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Die Nacht von Berlin
 
 
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Die Nacht von Berlin [Taschenbuch]

Herbert Beckmann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 326 Seiten
  • Verlag: Gmeiner; Auflage: 1., Aufl. (8. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839212154
  • ISBN-13: 978-3839212158
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 102.550 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein atmosphärisch stimmiger Krimi mit viel Berliner Flair, sympathischen, glaubwürdigen Ermittlern und mit einem bis zum Ende offenen Fall. Glücklicherweise zeigt der Autor Herbert Beckmann nicht nur die strahlende Seite der deutschen Hauptstadt, sondern schildert auch überzeugend die Armut und das Elend dieser Jahre. (FAZ.net)

Lebendiges und pralles Berlin 1911. Das Berlin vor exakten 100 Jahren wird mit all seinem Charme, aber auch seinen Widrigkeiten wiederbelebt, was nicht nur Berlinkenner beeindrucken wird, sondern auch die Leser, die diese Stadt noch nie gesehen haben. Atmosphärisch dicht, lässt Beckmann den Leser eintauchen in eine lebendige und sprudelnde Stadt, die aber auch ihre düsteren und finsteren Seiten hat, die nicht verhehlt werden. (Histo-Couch.de)

Ein ungemein spannender Krimi vor historischer Kulisse. Beckmann hält den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht. Nebenher vermittelt der Autor einen guten Eindruck der historischen Stadt. Kurz: Die Nacht von Berlin ist ein Buch, das man in einem Rutsch durchlesen kann. (Westfälische Nachrichten)

Kurzbeschreibung

September 1911. Berlin ist Weltstadt. Rastlos, vergnügungssüchtig, nervös. Selbst bei Nacht eine Stadt aus Licht. Doch im Schatten des glitzernden Lichtermeers der Reichshauptstadt gedeiht das Verbrechen auf nie gesehene Weise: An verschiedenen Orten Berlins werden Leichen gefunden kaltblütig ermordet, grotesk kostümiert, theatralisch ausgestellt. Der blutjunge Ermittler Edmund Engel begreift als Erster, dass hier kein gewöhnlicher Mörder am Werk ist. Und auch der erfahrene Nervenarzt Alfred Muesall erkennt die Handschrift eines modernen Tätertyps. Einen Künstler im Fach Mord, dessen bizarre Spur in das weltberühmte Berliner Metropol-Theater führt

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Kurzbeschreibung:
September 1911. Berlin ist Weltstadt. Rastlos, vergnügungssüchtig, nervös. Selbst bei Nacht eine "Stadt aus Licht". Doch im Schatten des glitzernden Lichtermeers der Reichshauptstadt gedeiht das Verbrechen auf nie gesehene Weise: An verschiedenen Orten Berlins werden Leichen gefunden - brutal ermordet, grotesk kostümiert, theatralisch ausgestellt. Der blutjunge Ermittler Edmund Engel begreift als Erster, dass hier kein gewöhnlicher Mörder am Werk ist. Und auch der erfahrene Nervenarzt Alfred Muesall erkennt die Handschrift eines modernen Tätertyps. Einen "Künstler" im Fach Mord, dessen bizarre Spur in das weltberühmte Berliner Metropol-Theater führt...

Zum Autor:
Herbert Beckmann, 1960 geboren, lebt mit seiner Familie in Berlin. Er hat zahlreiche Sachbücher, Hörspiele und Geschichten für Kinder und Erwachsene veröffentlicht. Mit seinem ersten historischen Roman "Die indiskreten Briefe des Giacomo Casanova" war er 2010 für den Sir-Walter-Scott-Preis nominiert. "Die Nacht von Berlin" ist sein dritter Roman im Gmeiner-Verlag.

Rezension:
Der junge Kriminaler Edmund Engel ist Frischling bei der Berliner Kriminalpolizei. Kurz nach seinem Antritt wird die Leiche einer Schneiderin aus dem Wasser geborgen und einige Tage später die Familie des Juweliers Stoltze tot aufgefunden, künstlerisch drapiert im Ladenschaufenster. Doch der Morde nicht genug: Als dann noch die Leiche einer Künstlerin aus dem bekannten Metropol-Theater auf einer Parkbank entdeckt wird glaubt Engel langsam an das Werk eines Serientäters.

Doch niemand will ihm Glauben schenken. Die Kommissare, mit denen er zusammenarbeitet, gehen von Einzeltätern aus und Engel wird von höchster Stelle kaltgestellt. Nur der Nervenarzt Dr. Muesall hat wie Edmund den gleichen Verdacht und unterstützt ihn bei seinen Ermittlungen, die er nunmehr auf eigene Faust durchführen muss...

Ich habe mich mit "Die Nacht von Berlin" auf einen atmosphärischen Krimi aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts gefreut und das konnte Herbert Beckmann mit seinem Roman vollends erfüllen. Der junge Edmund Engel war mir von Anfang an sympathisch, da er für die Zeit, in der der Roman spielt, schon unglaublich moderne Ansichten, was die Ermittlungen angeht, hat. Er wirkt zwar recht scheu und schüchtern, doch ist ihm das angesichts seiner Vorgesetzten nicht zu verdenken.

Diese kommen allesamt sehr arrogant und rechthaberisch daher, aber im Grunde genommen haben sie von Tuten und Blasen keine Ahnung. Sie ziehen vor, schnell einen Täter auszumachen, ohne je irgendwelche Ungereimtheiten oder nicht passende Vorfälle zu hinterfragen. Denn es zählt nur eines: Schnellstmöglich einen Täter festzunehmen, ob dieser nun wirklich infrage kommt oder nicht, es zählt der Erfolg! Umso schneller kann man sich dann dem obligatorischen Gang ins nächste Wirtshaus widmen.

Edmund ist daher bei seinen neuen Kollegen nicht gern gesehen, denn er nimmt sich heraus, Dinge zu hinterfragen und näher zu beleuchten und das passt den Kommissaren so gar nicht in ihr Konzept. Selbst von höchster Stelle wird er nicht unterstützt sondern eher belächelt. Nur durch die Unterstützung des Nervenarztes Dr. Muesall gelingt es ihm, den Täter zu stellen und somit seinen Kollegen zu zeigen, was wirklich in ihm steckt.

Herbert Beckmann versteht es mühelos, das Berlin im frühen 20. Jahrhundert darzustellen. Zügellos, vergnügungssüchtig bei den Reichen auf der einen Seite, schildert er aber auch eindrucksvoll die Armut und die Trostlosigkeit der Menschen, die am Rande der höheren Gesellschaft leben. Durch diese detaillierten Schilderungen fühlt man sich als Leser richtiggehend in diese Zeit zurückversetzt.

Der Täter wird bis zum Ende hin nicht ersichtlich, sodass eine gewisse Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Die Auflösung indes ist stimmig und schlüssig. Gut gefallen haben mir auch Auftritte von Personen, die real existierten, wie z.B. Alfred Doeblin, der später mit seinem Roman "Berlin Alexanderplatz" berühmt wurde oder Fritzi Massary, die wirklich als Sopranistin im Metropol-Theater auftrat.

"Die Nacht von Berlin" hat mich in das Berlin von 1911 entführt und mir schöne unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich hoffe, dass Herbert Beckmann sich dazu entschließt, daraus eine Serie um Edmund Engel entstehen zu lassen, denn ich würde gerne mehr von diesem wirklich sympathischen jungen und modernen Ermittler dieser Zeit lesen.

Zur Gestaltung des Buchs: Das farbige Cover zeigt eine Reihe junger Tänzerinnen während einer Aufführung im Theater, was sehr gut zum Thema des Buches passt.

Fazit: "Die Nacht von Berlin" kann ich interessierten Lesern von historischen Krimis nur wärmstens ans Herz legen. Ein sympathischer junger Ermittler, der trotz einiger Hindernisse an seinem Verdacht festhält und atmosphärische Schilderungen des Berlin um 1911 wissen zu unterhalten und zu fesseln.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tuppi
Format:Taschenbuch
Hildegard Langenfeld wird vermisst. Kommissar von Spirow nimmt ziemlich gelangweilt die Aussage der Schwester entgegen. Edmund Engel hingegen sieht seine Aufgabe ernster und fragt die Schwester über den Hintergrund aus. Das bringt ihm allerdings eine Rüge ein, denn schließlich ist er nur der Protokollant und hat sich nicht in die Ermittlungsarbeit einzumischen.

Die Polizisten wechseln regelmäßig den Einsatzort, sodass der junge Edmund Engel als nächstes in die Mordbereitschaft kommt. Während er das Protokoll über die Vermisste schreibt, kommt ein Anruf: In einem Juweliergeschäft gibt es drei Leichen. Bei seiner Ankunft ist Engel erschüttert, dass sich niemand Gedanken über die Spurensuche macht. Viel zu viele Leute befinden und bewegen sich ungehindert im Raum, und die beiden Leichen, die kostümiert im Schaufenster ausgestellt waren, sind von dort ins angrenzende Zimmer verlegt worden. Das hat der Kaiser persönlich angeordnet, um die Leichenwürde vor den Schaulustigen zu schützen.

Als ein weiteres Mordopfer gefunden wird, sieht Engel einen möglichen Zusammenhang ' aber von Spirow tut das als unmöglich ab ...

Kommissar von Spirow war mir von Anfang an unsympathisch. Sein arrogantes Auftreten war mir sehr zuwider, auch wenn das für die damalige Zeit normal war. Der junge Engel hingegen war sehr offen und zuvorkommend. Seine Art fand ich außergewöhnlich freundlich im Vergleich zu den anderen Figuren. Da das Buch im Jahr 1911 spielt, ist der Umgangston ziemlich rau.

Den Schreibstil fand ich schwierig, da der Autor immer wieder im Berliner Dialekt schrieb. Bei Aussagen war das in Ordnung, aber nicht bei der Umschreibung. Auch die Worttrennung war für mich mitunter sehr abenteuerlich, sodass ich manches Wort mehrmals lesen musste, um es zu verstehen.

Ich kenne mich in Berlin nicht aus, aber durch die Beschreibung des Autors hatte ich ein klares Bild der Gegend vor meinem geistigen Auge. Ob es allerdings originalgetreu ist, vermag ich nicht zu sagen. Auch die Figuren wurden sehr gut dargestellt, ebenso die Arbeitsweise.

Das Buch ist unterteilt in sechs Bilder und die Zugabe. Jedes Bild erzählt die Geschichte um das Vorfinden der jeweiligen Leichen. Die Verbindung zum Theater bekommt man nach zwei Dritteln mitgeteilt, ebenso wie die Hintergründe einer Blindheit gegenüber den Tatsachen. Die Vorkommnisse wurden am Ende fast lückenlos aufgeklärt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Belle's Leseinsel TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Im September 1911 wird die Leiche einer jungen Frau angeschwemmt. Die Berliner Kommissare gehen von Selbstmord aus. Ein paar Tage später werden die bizarr zur Schau gestellten Leichen einer Familie gefunden, der vermeintliche Mörder ist schnell ermittelt. Nur der junge Kriminalanwärter Edmund Engel hat hier so seine Zweifel. Und als bereits ein paar Tage später wieder eine offensichtlich mit Absicht kostümierte Tote gefunden wird, geht Engel von einem Serientäter aus. Doch hiervon wollen weder die ermittelnden Kommissare noch der Polizeipräsident etwas wissen, diese ziehen eine einfache Lösung vor. Der Kriminalanwärter wird von oberster Stelle ruhig gestellt, doch Edmund erhält von unerwarteter Seite Unterstützung. Denn auch dem Nervenarzt Adolf Muesall fallen Zusammenhänge bei den Morden auf und er bietet Engel seine Hilfe an.

Anfang des 20. Jahrhunderts ist Berlin Weltstadt, seine Majestät lebt hier, die Stadt ist mondän, seine Einwohner vergnügungssüchtig und auf Skandale erpicht. Somit ist natürlich das Interesse der Berliner an den Morden sehr groß, vor allem, da die Opfer alle mehr oder weniger im Umfeld des Metropol-Theaters zu finden sind. Plötzlich sind die Vorstellungen ausverkauft und "Die Berliner Nacht" in aller Munde. Selbst seine Majestät hat großes Interesse an der Aufklärung der Morde und so gehen die zuständigen Kommissare liebend gerne den einfachen Weg, folgen dem Offensichtlichen und hinterfragen nicht. Ungereimtheiten werden geflissentlich übersehen, vor allem, wenn schnell ein Tatverdächtiger zur Hand ist.

Herbert Beckmann gelingt es sehr gut, einem das mondäne Weltstadtleben Berlins näher zu bringen, einem die High Society wie auch die Bürger am Rande der Armut vorzustellen. Das Ganze gepaart mit den Erwähnungen vieler Berliner Sehenswürdigkeiten und Straßennamen wirkt der historische Krimi dadurch atmosphärisch dicht umgesetzt. Und so dauert es auch nicht lange bis man das lebhafte Treiben Berlins mit seinen Droschken, Gaslampen, Automobilen und den Empfängen vor Augen hat.

Der Schreibstil des Autors ist eher ruhig angelegt, wobei er auch bei einzelnen Personen immer mal wieder in den Berliner Dialekt wechselt. Seine Charaktere sind bei weitem nicht durchweg sympathisch angelegt. So wirken gerade die ermittelnden Kommissare sehr arrogant, überheblich und blasiert. Ganz anders dagegen Edmund Engel. Der junge Kriminalanwärter ist eher schüchtern und zurückhaltend, aber dennoch überaus neugierig und in seinem Denken absolut modern und hat somit große Probleme, das antiquierte Denken seiner Vorgesetzten nachzuvollziehen, geschweige denn, ihnen seine Gedankengänge näher zu bringen.

Die Geschichte konzentriert sich fast ausschließlich auf die Ermittlungen der Morde und geht auf die private Seite der Mitwirkenden fast kaum ein. So ist es mir anfangs ein wenig schwer gefallen, einen Bezug zu den Charakteren zu bekommen, dies hat sich mit der Zeit jedoch gelegt. Spannung baut sich jetzt nicht unbedingt auf, auch wenn der Autor immer mal wieder dem Täter ein wenig Platz einräumt. Aber die Geschichte ist durchweg unterhaltsam und interessant beschrieben und fängt sehr gut die damalige Stimmung ein. Und auch wenn der Täter gelegentlich in Erscheinung tritt, bleibt dessen Motiv wie auch seine Identität bis zum Schluss verborgen, löst sich aber auf den letzten Seiten dann schlüssig auf und hier wird die Geschichte dann auch richtig spannend.

Fazit: Nicht unbedingt ein spannender historischer Krimi, jedoch gelingt es dem Autor mühelos, einem das Berliner Flair Anfang des 20. Jahrhunderts näher zu bringen und dies alles verpackt in eine sehr unterhaltsame und interessante Story.
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