmer droht; die verzauberte Bootsfahrt auf einem Fluss, dessen Ufer von fantastischem Getier bevölkert sind; die auf die Fingerknöchel des unheiligen Mannes tätowierten Worte LIEBE und HASS; die goldenen Locken einer ertrunkenen Frau, die sich mit den Wasserpflanzen ihres nassen Grabes in der Strömung wiegen. All diese Eindrücke beeindrucken und beunruhigen noch heute die Zuschauer -- und Filmemacher. --Jim Emerson
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Der Film war früher mit "FSK 18" eingestuft, wurde aber wie viele andere Werke der 50er Jahre ("Der Tiger von New York", "Laßt mich leben") neugeprüft und mit "FSK 12" freigegeben.
Der Unterschied zwischen den 93 min des Films und den 88 min auf der DVD hängt einfach mit dem sogenannten "Pal-Speedup" zusammen.
Also keine Bange beim Kauf der DVD - der Film ist völlig komplett.
Der Film stammt aus der Feder von Charles Laughton ("Meuterei auf der Bounty"), der weithin eher als Schauspieler bekannt ist. Seine einzige Regiearbeit, die Nacht des Jägers, geriet in den 50ern zu einem waschechten Flop, nicht zuletzt wegen der düsteren Thematik des Films, die bei den Kino-Zuschauern Reaktionen von Empörung bis zu blankem Entsetzen hervorrufen haben wird. Heute aber gilt er völlig zurecht als Meisterwerk des expressionistischen Films. Zweifellos war der Film seiner Zeit voraus und ein Vorreiter vor allem für das Thriller- und Horrorgenre, auf das der Film jedoch nicht reduziert werden kann.
Mit Hollywood-Legende Robert Mitchum bekam Laughton ein Mimen, der mit so beängstigender Intensität die Hauptfigur, den verrückt-fanatischen und dennoch überaus charismatischen Wanderprediger Harry Powell spielt, dass einem mehr als einmal die Nackenhaare zu Berge stehen. Die Flucht der beiden Kinder vor dem Prediger über den nächtlichen Fluss gehört für mich zu einer der ästhetischsten und zugleich spannendsten Szenen der Filmgeschichte. Ein Film, den man allein schon aufgrund seiner Einzigartigkeit nicht verpassen darf. Zugreifen!
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