Dieses Buch von Wolfgang Hohlbein besticht vor allem durch eins: Es ist sehr spannend. Nachdem ich es abends angefangen habe fiel mir erst ein, daß ich mal Pause machen sollte als draußen die Vögel schon anfingen zu singen. Die Story besteht aus zwei recht interessanten Plotlines, die aber leider nicht sauber ineinander übergeführt wurden. Die Story macht einen unvermittelten Sprung über mehrere Jahre, eine neue Hauptfigur taucht ohne ausreichende Einführung quasi aus dem Nichts auf. Eine bessere Überleitung währe hier wichtig gewesen, was ganz nebenbei auch zu einem längeren Buch geführt hätte. Das ist eine weitere kleine Schwäche: Das Buch ist zu kurz. Eventuell hätte man sogar einen Zwei- oder Dreiteiler draus machen können. Viele Handlungsstränge hätten noch viel ausführlicher behandelt werden können und die Charaktere tiefgründiger erforscht werden können, Hohlbein hat hier einiges an Potential verschenkt, schade. Alles in allem ist das Buch aber durchaus zu empfehlen, wenn überhaupt kommt Enttäuschung erst am Ende des Buches auf wenn man feststellt, daß es leider schon zu Ende ist. Der Titel ist noch ein wenig irreführend, weil der Drachen bzw. die Drachen in diesem Buch nicht ganz die erwartete Hauptrolle spielen, dadurch sollte man sich aber nicht von der Lektüre dieses Buches abhalten lassen.