Aus der Amazon.de-Redaktion
Jan Landers hat es geschafft: er ist Tagesschau-Sprecher in Hamburg, und wenn es nach seinem Chef geht, soll er bald auch noch die Tagesthemen übernehmen -- so weit hat es in der Medienwelt noch kein Ossi gebracht! Aber was heißt schon "Ossi", wenn man sich wie Landers kaum noch an seine ostdeutsche Vergangenheit erinnern kann und mehr damit beschäftigt ist, sich den Normen der Hamburger Medien-Meute anzupassen. Doch das Gerücht, er habe als "IM" für die Stasi gearbeitet, zwingt Landers zu einer schmerzhaften Auseinandersetzung mit sich selbst, die gleichsam zu einer Zeit-Reise in die DDR-Vergangenheit wird. Neben Friedrich Anis Psychothriller German Angst ist Alexander Osangs Romandebüt Die Nachrichten die vielleicht aussagekräftigste literarische Neuerscheinung zur Lage der Nation in diesem Bücherherbst. Osang, schon als Reporter und Kolumnist der Berliner Zeitung immer für Überraschungen gut, beweist seine Beobachtungsgabe und sein erzählerisches Talent nun auch in der großen Form. Die Nachrichten hat alles, was auch Osangs Zeitungs-Miniaturen auszeichnet: einen scharfen Blick für Grundsätzliches, das sich in alltäglichen Details zeigt -- und eine Menschenkenntnis, die mal liebevoll, mal bösartig daherkommt. Ein im wahrsten Sinne des Wortes aufwühlendes Buch: ironisch, aber ernsthaft, irgendwie traurig, und dennoch wunderbar leicht. Und das Fazit? Vielleicht: Wessis und Ossis haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kommt ihnen aber gleich wenig darauf an, sie zu verändern. --Axel Henrici
Kurzbeschreibung
»Er sah gut aus, war pünktlich und versprach sich nicht. Das waren die wichtigsten Eigenschaften eines Nachrichtenvorlesers. Er erfüllte sie.«
»Wenn es im Journalismus darum geht, möglichst genaue Szenarien zu schildern, so besteht die literarische Qualität eines Textes mehr in der Kunst des Andeutens und Weglassens. Osang beherrscht beides. (...)
Wie kompliziert es etwa ist, sich richtig zu küssen: nicht zu nah, nicht zu feucht, nicht zu wirklich, aber auch nicht zu sehr in die Luft. Von den Schwierigkeiten, sich der Gesellschaft der Mittdreißiger der Hamburger Medienschickeria anzuverwandeln, handelt diese Geschichte. Von der natürlichen Fremdheit eines Ostlers im Westen. Von Anpassung, Anmaßung und Arroganz. Aber auch von Hilflosigkeit und unfreiwilliger Komik. Von Mißverständnissen und tiefem Fall. (...)
Alexander Osang hat sich lange genug in Ost und West herumgetrieben, um ein vielfältiges Panorama der deutschen Gesellschaft entwerfen zu können.«
>Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Eine Feier des bösen Blicks.«
>Neues Deutschland<
»Wenn es im Journalismus darum geht, möglichst genaue Szenarien zu schildern, so besteht die literarische Qualität eines Textes mehr in der Kunst des Andeutens und Weglassens. Osang beherrscht beides. (...)
Wie kompliziert es etwa ist, sich richtig zu küssen: nicht zu nah, nicht zu feucht, nicht zu wirklich, aber auch nicht zu sehr in die Luft. Von den Schwierigkeiten, sich der Gesellschaft der Mittdreißiger der Hamburger Medienschickeria anzuverwandeln, handelt diese Geschichte. Von der natürlichen Fremdheit eines Ostlers im Westen. Von Anpassung, Anmaßung und Arroganz. Aber auch von Hilflosigkeit und unfreiwilliger Komik. Von Mißverständnissen und tiefem Fall. (...)
Alexander Osang hat sich lange genug in Ost und West herumgetrieben, um ein vielfältiges Panorama der deutschen Gesellschaft entwerfen zu können.«
>Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Eine Feier des bösen Blicks.«
>Neues Deutschland<
Über den Autor
Alexander Osang, geboren 1962 in Berlin, ist einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands. Nach dem Studium in Leipzig wurde er Reporter, dann Chefreporter der Berliner Zeitung, für die er auch heute noch als Kolumnist arbeitet. Seit September 1999 ist er beim Spiegel, für den er aus New York berichtet.