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Die Nachrichten
 
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Die Nachrichten

Jan Josef Liefers , Nina Kunzendorf , Matti Geschonneck    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Jan Josef Liefers, Nina Kunzendorf, Uwe Kockisch
  • Regisseur(e): Matti Geschonneck
  • Komponist: Hans-Peter Ströer
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Stereo)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 8. September 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 91 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000G6H52O
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.155 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Blickpunkt: Film

Ein Schmuckstück haben Regisseur Matti Geschonneck und Autor Alexander Osang zustandegebracht, das dem ZDF zur perfekten Zierde für den Tag der deutschen Einheit gereicht.
In der Verfilmung von Alexander Osangs Roman 'Die Nachrichten' wird die Geschichte des Nachrichtensprechers Jan Landers (Jan Josef Liefers) erzählt, der, aus dem Osten Deutschlands stammend, nach der Wende im Deutschen Fernsehen groß Karriere macht. Als eine 'Spiegel'-Journalistin (Dagmar Manzel) für eine Story über 'erfolgreiche Ossis' recherchiert, stößt sie auf Hinweise, die auf eine Stasi-Vergangenheit von Landers deuten.
Im großen wie im kleinen besticht diese Ost/West-Thriller-Dramedy. Da ist diese spannende Geschichte des Aufsteigers, des Karrieristen, den Liefers so zu spielen vermag, dass man ihn zunächst gerne fallen sehen würde. Und behaupte niemand, das Thema 'Stasi' sei durch im deutschen Fernsehen. 'Die Nachrichten' treten den Gegenbeweis an - man will unbedingt erfahren, welche Geschichte dieser Landers mit sich trägt, und es ist ungemein spannend zu sehen, wie die alten Stasi-Chargen ihr neues Leben verbringen. 'Die Nachrichten' sind aber auch eine Detail getreue Beobachtung der Medienwelt - die im Duell eiskalte 'Spiegel'-Powerfrau gegen den alle Journalisten-Klischees bedienenden Provinzschreiberling (Uwe Kockisch) ihre Krönung findet. Und ganz non-chalant führt einem der Film immer wieder eigene 'Ossi'-Vorurteile vor - man fühlt sich ertappt.
Nicht hoch genug zu rühmen, sind die ausgezeichneten Schauspielerleistungen und das ausnahmslos bis in die kleinen Rollen. Selten bekommt man in solcher Breite und Dichte vorgeführt, wie gut wir in Deutschland mit großen Charakterdarstellern bestückt sind. Nur ein Beispiel: Wie Ingrid Westphal als Ex-Offiziersgemahlin in ihren zwei, drei Kurzauftritten die ganze Tragik ihrer welk gewordenen Ost-Existenz spürbar macht, ist ganz großes Kino! fra.

Produktbeschreibungen

Deutschland Edition, PAL/Region 0 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 2.0 ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.85:1), BONUSMATERIAL: Kommentar, Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Jan Landers has it done: he is newscaster in Hamburg. Grown up in East Berlin, he made his career in the years after the turning point from the local weatherman to the evening news anchor. His private life is also successfull - in the gallery-owner and brewery-heiress Margarethe he meets the woman of his life. Yet unexpectedly the East-German past overtakes his life... A 'Spiegel' - editor and a province journalist circulate a story about possible files , vague rumours and the changed past, alleging that Landers might have worked for the Stasi (East German state security service). As a precaution he is taken off the news program. After years of finally living in the West, the East catches up with Landers... ...The News ( Die Nachrichten )

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Das gibt es selten. Ein Film der - mindestens - so gut gelingt wie der Roman, auf dem er basiert. Roman und Drehbuch stammen von dem im Ostdeutschland aufgewachsenen Journalisten Alexander Osang. Regisseur Matti Geschonneck, ebenfalls mit Ost-Biographie, machte aus Buchstaben Bilder.

Jan Josef Liefers lieh der Hauptfigur, dem Nachrichtensprecher Jan Landers, sein Gesicht. Einem konturlosen Menschen, der doch eigentlich immer nur alles richtig machen will. Und deshalb von Grund auf verkehrt ist. Ein Mann ohne Eigenschaften. Als sich der aus der DDR stammende Moderator in den 90er Jahren mit dem Vorwurf konfrontiert sieht, für die Stasi gearbeitet zu haben, knickt nicht nur seine Karriere. Landers versteht die Welt nicht mehr. Kann er sich doch an nichts erinnern! Die fehlende, die verfälschte Erinnerung. Es ist ein großes deutsches Thema des 20. Jahrhunderts, das Osang mit den »Nachrichten« behandelt.

Eine taffe »Spiegel«-Reporterin (Dagmar Manzel) und ein verkrachter Lokaljournalist (Uwe Kockisch) wollen Landers auffliegen zu lassen. Eine Mediengeschichte also. Hier meistert der Film eine gefährliche Klippe. Denn Journalistenfiguren in Fernsehfilmen geraten fast immer hochnotpeinlich. Ausnahmen, wie etwa die Satire »Schtonk!«, bestätigen diese Regel. Zugegeben, manchmal droht die Schilderung des Medienmilieus auch in den "Nachrichten« in Klischees zu verfallen, etwa wenn die »Spiegel«-Konferenz inszeniert wird wie die »Focus«-Reklame im Fernsehen. Doch durch den besonderen Witz des Films, durch Karikatur und Parodie wird auch der Zuschauer, der die Medien- und Fernsehwelt von innen kennt, damit versöhnt. Eine Fernsehgeschichte im Fernsehen zu erzählen ist ein Wagnis. Gut, dass es hier eingegangen wurde.

Film ist - und das ist ein Gemeinplatz, den man gar nicht oft genug wiederholen kann - Teamwork. Und an diesem Fernsehfilm beeindruckten die Jury neben Buch und Regie, die hier ausgezeichnet werden, vor allem das gelungene Zusammenwirken aller Teile und Gewerke. Und zwar wirklich aller, nicht nur derer, die wie Kamera und die schauspielerischen Leistungen (wobei vor allem Henry Hübchen als Ex-Stasi-Offizier hervorzuheben wäre) schon auf den ersten Blick nicht zu übersehen sind. Vom Casting der Nebenrollen bis hin zu Ausstattung und Maske und der Auswahl der Locations - hier stimmt das Ganze dieser ausgezeichneten Produktion.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
There's a feeling I get 9. April 2010
Von bl28
Format:DVD
Tut mir leid, aber was Matti Geschonneck hier abgeliefert hat, bleibt doch um einiges hinter der wirklich kultverdächtigen Vorlage von Alexander Osang zurück. Statt den Film mit einem Paukenschlag àla Roadhouse Blues zu beginnen und die Story auf einen Teppich aus Sex, Drugs, Rock'n Roll and Crime zu legen, wie im Buch in genialer Weise gelungen, kommt dieser Film als weichgespülte, leise plätschernde Fernsehproduktion zum Festtag der Deutschen Einheit daher. Nicht nur dass grundlegende Handlungsabläufe und Spannungsbögen entfernt wurden, wie etwa der die Story umspannende geniale Dialog zwischen dem in der Außenstelle Neubrandenburg arbeitenden Bruder Zelewskis und Landers/Raschke, auch bleiben die Charaktere und Dialoge im Film mit wenigen Ausnahmen (Henry Hübchen, Uwe Kokisch, Dagmar Manzel) im Wesentlichen blass und seelenlos.

Ein wenig drängt sich mir der Verdacht auf, dass der Film der in der Vorlage beschriebenen Allianz zwischen Medien und allmächtiger Behörde zum Opfer gefallen ist, die sich mit stasiähnlichen Methoden und aus eigennützigen und politischen Motiven heraus anmaßt, über Menschen und deren Schicksale zu richten. So bleibt ein Film, der die Vorlage in Sachen Authentizität, Spannung und Witz auch nicht annähernd erreicht.

Meine Empfehlung ist, das Buch unbedingt ZUERST zu lesen und sich DANACH den Film anzuschauen. Beides zusammen ist sicherlich auch ein lehrreiches Stück deutscher Medienkultur und -politik, oder um mit Led Zeppelin und damit einem im Buch enthaltenen Zitat zu schließen:

There's a feeling I get
When I look to the west
And my spirit is crying
For leaving

Die Frage ist nur wohin ?
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nachrichten 22. Dezember 2010
Format:DVD
Der Film war besser, als erwartet.
So ein Schicksal kann jeden treffen. Verleumdung ist angesagt, es gibt viele Menschen, die Spass daran haben so etwas zu tun.
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