Schade, ich habe Mia Morgowski innerhalb von 2 Tagen bzw. Abenden durchgelesen, und ich hätte gerne mehr davon gehabt!!
Das Buch ist irgendwie typisch Mädchen, also der rosane Umschlag mit der bestickten Wärmflasche passt schon ganz gut. Und auch wenn Paul Rosen immer mit Erol Sander verglichen wird - für mich gabs dann doch eher das Kopfkino mit Dr. Meier und Florian David Fitz, denn während des Lesens fand ich mich doch immer wieder in ähnlichen Gedanken wie bei Doctor's Diary.
Toll ist die Zweiteilung der Geschichte, wobei Paul und Nella immer abwechselnd erzählen (bzw. ins Tagebuch schreiben), aber eben nicht die gleichen Ereignisse, sondern jeder baut auf den Schilderungen des anderen auf. Dennoch erfährt man viel über die Gefühle des/der jeweils anderen, auch wenn es sich um etwas dreht, was eigentlich die/der andere beschrieben hat.
Wunderbar auch die Klassifizierungen von Mama, Papa und Umfeld Rosen - allen voran Mrs. Haifischkuh herself. Denn einen Drachen als Arzthelferin kann ja jeder haben!
Auch sonst strotzt das Buch ein bisschen von Klischees, aber genau das fand ich lustig und so kam ich auch schnell im Buch und mit allen Personen (wie z.B. der eher spirituellen Freundin Mashavna) zurecht.
Ich hatte auf noch ganz viele Seiten Unterhaltung gehofft und eigentlich gedacht, dass ich das Buch in der Mittagspause nicht fertig bekomme - und schwupps, war ich schon am Ende, was wirklich sehr abrupt kam. Denn die letzten paar Seiten sind nicht Geschichte an sich, sondern eine Leseprobe für "Kein Sex ist auch keine Lösung". Interessant, aber ich hätte eben lieber noch ein bisschen länger an "Die Nächste, bitte!" gelesen!
Ein tolles Buch für zwischendurch, für Mädelsfreundschaften und für die Liebe, die doch nie da ist, wo man sie sucht, eher unverhofft kommt oft!