Ex Tenebrae Lux - so lautet der Wahlspruch der Lichtträger auch im dritten Band von Grundys Mittelalter-Epos, doch Lichtblicke findet man in diesem Buch nur selten. Zu banal schleppt sich die Handlung dahin, zu eindimensional zeichnet das Autorenehepaar die Charaktere. Das Einzige was "Die Nacht des Falken" gegenüber seinem direkten Vorgänger aufwertet, ist die Tatsache, das die Figur des homosexuellen, gottesfürchtigen und kurzsichtigen Ritters Gottfried stärker in den Mittelpunkt gerückt wird. Allerdings schießt man auch hier weit über das Ziel hinaus, indem dieser plötzlich in der Lage ist Gedanken zu lesen... Die Falken-Trilogie erwarb ich erwartungsvoll und voreilig nach der Lektüre der genialen "Rheingold"-Erzählung. In Zukunft werde ich etwas vorsichtiger mit dem Kauf von Grundy-Büchern umgehen.