Undercover! Das Motto dieses Buches. Naja, obwohl der Hauptcharaktere (Sara Dunstan und den sarkastisch veranlagten blauen Drachen Kobalt), die etwas in die Jahre gekommene Ex-Liebhaberin Ariakans, alles auf eigene Faust unternimmt. Aber man glaubt ihrer bestehenden Reize gerne, so gut wurde sie von Mary H. Herbert beschrieben. Die Unterwanderung und das hineinschlittern in die Rolle der Staffelführerin über eine Gruppe junger Ritter-Anwärter verleihen der Geschichte sehr viel Liebe und Dramatik, aber auch Spannung und Herz. Die Schwarzen Ritter sind ja nicht alle so übel oder?
Schön an der Drachenlanzezyklus ist, dass es stets einen Ausgleich in verschiedenen Formen gab. Sei es ein Zeitalter des „Guten" (Zeitalter des Königspriesters - was eigentlich doch nicht so gut war) und die nachfolgenden dunklen Zeitalter (welche auch nicht so übel waren, weshalb sie auch die Zeitalter des Friedens genannt wurden).
Trotz des anfänglich klaren Stellbezugs des Hauptcharakters zeigt dieses Buch trotzdem, dass die Welt um Krynn nicht einfach eine schwarz-weiss Zeichnung ist, sondern dass der Grad zwischen Gut und Böse ziemlich verschwommen ist. Und da gab es immer eine Kraft des Ausgleiches...
...was die Entstehung der dritten ritterlichen Macht rechtfertigt. Die Stahllegion hat für mich für die Welt um Krynn eine sehr grosse symbolische Bedeutung, was dieses Buch, nicht nur alleine durch seine schönen Geschichte und Charaktere, sehr lesenswert macht.
Oh, bevor ich es vergesse: die drei Monde: Solinari für das Licht, Nuitari für die Dunkelheit und der rote Lunitari für den Ausgleich. Ist der rote Mond und die Roten Roben der Zauberer dafür verantwortlich, dass ich mir die Rüstung der Stahllegion stets als rötlich vorstelle? ^_^
Dieses Buch ist eine von symbolische Sensation, mit einem sehr, sehr intelligenten Background. Die Serie um die „Nacht Der Drachenlanze" ist dieser Geschichte eigentlich nicht würdig. Thumbs up and grin! ^__^