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Die Nacht des Don Juan: Roman
 
 
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Die Nacht des Don Juan: Roman [Gebundene Ausgabe]

Hanns-Josef Ortheil
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (31. Juli 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630870740
  • ISBN-13: 978-3630870748
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 264.227 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hanns-Josef Ortheil
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit Die Nacht des Don Juan schließt der Stuttgarter Autor Hanns-Josef Ortheil seine "Trilogie der Künste" ab. Begonnen hat er sie mit den viel beachteten und hoch gelobten historischen Romanen Faustinas Küsse und Im Licht der Lagune.

Man schreibt das Jahr 1786 in Prag, als dort drei ganz besondere Männer aufeinander treffen. Mozart ist mit seiner schwangeren Frau Constanze angereist und arbeitet mühsam an den letzten Kompositionen zu Don Giovanni. Noch hat die Oper den Arbeitstitel "Don Juan". Für das Libretto ist Lorenzo da Ponte zuständig. Doch er, ein Mann, der von Genuss und sinnlichen Freuden nur wenig Ahnung besitzt, begreift die Rolle des Don Juan nicht weiter als auf dem Niveau einer Posse des Puppentheaters. So fehlt auch Mozart noch der richtige Schwung in seiner Musik. Das ändert sich schlagartig, als Casanova für einige Wochen Gast des Grafen Pachta wird. Wenn er nicht Bescheid weiß über die Rolle des Don Juan, wer dann? Der begnadete Lebemann und Frauenheld ist bereits in die Jahre gekommen, doch zielstrebig nimmt er mit einigen geschickten Intrigen Herrn da Ponte das Konzept aus der Hand. Das Geheimnis des Erfolgs des großen Verführers wird jedoch von den Frauen, der Ehefrau Mozarts, Constanze, der Sängerin Josepha Duschek und der jungen Gräfin Pachta bewahrt.

Die Nacht des Don Juan ist ein großartiger historischer Roman, der sich selbst als Oper inszeniert. Überströmende Sinnlichkeit gepaart mit einer wunderbaren Musikalität -- mehr davon bitte! --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Überraschend kommt Casanova nach Prag. Er hat davon gehört, daß Mozart an der Oper der Opern, dem Don Giovanni, arbeitet und daß sich da Ponte mit dem Libretto über einen Verführer abmüht. Casanova verbreitet Glanz, feiert große Feste, spinnt ein Netz aus Intrigen – und ohne daß es bemerkt würde, hat er schon die Vollendung dieser Oper in seine eigenen, einzigartig erfahrenen Hände genommen.
An einem Herbstabend des Jahres 1787 kommt Giacomo Casanova auf Einladung des Grafen Pachta nach Prag. Auch Mozart befindet sich in der Stadt. Er bereitet die Uraufführung der Oper aller Opern mit ihrer vollendet schwebenden Musik vor – »Don Giovanni«. Doch die Arbeit stockt.
Der Librettist Lorenzo da Ponte gibt dem Verführer vulgäre, bestenfalls grobe Züge, die Sängerinnen neiden einander jede Arie, und Mozart fehlt die Ruhe, seine Partitur zu beenden; überall wird er von Verehrerinnen verfolgt. Casanova aber bringt den Glanz aus einer großen alten Zeit in die Stadt, er versteht es, Feste zu feiern, er weiß, über welche Raffinesse und Wortgewandtheit ein wahrer Verführer verfügen müßte, und er hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht, diese Oper zur Vollendung zu bringen – auch wenn er dazu einige höchst irdische Intrigen einfädeln muß …
Nach Faustinas Küsse und Im Licht der Lagune, »die man nicht aus der Hand gibt, wenn man zu lesen begonnen hat« (Die Zeit), hat Ortheil nun das große Finale seiner erotischen Kunst- und Künstler-Trilogie geschrieben. In diesem Roman geht es um Musik und das, was allein
Musik zu gestalten vermag: um Liebe. In einem Wirbel von Geschichten schildert Ortheil, wie eine der bedeutendsten europäischen Opern entstanden ist. Überwältigend zart und klug wie Mozarts Musik entspinnt sich dieses Buch, und obwohl drei Männer das große Wort führen, halten andere darin die Hauptrollen besetzt und führen insgeheim Regie: die Frauen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meisterlich 20. Januar 2001
Format:Gebundene Ausgabe
In seinem Roman "Die Nacht des Don Juan" zeigt uns Hanns Josef Ortheil auf beeindruckende Weise die vermeintliche Entstehungsgeschichte der wunderbaren Mozart-Oper "Don Giovanni". Dabei beweist er eine ungeheure Sensibilität der Sprache und die Fähigkeit, eine völlig verzauberte Atmosphäre zu schaffen. Hier soll das erste Treffen zwischen dem Librettisten Da Ponte und eben jenen Casanova gelten, der in höherem Alter, also nach seiner Blütezeit die Stadt Prag besucht, und der durch die Oper des Salzburger Komponisten eine Wiederbelebung seiner eigenen Jugendzeit erfährt. Wie wunderbar ist dieser Dialog im Palais Pachta komponiert! Denn, und das ist einer der beeindruckendsten Aspekte bei diesem dritten Buch der Ortheilschen Künstler-Trilogie, der ganze Roman ist komponiert wie eine Oper. Die Dialoge erinnern an Duette - das erwähnte Gespräch weist beispielsweise die Konzeption eines Duettinos auf - die inneren Monologe W.A. Mozarts an die großen Arien. Das Fest, das Casanova veranstaltet, könnte jenes Fest des Don Giovanni sein, bei dem die feucht-fröhliche Champagner-Arie ertönt und wie bei Mozart erklingt auch im "Don Juan" bei Ortheil leise die Musik von Figaros Hochzeit im Hintergrund. Wie am Anfang schon erwähnt, begeistert das Werk nicht nur durch eine interessante Handlung, die im Übrigen große Lust darauf macht, die Oper tatsächlich zu hören, sondern auch durch die Atmosphäre, die dieser Roman aufbaut. Man fühlt sich als Leser entführt in das Prag des 18.Jahrhunderts und ist mitgerissen vom Geschehen. Ortheil, und dies ist ein weiterer Glanzpunkt dieses Werks, pflegt dabei eine unaufdringliche und melodische Sprache, die weder aufgesetzt noch lakonisch wirkt. Man könnte noch vieles mehr schreiben über diesen wundervollen Roman, zum Beispiel wie die handelnden Personen zu Pendants der Mozart-Figuren werden, oder wie sich bestimmte Elemente bis hin zu einzelnen Inhaltsabschnitten des "Don Giovanni" auf das Romangeschehen übertragen. Großartig, wie sich die Personen und Charaktere ineinander verstricken und welche Beziehungen sich zwischen ihnen ergeben. Letztlich also bleibt zu sagen, daß dieser Roman ein großartiger ist, ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, "Die Nacht des Don Juan" gehört zum Besten, was im letzten Jahr zu lesen war.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Was für eine Komposition! So mitreißend, dass man zum Schluss selbst nicht mehr weiß, ob man sich gerade auf der Bühne, hinter den Kulissen, auf dem Schauplatz der Oper oder des Romans befindet. Und: welcher Schauplatz ist welcher? Ein Karussell, ein Sog, ein Wirbel, der in einem Furioso endet. In filigranster Weise verzaubert und verbindet Hanns-Josef Ortheil zwei Welten miteinander: die leidenschaftliche Musik und die leidenschaftliche Liebe, Mozart und Casanova, sie beide bestimmen die Geschicke und Entstehung einer Oper, die wiederum in ihrer Handlung die Vorgabe für die Romanrealität gibt, oder ist es umgekehrt, oder ist das eine nur das Spiegelbild des anderen? Es sind nur noch wenige Tage im Jahre 1787 bis zur Uraufführung der Oper „ Don Juan" ( später dann „Don Giovanni"). Mozart ist mit Constanze in Prag, zur gleichen Zeit weilt auch Casanova im Palast eines Freundes auf Einladung in der Stadt. Casanova, den Künsten, den Frauen und der Lebenskunst erlegen und ergeben, greift schnell in die sich schleppend hinziehenden Proben ein, zieht seine Fäden, spinnt Intrigen, übernimmt schließlich die Regie. Es versteht sich, dass Frauen rund um das Männergespann Mozart- Casanova nicht fehlen: und so verfeinert sich, zeichnet sich von Kapitel zu Kapitel klarer die Doppelbödigkeit des Romans heraus. Hier, rund um die Hauptfigur Don Giovanni die auf der Bühne agierenden Frauen, die Enttäuschte, die Rächerin, die ewig Liebende und dort: Giacomo Casanova, umgarnt, begehrt, verehrt, voller Geheimnisse. Überall tänzelnde, zaghafte, gärende und unerwartete Leidenschaften. Überaus gefühlvoll, mit Phantasie und bewundernswert kunstvoll lässt Ortheil die beiden Welten des Mozart und Casanova miteinander verschmelzen. Bestes Mittel für diese facettenreiche Gefühlsinszenierung: die Musik. Und die war ja bekanntlich noch nie weit von der Liebe entfernt. So wundert es nicht, dass man beim Lesen das Gefühl hat, Mozartsche Klänge zwischen den Zeilen zu hören...

„Die Nacht des Don Juan", ein erneut überaus sinnlicher, sehr zart- fühlender, die Geschicke aber doch immer wieder an die Kandare nehmender Roman, bei dem man nur ungern, wie in der Oper eine Pause einlegt.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz gut 16. September 2004
Von K. Kiss
Format:Taschenbuch
Casanova trifft Mozart und zusammen schreiben sie eine der schönsten Opern Mozarts: Don Giovanni. Die bildhafte, üppige Sprache versetzt einen wunderbar zurück in die Zeit dieser beiden großen Herren der Weltgeschichte. Nur die Rolle der Frau in diesem Buch hat mich etwas gestört: Was? Er will mich nicht?! Dann nehmen wir halt den anderen. Dabei war sie doch unsterblich vrliebt. So naiv und wetterwendisch ist doch keine normale Frau. Der Roman erinnert an eine Operette, aber mir war er doch etwas ZU locker und ZU seicht. Er bleibt mir etwas zu oberflächlich in seinen Beschreibungen über Casanova und Mozart. Da hätte Ortheil etwas mehr wagen können. Natürlich kann keiner genau sagen, wie diese beiden Herren wirklich gewesen sind, doch wären es dann eben Ortheils Casanova und Mozart, sein eigenes Bild dieser beiden großen Herren. Ortheil aber kratzt nur an der Oberfläche und gibt nur die gängige Meinung darüber wieder, was die beiden ausgemacht haben soll. Der Komponist, dem nichts über seine Kunst geht und der gealterte Frauenheld, dem jedes Mittel recht ist, um an sein Ziel zu kommen. Dadurch blieb es mir irgendwie verwehrt, ihnen näher zu kommen. Das Buch war ein amüsantes Schauspiel, aber mehr leider nicht.
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Kunst und Leben
Ich gebe zu, dass man am Anfang etwas Zeit und Kraft braucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Das Buch ist dicht geschrieben und die Sprache lässt die Zeit anklingen, in... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Villette veröffentlicht
Lesespaß pur
Ich würde es zwar nicht als "erotischen Roman" wie auf dem Klappentext bezeichnen, aber er liest sich gut und nebenbei erfährt man viel Psychologisches über... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Februar 2009 von Ina Bernack
Wunderbar
Fuer alle Freunde der historischen Romane: ein wunderschönes Buch. Man liest es in einem Rutsch durch. Wunderbar beschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2009 von N. Schneider
Gutes Thema, unpassender Stil
Giacomo Casanova residiert in Prag. Dort arbeitet gerade Mozart an seiner Oper, der der Librettist zunächst den Namen "Don Juan" gegeben hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. September 2006 von monice
Giacomo Casanova wehrt sich
Jaaah, mir hat dieser Roman von Hanns-Josef Ortheil (von dem ich vorher noch nie etwas gelesen hatte) doch sehr gefallen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2006 von Mirka
Ein kunstvoll komponierter Roman mit Schwächen
Nach Dichtung und Malerei folgt im letzten Teil der Künstler-Trilogie von Ortheil die Musik; es geht um die Entstehung von Mozarts "Don Giovanni", wobei Ortheil um die Figuren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2004 von Cenodoxus
Kann man Musik beim Lesen hören?
Man kann! Selten hat mich ein Buch so begeistert wie "Die Nacht des Don Juan". Auf den letzten Seiten des Buches glaubt man wirklich in der Uraufführung zu sitzen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2001 von Bruno Laschet
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