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Die Nacht des Jägers
 
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Die Nacht des Jägers

 Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Erscheinungstermin: 24. Juni 2006
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3866152957
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.899 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Im Knast teilt sich der Wanderprediger Harry eine Zelle mit dem zum Tode verurteilten Bankräuber Ben Harper. Nach seiner Entlassung sucht Harry Harpers Familie auf und heiratet schließlich die Witwe, um an die Beute aus dem Banküberfall zu kommen. Als sie sein wahres Ich erkennt, bringt er sie um. Er jagt und foltert die Kinder, die vor ihm zur mutigen und gütigen Rachel flüchten können. Diese verteidigt die Kinder so lange, bis der Mörder ihrer Mutter unschädlich gemacht wird.

Video.de

Zwei Jahre vor seinem schauspielerischen Triumph in "Zeugin der Anklage" führte Charles Laughton das einzige Mal in seiner langen und erfolgreichen Laufbahn Regie bei einem Kinofilm. Wie bei seinen Arbeiten als Schauspieler verleiht seine Persönlichkeit auch hier der gekonnten Inszenierung eine Traurigkeit, die ihm tiefe Einblicke in das Seelenleben seiner Figuren erlaubt. Die Gestaltung des gefährlichen, wahnsinnigen Harry (Robert Mitchum) schwankt zwischen einer gelungenen psychologischen Studie und einem Horrorfilm.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zwichen den Zeiten, 16. Oktober 2009
Von 
Matt Damon (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht des Jägers (DVD)
Ein eigenartiger Film, der häufig unter "Film Noir" verbucht wird - m.E. in die Schublande aber nicht wirklich passt. Die Nacht des Jägers ist der Film eines als Schauspieler prominenten Regisseurs, der es sich erlaubt hat, hemmungslos anachronistisch einen Film zu machen. Oft meint man, die Szenen könnten direkt aus "M- Eine Stadt sucht einer Mörder" entnommen sein. Die Schauspieler agieren immer in der Nähe zur Übertriebenheit des Stumfilms.- Laughton Regierarbeit ist SEHR dem Expessionismus verpflichtet. Das Pathos des Predigers - und die Durchgedrehtheit seiner Opfer - sind sehr überzeichnet, ebenso wie die filmischen Schwarz-weiß-Kontraste. Die Gestik - wie damals bei Fritz Lang! Doch eben dies macht den Film besonders: Eine großartige Kamera erzeugt zeitlose Bilder, die ebenso aktuellen Alptraumwelteentstammeneute zujm könnten. Gerade weil der Film nihct den Codes der 50er folgt, wird er heute zum ereignis.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Absolut genial, 30. Juli 2006
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht des Jägers (DVD)
Ein absolutes Highlight aus den 50s. Robert Mitchum (vielleicht in seiner besten Rolle) ist der perfekteste Filmbösewicht überhaupt, es gelingt ihm grandios diesen psychopathischen Wanderprediger zu spielen.

Er hat es auf das Geld abgeshen, dass zwei beiden Kinder in einer Puppe versteckt haben...hört sich simpel an, die Machart ist aber sehr komplex, sehr aussergewöhnlich und extravagant erzählt. Vor allem die Bilder sind meisterhaft durchkomponiert: Düster, teilweise expressionistisch. Die Religionswut der Amerikaner wird gut und von vielen Seiten beschrieben. Sie kommt letztendlich auch nicht gut weg. Wahrscheinlich hatte Laughton Mühe mit diesem Aufkeimen des Fundamentalismus, so beschreibt er dieses Treiben sehr bizarr, die Figur des Predigers setzt dem noch die Krone auf.

Tatsächlich steckt da auch viel an Grimms Märchen oder The Wizard of Oz drin, die Odyssee der beiden Kinder gestaltet sich als eine Art Kampf des Lebens und die Suche nach "Zuhause", wo immer das auch ist. Die Familie versagt: Der Vater wird hingerichtet, die Mutter (Shelley Winters) fällt auf den fremden Gottessmann herein und ehelicht ihn, da ist der erste Mann noch gar nicht lange unter der Erde.

Die Nachbarn und Freude: Oberflächliche, bigotte und engstirnige Trottel.

Der Mann mit der Bibel letztendlich ein Frauen- und Serienmörder, der die Kinder gnadenlos jagt.

Zuflucht finden sie letztendlich bei einer älteren Frau (Lilian Gish spielt diese "Mutter Teresa"), die auf ihrer kleinen Farm eine Art "Waisenhaus" betreibt und dem Priester die Stirn bietet.

Einen fesselnden und genialen Film hat Schauspieler Laughton da gemacht, er wurde seinerzeit nicht besonders gut aufgenommen.

Heute ist der Film auf ganzer Linie rehabilitiert, er zählt mit Recht zu den besten Filmen aller Zeiten.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Düsteres Märchen, 22. Juli 2006
Von 
Wolfgang Stroebl (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht des Jägers (DVD)
"Die Nacht des Jägers", Charles Laughtons einzige Regiearbeit aus dem Jahre 1955 war damals kein Erfolg: der enttäuschte Regisseur inszenierte daraufhin nie wieder einen Film. Tatsächlich ist er einer der seltsamsten und ungewöhnlichsten Filme, die ich je gesehen habe (und das sind doch jetzt schon einige !).

Es ist im Grunde eine düstere "Hänsel und Gretel"-Story, in der ein falscher Wanderprediger (Robert Mitchum) aus zwei unschuldigen Kindern die Information über ein Geldversteck herauspressen möchte. Laughton scheint es gar nicht um oberflächlichen Suspense zu gehen, vielmehr bezieht er Spannung und Atmosphäre aus den expressionistischen Bildern, die vielfach wie Traumsequenzen wirken. Aus den zahlreich sich ergebenden Antagonismen wie Liebe-Hass (als Tätowierungen an den Fingern des Bösewichts), Schwarz-Weiß, Bub-Mädchen, Gut-Böse etc. schöpft der Film seine unheimliche Kraft.

Demgegenüber steht eine frömmlerische, exaltierte Religiosität, die für den Zuschauer des 21. Jahrhunderts kaum erträglich scheint.

"Die Nacht des Jägers" wird nicht zu meinen Lieblingsfilmen gehören, aber sich mit dem ungewöhnlichen Werk auseinanderzusetzen, lohnt allemal.
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