+++ Ich habe "Die Muppets" im Englischen Original bereits im Dezember 2011 geschaut. Mein hier dargelegter Eindruck des Films basiert also auf den O-Ton. +++
Nach 12 Jahren Abstinenz sind "Die Muppets" wieder zurück auf den Leinwänden der Welt. Dabei ist die Liebe, der Humor und der Charme von Kermit, Miss Piggy, Fozzy und all in den anderen Muppets in jeder einzelnen Szene des Films, wie als wenn es der Erste wäre. Regisseur James Bobin hat die jahrelange Abwesenheit dieser weltberühmten Charaktere als Cliffhanger genutzt und baut darauf die Story des Films.
+++ Storyspoiler +++
Gary (Jason Segel) und sein Bruder Walter, ein Muppet, sind seit Jahren eingefleischte "Die Muppets"-Fans. Während Gary sich im Laufe der Jahre in Mary (Amy Adams) verliebt und sich mit dieser verlobt hat, strebt Walter weiter seinem Traum nach: Einmal in der "Muppet Show" aufzutreten. Um das 10-jährige Jubiläum zwischen Mary und Gary zu feiern, nimmt er sie und seinen Bruder mit nach Los Angeles. Während Walter unbedingt das "Die Muppets"-Theater und die "Die Muppets"-Studios besuchen möchte, will Mary einfach nur einen romantischen Abend mit ihrem Verlobten genießen.
In Los Angeles angekommen, findet der Zuschauer heraus, dass Kermit, Miss Piggy & Co. Sich im Laufe der Jahre getrennt haben und die Studios kurz vor dem Ruin stehen, welche der böse Ölbaron Tex Richman (Chris Cooper) durch eine Lücke im Grundstücksvertrag überschrieben bekommt, um dann die Ölquelle unter den Studios anzuzapfen. Doch um das zu verhindern, schmiedet Walter einen Plan, der die Beziehung zwischen Mary und Gary auf die Probe stellen soll. Walter möchte mit Hilfe von Gary die Muppets wieder vereinen, sodass diese einen Spendenmarathon im TV veranstalten können um dann von den eingenommenen 10 Millionen Dollar das Studio aufkaufen bevor Tex Richman dieses überschrieben bekommt.
+++ Ende +++
Während sich all die lustigen und charmanten Charaktere in der ersten Hälfte des Films langsam wiedervereinen und dabei versuchen eine Show auf die Beine zu stellen, dreht sich doch der eigentliche Film um Walter. Sein ganzes Leben hat Walter versucht zu den Menschen zu gehören, doch als Filzfigur hat er sich immer fehl am Platz gefühlt. Und nun zwischen all den anderen Muppets beginnt er zu sich selbst zu finden, denn hier ist er nicht mehr der kleine komische Kerl aus der Nachbarschaft, sondern Teil eines großen Ganzen. Und genau dieses Gefühl, auf der Suche nach einer neuen Familien zu sein, macht den Film zu einem zauberhaften Film für die ganze Familie.
Disney hat mehr als bewiesen, dass James Bobin, mit seiner hervorragenden in Szenestellung der einzelnen Charaktere eine hervorragende Wahl getroffen hat. Aber auch Bret McKenzie, der in diesem Film als Komponist agiert hat, ist nicht zu verachten. Denn McKenzie hat es geschafft, den Witz, die Geschichte, die Charaktere und die Emotionen in einer handvoll liebenswerter, teilweise selbstparodierender Lieder wiederzugeben.
Mit einer ganzen Menge bekannter Gesichter von Mickey Rooney über Selena Gomez bis hin zu Jim Parsons strahlt der Film durchweg eine positive Energie aus, die jeden ob Jung oder Alt ansteckt. Dennoch, oder vielleicht genau deshalb, haben "Die Muppets" mit all den neuen und doch nostsalgischen Backstage Possen in mir den Wunsch geäußert, diese sensationellen Figuren wieder im TV sehen zu wollen. So ist es nicht verwunderlich, dass die zweite Hälfte des Films unweigerlich die bessere ist und den Zuschauer mit "Life's A Happy Song" auch mit einem Strahlen im Gesicht (und einem Ohrwurm) nach Hause gehen lassen.
Fazit: Ich weiß nicht, warum Kermit & Co. in den letzten Jahrzehnten aus den Erinnerungen der Fernseh- und Kinozuschauer verschwunden sind, doch mit dem neuen Film "Die Muppets" haben die witzigen Filzfiguren es noch einmal allen gezeigt und bewiesen wie viel Herz und Humor doch in ihnen steckt um auch neuen Generationen zu zeigen wo der Muppet hängt.