Die beiden Autoren haben ihr 1998 erstmals erschienenes Buch neu bearbeitet und auch im Umfang erweitert.
Im Teil I (3-176) plädiert Habig (Unternehmerberater) für eine „umfassende Beratung aus einer Hand", eine „langfristige Begleitung des gesamten Nachfolgeverfahrens". Diese erscheint „als der einzig richtige Weg für ein erfolgreiches Nachfolgeverfahren", da „die weichen Faktoren, für die man gewöhnlich keinen Rat sucht, die erheblich größeren und zeitaufwendigeren Probleme mit sich bringen". Man kann sagen, „dass 80% die psychologisch-menschliche Seite bereffen, 10% die Betriebswirtschaft und jeweils 5% die steuerlichen und rechtlichen Fragen" (150 f).
Folglich erörtert er die betriebswirtschaftlichen Aspekte recht knapp, um den Raum für die Entfaltung der familiären, psycho-logischen und emotionalen Aspekte zu nutzen. Dies gelingt sehr gut. Die psychische Seite der Nachfolgeregelung wird interessant, ausführlich und durch zahlreiche konkrete Beispiele recht lehrreich und anschaulich dargestellt.
Im Teil II (177-287) liefert Berninghaus (Rechtsanwalt, WP und Steuerberater) eine sehr instruktive, praxisorientierte Präsentation der steuerlichen und rechtlichen Aspekte der Nachfolgeregelung. Er behandelt nach einer Darstellung der Grundlagen des Erb-, Erbschaftssteuer- und des Gesellschaftsrechts das Thema der Übertragung zu Lebzeiten. Im weiteren beschreibt er vorbereitende Maßnahmen für den Fall des (plötzlichen) Todes des Unternehmers sowie die Einschaltung Dritter in der Unternehmensnachfolge. Anhand von Fallbeispielen erläutert er abschließend kurz vermeidbare Fehler bei der Nachfolgeregelung.
Im Anhang (289-302) haben die Autoren zwei Fragebogen und eine Checkliste zusammengestellt, die eine überlegte Nachfolgeregelung fördern können.