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Die Muse des Mörders [Gebundene Ausgabe]

Nadine d'Arachart , Sarah Wedler
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

20. Februar 2012
Ein Serienmörder im Wien des Jahres 2011. Er tötet nachts mit einem Dolch und versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Chefinspektor Dominik Greve entdeckt, dass jedes Opfer ein wertvolles Schmuckstück aus der Fertigung eines Wiener Nobeljuweliers besaß. Da tritt die alternde Schriftstellerin Madeleine Scuderi auf den Plan. Durch eine missverständliche Aussage gegenüber einer Tageszeitung betrachtet sie der Täter fortan als seine Vertraute und Muse. Sie beschließt, die Morde auf eigene Faust zu klären, und setzt sich dabei einer schrecklichen Gefahr aus. Ein moderner Thriller, wie er spannender nicht sein könnte, mit der literarischen Tiefe E.T.A. Hoffmanns.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Labor; Auflage: 1., Aufl. (20. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902800038
  • ISBN-13: 978-3902800039
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.048.808 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Sarah Wedler, 25, und Nadine d Arachart, 26 erhielten als Autorinnenduo zahlreiche Auszeichnungen und Preise und schafften es unter anderem ins Finale des Berliner Open Mike 2011. Die beiden veröffentlichten Kurzgeschichten in Anthologien und Jahrbüchern. Neben Prosa schreiben sie unter anderem auch Drehbücher. Beide studieren Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und leben in Hattingen. Die Muse des Mörders ist ihre erste eigenständige Publikation.

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungenes E.T.A. Hoffmann Remake 21. August 2012
Von Stef
Format:Gebundene Ausgabe
In ihrem Debüt versetzt ein Mörder Wien im Jahr 2011 in Angst. Er tötet immer mit einem Dolch und stiehlt allen Opfern im Anschluss ein wertvolles Schmuckstück, das ein bekannter Wiener Nobeljuwelier fertigte. Chefinspektor Dominik Greve ermittelt in diesen Fällen und muss nebenbei auch größer werdende private Probleme lösen. Per Zufall wird die berühmte Wiener Autorin Madeleine Scuderi in den Fall verwickelt, als sie wegen einer Äußerung gegenüber der Presse plötzlich zur Muse des Mörders wird und daraufhin selber anfängt in dem Fall zu ermitteln und dabei in Gefahr gerät.

Der Erzähler berichtet abwechselnd aus der Perspektive von Dominik Greve, Madeleine Scuderi, der Tochter des Juweliers und der des Mörders. Die vier Handlungsstränge - anfangs weit auseinander - fügen sich im Verlauf des Buches immer enger zusammen bis sie zwangsläufig aufeinander treffen. Durch die äußerst spannende Sicht des Täters wird der Leser immer im Glauben gelassen, er könne durch kleine Hinweise schon den Täter ermitteln, bevor es Madeleine Scuderi oder dem Kommissar gelingt.

Dabei übernehmen die beiden Autorinnen das Grundgerüst der Novelle von E.T.A. Hoffmann, die meisten Namen und Charakteristika sowie weite Teile der Handlung. Doch Nadine und Sarah denken den Originaltext von Hoffmann weiter, erfinden neue Stränge und geben den Protagonisten mehr Leben und Attitüden, sodass die Handlung deutlich an Tiefe gewinnt. Dies fällt vor allem bei Komissar Dominik Greve auf. Dieser existiert in der Originalfassung gar nicht und ist eine Kombination aus mehreren Originalcharakteren. Dieser “Hybrid” ist Nadine und Sarah so gut gelungen, dass man regelrecht die Zerrissenheit des Charakters spürt, wenn er versucht seine zwei Existenzen als Kommissar und Ehemann in Einklang zu bringen. Dabei nimmt sein mehrfaches privates Scheitern auch Einfluss auf seinen Beruf.
Auch Madeleine Scuderi erhält von den beiden einen ausgefeilteren Charakter. Im Originaltext ist sie noch die Hofdichterin von Ludwig XIV. und wird im Remake zu einer hoch angesehen Schriftstellerin. Dadurch dass ihre Vorgeschichte stärker beleuchtet wird, werden ihre Entscheidungen und Vorgehensweisen im Laufe des Romans klarer und verständlicher, was aufgrund der Kürze des Originaltexts nicht der Fall ist.

Zudem transportieren die beiden Autorinnen Hoffmanns Geschichte vom 17. in das 21. Jahrhundert, wo dann auch Bestattungen per Webcam-Übertragung angeboten werden oder der Mörder sich über “twitternde Idioten” aufregt.

Für die Recherche reisten Nadine und Sarah nach Wien und blieben dort ein halbes Jahr, um die Atmosphäre der Stadt, die Leute und die Umgebung kennenzulernen. Diese intensive Recherche merkt man dem Buch an. Es wirkt authentisch, wenn sie Charaktere durch die düstere Wiener Nacht irren lassen und dabei Straßennamen, Cafés oder historische Gebäude benennen. Dabei entwickelt das Duo so einen flüssigen Sprachstil, dass sie mit präzise formulierten Sätzen den Leser mit jeder Seite ihres Debüts immer weiter in die Abgründe der Charaktere und der Stadt hineintreiben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Morden nach klassischem Vorbild 9. Juli 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Sarah Wedler und Nadine D'Arachart ' Morden nach klassischem Vorbild

Die Titelzeile darf hier ganz wörtlich verstanden werden: Die beiden Hattinger Autorinnen haben sich eines Klassikers angenommen und ihn nach eigenen Vorstellungen neu gestaltet. Mit dem 'Fräulein von Scuderi' von E. T. A. Hoffmann als Vorlage haben sie die Messlatte hoch angelegt, und man möchte bereits vor dem Lesen sagen: Alle Achtung! Scheu vor dem großen Romantiker haben die Schwestern wohl nicht.

Der Dolchstoßmörder geht um

Es beginnt, anders als von Krimis gewohnt, mit der Lösung eines Falles. Chefinspektor Dominik Greve hat eine Reihe spektakulärer Giftmorde mit hohem persönlichen Einsatz klären können. Seine Ehe hat, wie sollte es anders sein, darunter gelitten, er ist seiner Frau und seinem Kind entfremdet durch seine obsessive Hingabe an die Arbeit. Doch zum Atemholen bleibt keine Zeit. Der nächste Serienmörder macht Wien unsicher, sein Vorgesetzter und die Presse machen Druck. Die Opfer scheint nichts zu verbinden, die üblichen gemeinsamen Kriterien wie Alter, Geschlecht, Aussehen treffen einfach nicht zu. Die einzige Verbindung zwischen ihnen scheint die Mordmethode zu sein: Der Dolchstoßmörder verdient seinen Namen zu Recht.
Inspiration für den Mörder

Durch die geschickt eingebauten wechselnden Perspektiven wird dem Leser schneller als dem Chefinspektor klar, dass der Mörder eine Muse gefunden hat, der er huldigt: Madeline Scuderi, die Grande Dame der Wiener Literaturszene. Außerdem spielen exquisite Schmuckstücke, gefertigt von einem weltberühmten Juwelier, ebenfalls eine fatale Rolle.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

An dieser Stelle mehr vom Inhalt zu verraten wäre mehr als eine Gemeinheit, denn obwohl jeder, der die Vorlage kennt, Parallelen ziehen kann, gibt es doch einige bemerkenswerte Unterschiede zwischen Original und Remake. Die Muse des Mörders spielt im Wien der Gegenwart, nicht im Paris Ludwig des XIV; in der modernen Version wechseln sich viele verschiedenen Perspektiven ab, während Hoffmanns Erzählung vom allwissenden Erzähler berichtet wird. Letzteres trägt besonders viel zum Erfolg der Muse des Mörders bei. Wir sehen durch die Augen des Chefinspektors, des Mörders und der Literatin, können zwar selbst bei Kenntnis der Vorlage kombinieren, werden aber durch geschickt eingestreute Andeutungen in die Irre geführt. Der nagende Zweifel, ob die Autorinnen sich tatsächlich an den Ausgang der älteren Erzählung halten werden, hat mich während der gesamten Lektüre begleitet, und zwar in allerbester, unterhaltender Weise.

Das Beste zum Schluss

Ich muss jedoch noch auf das zu sprechen kommen, was mir an diesem Roman am besten gefallen hat: Sarah Wedler und Nadine D'Arachart haben ihre eigene Stimme gefunden. Während sie eine spielerische Verbeugung vor dem Original leisten, die von der Liebe zur Literatur zeugt, modernisieren und variieren sie den Klassiker, bis die Muse des Mörders zu mehr als einem, wie der Verlag es nennt, Remake wird. Sie erschaffen eine Atmosphäre, die gleichzeitig unheimlich und gehetzt ist, was mich zwischendurch einfach vergessen ließ, dass ich die Geschichte eigentlich kenne. Kompliment! Ich freue mich schon auf den nächsten Roman der beiden Damen mit der mörderischen Fantasie.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleines Meisterwerk 20. Juni 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Es handelt sich um ein Hardcoverbuch mit schlichtem Cover, hinter dem man eher Prosa vermuten würde. Aber der Inhalt hat es in sich: Die beiden Autorinnen Nadine D'Arachart und Sarah Wedler verstehen es, einen ausgeklügelten Thriller zu schreiben. Wie der Klappentext verrät, handelt es sich um ein Remake von E.T.A. Hoffmanns 'Das Fräulein von Scuderi'. Allerdings in wesentlich modernerer Fassung. Durch einem eleganten Schreibstil verstehen es die Schriftstellerinnen, den Leser gleich zu Anfang in vier Handlungsstränge zu verwickeln, als da sind:
Madeleine Scuderi, die alternde große Wiener Autorin, die einen geliebten Freund an den Krebs verliert und mit ihrem älteren Bruder Georg auf Kriegsfuß steht.
Der clevere Chefinspektor Dominik Greve, der das Rätsel um eine teuflische Giftmordserie löst und arge Probleme in seiner Ehe hat. Die werden nicht gerade weniger, als er auch noch mit der Aufklärung der Dolchstoß-Serienmorde betraut wird.
Das junge Liebespaar Marie Kardos und Oliver Brunner, das zunächst so gar nicht in diese Geschichte zu passen scheint und später doch Dreh- und Angelpunkt ist.
Und nicht zuletzt der psychopathische Mörder, der von inneren Dämonen getrieben mit einem Dolch nachts sein Unwesen in der österreichischen Hauptstadt treibt und kostbare Souvenirs einsammelt.
Obwohl Madeleine Scuderi die Hauptprotagonistin des Buches ist, gibt man auch allen anderen Charakteren genug Raum, um sich zu entfalten.
Erst gegen Mitte des Buches beginnt der Leser zu ahnen, wie die Zusammenhänge verlaufen könnten, dennoch bleiben einige Fragen stets ungeklärt. Die Hintergründe und Motive werden wirklich erst ganz am Ende enthüllt wenn alle Fäden zusammenlaufen. Der Roman bewahrt seine ausgefeilte Spannung bis zum Schluss und weist noch einige überraschende Wendungen auf. Das wirklich subtile Ende erinnert an den guten alten Film Noir. D'Arachart und Wedler haben mit diesem Buch sicherlich ein kleines Meisterwerk abgeliefert. Fünf von fünf Punkten.

Carola aus dem Team von Wir Lesen
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Vor 8 Monaten von Anke Höhl-Kayser veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ...hoffe auf weitere Werke
Die Autorinnen Nadine D'Arachart und Sarah Wedler brachten im Februar 2012 ein Remake des ersten deutschen Krimis von E.T.A. Hoffmann heraus, der im 19 Jahrhundert erschien. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von buecher-fans.blogspot.de veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Madame Scuderi
Die Muse des Mörders
Nadine d'Acharat
❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧❧

Klappentext:

Remake des ersten deutschen Krimis „Das Fräulein von Scuderi“ von... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Dagmar Mauel veröffentlicht
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